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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Binginge von meteorologischen Journalen etc., Dezember 1884. 935 
dieses zwischen 21° und 10° N-Br am kräftigsten wehenden Windes dehnte 
sich bis nach 26° N-Br in 25,7° W-Lg aus, Den unweit dieses Punktes 
betretenen Stillengürtel zu überschreiten, waren 36 Stunden erforderlich. Nach 
Verlauf derselben wurde in etwa 1,3°.N-Br und 26,2° W-Lg der SE-Passat 
wieder angetroffen, welcher die Bark bis zum 28. Januar zu der in 27,7° W-Lg 
überschrittenen Linie führte. Um zu derselben vom Kanal aus zu gelangen, 
waren 28 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br 
in 19,5° W-Lg am 7. Januar, 30° N-Br in 24,8° W-Lg am 11. Januar, 20° N-Br 
in 25,7° W-Lg am 19. Januar und 10° N-Br in 262° W-Lg am 22. Januar 
gekreuzt. Die eiserne Bremer, von Cardiff nach Kangoon bestimmte Bark 
„Capella“, welche von 50° N-Br am 19. Dezember abgegangen war, verliefs 
nördliche Breite in 26,4° W-Lg ebenfalls am=.28. Januar. Am Mittag des 
9. Januar, als der bei „Capella“ seit mehreren Tagen wehende frische Ostwind 
endete, befand sich diese Bark in 28° N-Br und 22,7° W-Lg, und gleichzeitig 
„Rajah“ in 35,3° N-Br und 22° W-Lg. Dieses letztere, während der nächsten 
Tage noch von kräftigem SE-Winde begünstigte Schiff konnte dann bis zum 
Mittag des. 12. Januar nach 28,7° N-Br in 26,2° W-Lg vorrücken, während 
die durch meist ungünstige südliche und westliche Winde zurückgehaltene Bark 
in derselben Zeit nur bis nach 26,2° N-Br in 23,6° W-Lg vorrücken konnte. 
Die polare Passatgrenze hatte „Capella“ in 24,2° N-Br und 22,7° W-Lg am 
15. Januar gekreuzt, während „Rajah“ dieselbe, wie schon erwähnt, in 24,8° 
N-Br und 25° W-Lg am 17. Januar erreichte. Das Passatgebiet wurde von 
der Bark in 4,5° N-Br und 24° W-Lg am 23. Januar, von dem Vollschiff in 
2,6°.N-Br und 25,7° W-Lg am 26. Januar verlassen. Um den Stillengürtel zu 
überschreiten, waren für das erstere Schiff nahezu 4, für das letztere nur 
1% Tage erforderlich. Das im Stillengürtel westlicher stehende Schiff traf 
eine bedeutend günstigere Gelegenheit an, 
Im Südatlantischen Ocean fand „Rajah“ ähnliche Verhältnisse, wie solche 
im Reiseauszuge der Bark schon kurz erwähnt worden sind. Fast genau 
24 Stunden später, als bei „Capella“ in 22,3° S-Br und 28,8° W.-Lg der SE- 
Wind am 6. Februar zum leisen, unbeständigen Zuge abnahm, erfolgte dasselbe 
bei „Rajah“ in 22,3° S-Br .und 29,4° W-Lg. Am 13. Februar Mittags befand 
sich „Capella“ in 33,2° S-Br und 31,3° W-Lg und gleichzeitig „Rajah“ in 
32,9° S-Br und 32,2° W-Lg. Die Schiffe rückten dann bis zum Mittag des 
21. Februar, die Bark nach 40,3° S-Br in 12,9° W-Lg, das Vollschiff nach 
38,7° S-Br in 10,2° W-Lg vor. Als „Rajah“ am ‘23. Februar in 40,1° S-Br 
von westlicher in östliche Länge überging, befand sich „Capella“ in 41,7° S-Br 
und: 3,5°. W-Lg. Das Vollschiff hatte die‘ zwischen Aequator und erstem 
Meridian liegende Strecke in 26 Tagen zurückgelegt, und auf derselben: 10° S-Br 
in 30,2° W-Lg am 1. Februar, 20° S-Br in 29,2° W-Lg am 6. Februar und 
30° S-Br. in 30° W-Lg am 12. Februar gekrouzt. 
Auf dem Wege nach 80° O-Lg hielt sich „Rajah“ für längere Zeit in 
der Nähe von 44° S-Br. Die angetroffenen Winde wohten zwar vorherrschend 
aus dem westlichen Halbkreise, doch waren Ostwinde ungewöhnlich häufig, und 
nicht. selten wurde auch die Fahrt durch leisen Zug verzögert. Stürme wurden 
gar nicht beobachtet, und am 21. März, 27 Tage später als westliche Länge 
verlassen worden war, erreichte „Rajah“ den in 44,2° S-Br überschrittenen 
Meridian von 80° Ost. Der Mitsegler „Capella“, welcher als südlichsten Punkt 
45,7° S-Br in 72° O-Lg am 19. März berührt hatte, kreuzte jene Länge in 
41° S-Br am 23. März. ; 
. Oestlich von 80° 0-Lg wurde „Rajah“ zunächst für mehrere Tage durch 
kräftigen, beständigen SW-Wind begünstigt. Das Schiff segelte bei demselben 
bis zum 28, März nach 32,5° S-Br in 99° O-Lg. „Capella“ traf zur selben 
Zeit eine weit ungünstigere Gelegenheit an und konnte daher bis zum 28, März 
nur nach 34,7° S-Br in 83,4° W-Lg vorrücken. Nachdem der günstige West- 
wind bei „Kajak“ geendet hatte, folgten mehrere Tage der leichten westlichen 
Briese, bei der das Schiff bis zum 31. März nach 28,7° S-Br in 100,8° O-Lg 
segelte. Nachdem sich in geringer Entfernung von diesem Punkte aus 
schwachem, südlichem Zuge der Passat entwickelt hatte, nahm die Reise wieder 
einen recht günstigen Verlauf. Derselbe hielt an, bis am 6. April die Christmas- 
Insel gesichtet worden war. Die zwischen dieser und der Sunda-Strafse 
Ann. d. Hydr. ete.. 1885. Heft IT.
	        
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