Vergleichende Uebersicht ete., Januar 1885.
nach Süden sich verlor. Andererseits
das stark ausgeprägte Vorherrschen
barometrischer , Maxima, welche im
ersten Drittel des Monats besonders
im Osten und Süden, vom 14; bis
zum 18. im Nordosten von Central-
europa lagerten, später aber (bis zum
26.) über der’ Osthälfte von Central-
europa selbst.
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vergirt. Acht ausgeprägte und von
intensiven Kältewellen begleitete baro-
metrische Maxima bewegten sich im
Laufe des Monats vom Felsengebirge
zur Atlantischen Küste.
2. Ein im Nordostenetwas(1—2 mm)
zu niedriges, in Texas etwas zu hohes,
im übrigen Gebiete ungefähr normales
Monatsmittel des Luftdruckes, welches
im Innern, vom oberen Oregon bis
Georgia, etwa 768mm, am St. Lorenz-
Golf aber nur ca 759mm betrug. Die
monatliche Barometerschwankung war
an den Seen und in Neu-England sehr
grofe, theilweise über 40mm, im Süden
noch etwas geringer, als gewöhnlich.
2. Ein im Osten des Gebietes um
1—3mm.zu hohes, im Westen normales
Monatsmittel des Luftdruckes; das-
selbe nahm in der Richtung von Süd-
ost nach Nordwest von 767 auf 761mm
ab. Ferner eine im nördlichen Theile
des Gebietes um etwa !/4 ihres Werthes
zu grofe, im südlichen Theile etwas
zu kleine Monatsschwankung des Baro-
meters, welche dort 40—45 mm, hier
nur 20—30 mm betrug.
3. Die schweren Schneestürme in
den westlichen und südlichen Gegen-
den, welche die Depressionen V (am
15. bis 16.) und X (am 26. und 27.)
begleiteten und grofße Verkehrs-
stockungen, sowie schwere Verluste
an Vieh ete. bedingten. Verheerende
Tornados fanden am 11. in Alabama
und Mississippi und am 12. in Georgia
statt.
3. Die Seltenheit stürmischer Winde
— durch weit verbreitetes unruhiges
Wetter zeichnete sich nur die Zeit
vom 10. bis 12. aus — und das starke
Vorherrschen der Winde aus E bis
SW im nordwestlichen, aus NE bis S
im südlichen und südöstlichen Central-
europa.
4. Eine monatliche Niederschlags-
menge, welche im Osten, bis nach
Kansas und dem Rio Grande hin,
größer als normal, am oberen Missouri,
am Felsengebirge und an der Paciß-
schen Küste dagegen kleiner als
normal war.
4. Die Geringfügigkeit der Nieder-
schläge, indem letztere im Norden von
Centraleuropa die Hälfte, im Süden
nur !/s der Normalen erreichten.
5. Die im Innern zu niedrige, an
den Küsten etwas zu hohe Mittel-
temperatur. Die Abweichung der-
selben von der normalen betrug:
Neu-England. . . . . 00°C.
Mittl. Atlant. Staaten -
Südl. % ”
Florida . . . ...
Destliche Golfstaaten.
Westliche ” —
Rio Grande-Thal . . —
Ohio-Thal u. Tennessee —
Untere Seenregion. .
Obere » ee
Oberes Mississippi-Thal
Missouri-Thal . ..
. f nördl. Theil —
Felsen- mitt]. —
gebirge | sad]. » —
5. Die starken Schwankungen der
Temperatur, insbesondere das rapide
Steigen derselben in den Tagen vom
26. zum 28. Januar, nach ziemlich
allgemeinem Fallen in der Zeit vom
15. bis 25. Januar. Die Abweichung
der Monatstemperatur von der nor-
malen war überall negativ und betrug:
1. Nord- f a. östliches .— 0,8°C.
deutsches} b. mittleres . — 1,4
Tiefland | c. westliches . — 1,4
2. Mittel- | a. östliches .— 05
deutsches { b. mittleres . — 1,4
Hügelland ‚©. westliches . — z
„a fa, Bayern. ....—.2
SS, b, Württemberg. .—
land !© Baden . . .— 13
( d.linksrhein, Geb. — 1,5
4 Dänemark . . .— 07
m