240 Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Dezember 1884,
120° W-Lg am 28, September, 40° S-Br in 109,4° W-Lg am 3. Oktober und
50° S-Br in 90,5° W-Lg am 13. Oktober gekreuzt.
Im Südatlantischen Ocean wurde „Andromeda“ für längere Zeit auch
noch von vorherrschenden Westwinden begünstigt. Oestliche Winde wurden
auch wiederholt angetroffen, doch liefs sich auch bei denen ein ziemlich be-
friedigender Fortschritt erzielen. Ungewöhnlich günstig war später die Art
und Weise, in welcher das Gebiet des SE-Passats erreicht wurde. Als
„Andromeda“ sich am 2. November in der Nähe von 32,5° S-Br und 30° W-Lg
befand, veränderte sich dort der frische Wind bei einem höchsten Barometer-
stand von 770,5 mm von SSW durch S nach SSE und wurde Passat. Von den
zu anderen Zeiten hier südlich vom Passatgebiet so häufig herrschenden leichten
Nordwinden traf „Andromeda“ keine Spur an. Bei dem kräftig und beständig
wehenden Passat segelte das Schiff bis zum 12. November zu der in 26,3° W-Lg
überschrittenen Linie. Zur Vollendung der zwischen Kap Horn und Aequator
liegenden Strecke waren 25 Tage erforderlich gewesen. Auf derselben hatte
man: 50° S-Br in 49,5° W-Lg am 24. Oktober, 40° S-Br in 38,4° W-Lg am
29. Oktober, 30° S-Br in 29,6° W-Lg am 3. November, 20° S-Br in 28,2° W-Lg
am 6. November und 10° S-Br in 27,7° W-Lg am 9. November geschnitten.
In nördlicher Breite begleitete der dort ganz frisch und beständig
wehende SE-Passat das Schiff bis zu dem ungewöhnlich nördlich gelegenen
Punkte von 7,5° N-Br in 26° W-Lg. Als man sich dort am 15. November
befand, wurde Mallung angetroffen, bei der man in zwei Tagen nach 11,2° N-Br
in 25,8° W-Lg vorrückte. Nicht weit von diesem Punkte entfernt stellte sich
am 17. November der NE-Passat wieder ein. Dieser später nur in geringer
Stärke und Beständigkeit wehende Wind dehnte sein Gebiet bis nach 25° N-Br
in 32,5° W-Lg aus. Der schwache Wind veränderte sich dort am 25. November
nach NNW, kehrte jedoch später wieder durch N nach NE zurück und hielt
sich dann, indem er gleichzeitig wieder auffrischte, für längere Zeit im letzteren
Viertel. Nachdem eine unweit 35° N-Br angetroffene zweitägige Windstille
geendet hatte, folgte auch auf diese noch wieder ein schwacher Ostwind. Als
sich derselbe jedoch bald durch S nach SW verändert hatte, blieb der Wind
westlich und führte das Schiff bis zum 15. Dezember zur Mündung des Kanals.
Es waren dann 121 Tage seit der Abreise von San Francisco verflossen. Im
Nordatlantischen Ocean hatte man 33 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in
25,8° W-Lg am 17. November, 20° N-Br in 27,9° W-Lg am 22, November,
30° N-Br in 29° W-Lg am 30. November und 40° N-Br in 26° W-Lg am
9, Dezember geschnitten.
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Januar 1885
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.)
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte ausgearbeiteten Uebersicht der Witterung
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats
Januar 1885 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber.
Nordamerika. Centraleuropa.
1. Ein ziemlich normales Verhalten 1. Die geringe Zahl barometrischer
der barometrischen Minima sowohl Depressionen innerhalb der Grenzen
nach ihrer Zahl, als nach ihren Bahnen, Europa’s; von bedeutender Tiefe war
wovon die Mehrzahl längs der Nord- diejenige Depression, welche am 10.
grenze der Union, der kleinere Theil und 11. Januar im Nord- und Ostsee-
aus SW, nach Neufundland zu kon- gebiete ostwärts vordrang, dann aber