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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Theorie der Lamont’schen Instrumente zur Beobachtung des Erdmagnetismus, — 953 
p einen Minimalwerth erreicht. Sobald einer der Magnete in seiner Wirkung 
den anderen überwiegt, so wird der Winkel &p immer gröfser sein. Um das 
Verhältnifs der Entfernungen für diesen Fall zu erhalten, differentiiren wir die 
GJeichung nach &@, eı und &, wobei zu beachten ist, dafs deı = — dez. ist, 
weil die Magnete unter sich in fester Verbindung sind, eine Vergröfserung der 
Entfernung des einen also eine gleiche Verkleinerung derjenigen des anderen 
zur Folge haben mufs. Wir erhalten: 
M 2M' 6M 6MA\ . 
[x cos 9 + (= + ) cos (ug) dp = — (7 — Tat ) sin (c3—p) der 
Das Minimum von & charakterisirt sich dadurch, dafs dp = 0 ist, während 
deı einen reellen Werth hat, d. h. dafs bei einer geringen Verschiebung der 
Schiene keine Aenderung des Ablenkungswinkels eintritt. In diesem Falle wird 
demnach: 
6M _ 6M” 
TA 9 
oder: 
4 M 
Sr a M“ 
eı4 
Ebenso für andere Ablenkungsarten, ; 
Es ist immer nothwendig, bei den Lamont’schen Variations-Instrumenten 
das Minimum der Ablenkung herzustellen, damit eine kleine seitliche Verschiebung 
der Nadel keinen Einflufs auf die Ablesung gewinne. 
6. Endlich müssen wir noch ermitteln, welche Kraft ein Magnet auf 
einen Eisenstab in seiner Nähe ausübt, d. h. mit welcher Kraft er in dem 
Eisenstabe Magnetismus inducirt. 
Wir beschränken uns auf den Fall, dafs Magnet 
und HEisenstab ‚in derselben Ebene liegen und einander 
parallel sind. 
Es sei NS der. Magnet, AB der Eisenstab, dann ist 
die Kraft zu bestimmen, welche der Magnet nach der 
Längsaze AB des letzteren ausübt. Ist die Entfernung der 
Mittelpunkte Ce = f, die Länge des Eisenstabes AB = 1 
und NCc = w, so ist nach Lamont, Handbuch des Krd- 
magnetismus, $ 111, die mittlere auf den Stab ausgeübte 
Kraft: 
1 fcos ı —x— x’ , 
6 = Si ER Dan Dax) f cos fl 1m dx 
= n [3000 +7 cos v (3 —5 cos?) ; 
(+2) (3 — 15000 u + 00) +... | 
MT. 83 1 
PB | genut + poos0(3 — Z ein u) 
+5 +1) (210 sin ya + Dong) +. | 
und dieser Kraft ist der in dem Eisenstabe hervorgerufene Magnetismus 
proportional. 
Sind der inducirende Magnet und der Eisenstab (die beide in der Horizontal- 
ebene liegend gedacht werden mögen) einander nicht parallel, sondern bildet 
der erstere den Winkel x, der letztere den Winkel ß und die Linie Cc den 
Winkel y mit dem magnetischen Meridian, so ist, unter Beschränkung auf die 
ersten Glieder, nach Lamont (Handbuch 8 111) das inducirte Moment: - 
Ka) 
M! ; 
HR [3 cos (y—Bß) cos (y— x) — cos (ß— 2]
	        
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