Fernando Po.
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reichlich zu billigen Preisen zu haben und werden von hier nach den benach-
barten Orten des Festlandes exportirt. Früchte erhält man auf den Plantagen
reichlich, weniger in /sabel selbst. Es wurde leicht die Erlaubnifs erwirkt,
von einer westlich von der Gravina-Bucht gelegenen Plantage ein Boot voll
Früchte für die Mannschaft zu holen. In der Carlos-Bai sind ebenfalls reichlich
Früchte zu erhalten. Dies erscheint als bemerkenswerthe Annehmlichkeit für
die Schiffsbesatzung, denn an Küstenpunkten des Festlandes ist eine solche
Ausnahmeverpflegung nicht leicht zu beschaffen.
Aufser dem Gouverneur, zwei Aerzten und den Offizieren und weißen
Mannschaften der Hulk „Trinidad“, zusammen ca 14 Spaniern, befinden sich an
Europäern nur Missionäre und Angestellte einer englischen Faktorei auf der
Insel. Der englischen Firma John Holt & Co. ist die Aufsicht. über das
englische Kohlenlager übertragen, ebenso die Agentur der vereinigten
englischen Dampfer-Gesellschaften. Das englische Kohlendepot besteht aus
einem eisernen Schuppen, welcher an der Gravina-Bai unfern Pilon Point nahe
dem Strande steht und auf einem sehr soliden eisernen auf Granitquadern ver-
bolzten Unterbau errichtet ist (nach einer Inschrift durch eine Arbeitsabtheilung
von Bord der „Danae“ 1869). Daneben: befindet sich noch ein Quantum frei
Jagernder Kohlen und ein offener Schuppen für einen Kohlenprahm, während
zwei kleinere Prähme vor dem Strande verankert sind. Landungsbrücke oder
sonstige Ladeeinrichtungen sind nicht vorhanden, Ein Depot von sonstigen
Schiffsbedürfnissen für die englische Marine besteht nicht.
Es ‚ergiebt sich sonach, dafs Fernando Po in vieler Beziehung mehr
bietet als irgend ein anderer Ort an der westafrikanischen Küste. Man findet
hier einen sicheren leicht zugänglichen Hafen, gutes Wasser und gelegentlich
Gemüse (Yams) und Früchte für die Mannschaft. Dagegen ist der Ort zweifellos
nicht absolut gesund, frisches Fleisch ist nicht in hinreichenden Quantitäten zu
haben, der Ort eignet sich nicht zu Beurlaubungen für die Mannschaft 80, wie
die Verhältnisse jetzt sind.
Wenn man andere Punkte der Küste hiermit in Vergleich stellt, so ist
zunächst Eloby zu nennen. Dort sind die Gesundheits- und klimatischen Ver-
hältnisse besonders günstig. Die kleine, für sich abgeschlossene Insel, auf
welcher nur einige deutsche Faktoreien stehen, bietet Raum, Vorräthe. jeder Art
zu lagern, der sandige Strand, ringsum der ausgedehnte Raum ruhigen
Wassers der Corisco-Bucht, Alles ist vorzüglich geeignet für Exereitien, Arbeiten
und Erholungen der Besatzung eines Kriegsschiffes. Gelegentlich ist hier auch
die Beschaffung von frischem Fleisch und von Fischen möglich. Dagegen hat
Eloby den Nachtheil, dafs es nur bei klarem Wetter und bequem nur für
Kaunonenboote und Kreuzer zugänglich ist und gänzlichen Mangel an frischem
Wasser leidet. Beachtenswerth ist noch, dafs die Regenzeit in Kamerun und
Fernando Po mit der trockenen und zugleich auffallend kühlen Jahreszeit
in Eloby zusammenfällt.
Hydrographische Forschungen der Nordenskjöld’schen Expedition
nach Grönland, 1883.
Die im Sommer 1883 ausgeführte Expedition Nordenskjöld’s nach
Grönland, deren Hauptzweck es war, die dortigen Eisverhältnisse fostzustellen,
hat auch auf dem Gebiete der Hydrographie Nennenswerthes geleistet. Die
hydrographischen Forschungen erstreckten sich besonders auf die Temperatur-
und specifischen Gewichts-Verhältnisse der Grönland umschliefsenden Gewässer,
und die aus diesen abgeleitete Vertheilung und Bewegung des Wassers.
Dieselben vervollständigen wesentlich die Reihe der bisher angestellten
Messungen, welche meistens nur von Bord ausgeführt wurden und sich daher
nicht bis in die unmittelbare Nähe der Küste erstreckten. Die auf diesen
früheren Expeditionen, von denen besonders die der „Fylla“ und „Ingolf“ in
den Jahren 1877, 1878 und 1879 hervorgehoben zu werden verdienen, erhaltenen