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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus, 259 
Diese Gleichung von der ersten abgezogen und den Werth von 
K' = _Xsin gr eingesetzt ergiebt: 
“sin (&m1'—0‘) & TB16965 
sin «&1' 1. Mı 
(68 Tina) 8 
Sind nı‘ und ns‘ die Skalenablesungen bei beiden Lagen des Hülfs- 
magnets, so ist: 5 
v__ nu‘—n2 ; __ nı‘—n8 _ (nı‘— ng . 
A A 
und ebenso in allen andern Fällen. 
2. Der Hülfsmagnet wird nördlich oder südlich vom Intensitäts-Instrument 
mit seiner Axe in der Richtung des magnetischen Meridians hingelegt. 
Die Entfernung von der Nadel sei es‘ und die beobachtete Ablenkung 41‘, 
dann wird: ; 
sin «1 ,__ 2Mı 
(16b) X ang‘ sin(e1—p)) 8 hp’ = 23 
Es muß hierzu bemerkt werden, dafs der Hülfsmagnet mit möglichster 
Genauigkeit in die Richtung des magnetischen Meridians gebracht werden mufs, 
da man leicht übersicht, dafs im Nenner der Formel (16b) anstatt cos 9’ 
eigentlich der Kosinus des Winkels zwischen der Nadel und der Linie nach 
dem Hülfsmagneten stehen sollte, welcher nur dann = ’ ist, wenn der Hülfs- 
magnet genau im magnetischen Meridian liegt. Kann sich die Nadel des 
Variations-Instruments, wie bei der Edelmann’schen Konstruktion, frei drehen, 
so kann man die Schiene mit den Ablenkungsmaguneten entfernen, so dafs sich 
die Nadel in den Meridian stellt, und legt nun den Hülfsmagneten so hin, dafs 
eine Drehung desselben um 180° keine Aenderung in der Stellung der Nadel 
bewirkt, dann liegt seine Axe im magnetischen Meridian. Darauf wird die 
Schiene mit den Ablenkungsmagneten wieder in derselben Lage wie früher 
befestigt und nun die Beobachtung von 41 vorgenommen, ; 
3. Der Hülfsmagnet wird nördlich oder südlich vom Deklinations- 
Iostrument senkrecht zum magnetischen Meridian hingelegt und die Ablenkung 
der Deklinationsnadel beobachtet. Die Entfernung sei eı und die hervor- 
gebrachte Ablenkung A, dann ist: 
ä Mı 
(160) X 'tg 40 = Pa 
Aus (16a und b) folgt: 
(17) 
aus (16a und c): 
(18) 
sin’o“ = ee’ tg dig" tg Ag! 
Ze13tg Ag’ 
sina1 __ e1ı?tg4p 
sin («1—@)  ei®tg dp‘ 
woraus man q@ı‘ erhalten kann, sobald @‘ durch (17) bekannt geworden ist. 
. . N! 
Endlich kann man den Faktor von EZ in Formel (13) auch unmittelbar 
durch Kombination von (16b und c) finden: 
sin aı' _9 eißtg de 
sin &‘ sin (a1'—g") 7 TeBtgdig! 
4. Man könnte aufserdem noch den Hülfsmagnet, . nachdem man .die 
Beobachtung 2 gemacht hat, um 90° drehen, so dafs derselbe senkrecht zum 
magnetischen Meridian zu liegen kommt. Die in dieser Stellung bewirkte Ab- 
jenkung sei Ag, und es ist, wenn wir noch annehmen, dafs die Entfernung 
nicht die gleiche wie in 2, sondern e% ist: 
sin «1 4 Mi 
X gg sin (mn hp 7 #933 
woraus durch Kombination mit (16b): 
,__ e®tgdo 
CS Qe73 tg Ay’ 
/9CN
	        
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