Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Dezember 1884, 239
am 14. Januar... Die letztere Bark war nach 20° S-Br in: 89,5° O-Lg am
19. Dezember gelangt. ; ;
‚ Nachdem „Andromeda“ in Hongkong. entlöscht worden. war, ging das
Schiff von diesem Hafen aus wieder am 18. April in See, um nach San Francisco
zu segeln. Auf See wurde NE-Monsun angetroffen; doch wehte derselbe nicht
sehr beständig, sondern.er wurde sowohl von‘ nordwestlichen wie von südöst-
lichen Winden unterbrochen. . Das Schiff konnte daher in ziemlich befriedigender
Weise nach Osten hin: vorrücken,: und bis zum 28. April nach 22,5° N-Br. in
124,5° O-Lg gelangen. . Von diesem Punkte. ab wurde bei mäfsigem Ostwinde
häufiger - mit St. B.-Halsen. gesegelt. Unweit von 26° N-Br.in 128,5° O-Lg
stellte sich am 3. Mai ein schwacher SW-Wind ein, der zwar nicht von langer
Dauer war, auf den aber ein beständiger Ostwind nicht mehr folgte, Von
32°.N-Br- in 136° O-Lg an,. hielt der Wind sich für längere Zeit vorherrschend
im südwestlichen Viertel. Der Verlauf der Reise wurde dann, obgleich später
noch, zu verschiedenen Malen wieder östliche Winde beobachtet wurden, ein
günstiger. Nicht weit von 37,5° N-Br in 136,5° W-Lg: entfernt, nahm. der
Wind am 6. Juni nordwestliche Richtung an. Nachdem derselbe bald kräftiger
geworden war, legte man den letzten Theil des Weges bei ihm bis zum 10, Juni
zurück. Am 10. Juni, 54 Tage nach.der Abreise von Hongkong, passirte
„Andromeda“ das Goldene Thor. Auf dem Wege zu demselben war: 120° O-Lg
in 21,6° N-Br am 24. April, 130° O-Lg in 27° N-Br am 4. Mai, 140° O-Lg in
333° N-Br am 10. Mai, 150° O-Lg in 36° N-Br am 13. Mai, 160° O-Lg: in
36,5° N-Br am 17. Mai; 170° O-Lg in 35° N-Br am 19. Mai, 180° Länge in
35,5° N-Br am 21. Mai und 150° W-Lg in 38° N-Br am 30. Mai geschnitten
worden. Die. höchste: erreichte Breite war 38,7° N-Br in 161° W-Lg am 27.:Mai.
In San Francisco wurde „Andromeda“ mit einer für Antwerpen bestimmten
Ladung beladen. Am 16. August trat das Schiff die Reise nach diesem Platze
an. Es. segelte bei dem auf See ‚angetroffenen mäfßsigen NW-Wind südwärts
und fand-dann, sowie man nach dieser Richtung hin vorrückte, ein allmähliches
Umlaufen des Windes nach rechts statt. Nicht weit von 29° N-Br in 125° W-Lg
entfernt nahm der Wind eine östlich von N liegende Richtung an. Derselbe
wehte. später nur auf der zwischen. 28° .und 21° N-Br liegenden Strecke
einigermafsen kräftig und endete in Stille, als „Andromeda“ von ihm. bis zum
26. August nach 15° N-Br in 120,4° W-Lg geführt worden war,. Südlich von
diesem Punkte herrschten zunächst für längere Zeit unbeständige, von häufigen
Stillen: unterbrochene Winde. Als das Schiff bei denselben: bis zum 3, Sep-
tember nach 11° N-Br in 119° W-Lg vorgerückt war, wurde dort der sich aus
Stille entwickelnde SW-Monsun angetroffen, bei dem mit St-B.-Halsen gesegelt
wurde. Man gelangte in dieser Weise bis zum 7. September nach 5,5° N-Br
in 113° W-Lg, wendete dort dann und segelte mit B-B.-Halsen bis zum 11. Sep-
tember zu dem in 121° W-Lg-.überschrittenen „Aequator. Der 11, September
war der 26. bis dahin auf See zugebrachte Tag. Während dieser Zeit hatte
man: 30° N-Br in 125° W-Lg am 19. August, 20° N-Br in 121,7° W-Lg am
24. August und 10° N-Br in 118,5° W-Lg am 4. September gekreuzt. .
Der wie:in. diesem Meerestheil in der Nähe der Linie gewöhnlich schon
verhältnifsmäfsig raume Passat besafs in südlicher Breite nur bis 10° S-Br’ eine
einigermafsen befriedigende Stärke. Südlich von diesem Parallel trat der Passat
nur sehr schwach auf, und als „Andromeda“ sich am 22. September in der
Nähe von 23,4° S-Br und 123,9° W-Lg befand, endete derselbe in Stille. Auf
diese folgte nach: einiger Zeit leichte unbeständige nordöstliche Briese, die
erst .auffrischte, nachdem man bei ihr nach 28°. S-Br vorgerückt war. In ge-
ringer Entfernung von 36,5° S-Br und 115° W-Lg veränderte sich der nun
heftig gewordene Wind am 1. Oktober durch N nach NW, um sich von nun
an vorwiegend im westlichen Halbkreise zu halten. Oestliche Winde wurden
zwar noch. wieder zu verschiedenen Malen beobachtet, doch waren dieselben
in keinem Falle von langer Dauer. Die durch keinen nennenswerthen Sturm
beunruhigte Reise zum Kap Horn nahm dann einen befriedigend raschen. Verlauf.
Am 18. Oktober konnte die Länge dieses Vorgebirges überschritten . werden.
Um zu derselben vom Aequator her zu gelangen, waren‘ 37 Tage erforderlich
gewesen. Während. dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 124,1° W-Lg am
15. September, 20° S-Br in 123.5° W-Lg am 20. September, 30° S-Br in