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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Ellices, Gilbert-, Marshall-“ und. Carolinen-Inseht. 
2. Nukulailai- (Mitchell-) Gruppe. Der Hauptort, in dem der 
König und der Missionar wohnen, liegt auf Motuloa, der nördlichsten Insel der 
Gruppe. Auf der westlichsten Insel, Fangawa, befindet sich ein kleines Dorf 
mit Kirche, welches jedoch zur Zeit des Besuches. der „Espitgle“ nicht bewohnt 
war. An der Südwestseite ist keinerlei Anzeichen von Leben wahrzunehmen. 
Der Ankerplatz bei Fangawa auf einer kleinen Korallenbank ist schlecht, 
Die „Espilgle“ ankerte 1/2 Kblg von dem die Insel umgebenden Riff auf 13m, 
hatte aber bereits 31m Wasser unter ihrem Heck und fand unmittelbar dahinter 
mit 37m keinen Grund mehr, Diese Bank läßfst sich. bei günstiger Beleuchtung 
vom Topp aus leicht unterscheiden. Ein Riff, welches nach der Karte ') in der 
Nähe liegen soll, existirt nicht. Nach der Aussage der Eingeborenen führen 
zwei Eingänge für Boote in die Lagune, einer 'an.der nördlichen, ein anderer 
an der südwestlichen Seite. Wasser ist auf‘ Fangawa und. auf einer der 
kleinen nördlichen Inseln zu finden, Von sonstigen Ausrüstungsgegenständen 
sind nur Geflügel und Schweine zu erhalten. ) 
3. Funafuti- (Ellice-) I. Die geographische Lage des Observations- 
punktes nahe der Missionskirche wurde bestimmt auf 8° 30‘ 57” S-Br und 
179° 12‘ 30“ O-Lg. Eine Auslothung des auf der Karte angegebenen 7m- 
(4 Fad.-) Kanals ergab als niedrigste Wassertiefe zur Nippzeit bei Hochwasser 
Im, bei Niedrigwasser 7,2m.‘° Zwischen dieser Passage und der Missionsstation 
sind verschiedene Untiefen, besonders zahlreich unmittelbar hinter der Passage, 
dieselben sind jedoch bei günstiger Beleuchtung leicht zu erkennen; eine solche 
sowie Lotsung vom Topp des Mastes aus ist durchaus nothwendig. Für das 
Aussegeln ist ein nördlicher Stand der Sonne erwünscht. 
4. Oaitupu- (Tracy-) I. hat zwei Lagunen, eine kleinere im Norden, 
eine größere im Südosten; zur letzteren führen zwei Eingänge, von denen einer 
bei Hochwasser für Boote passirhar ist; vor demselben liegt eine kleine Insel. 
Das Wasser, welches ein in der Mitte der Ortschaft gelegener Brunnen liefert, 
ist etwas brackig. Das Landen ist schwierig und läfst sich am besten in den 
Kanoes der Eingeborenen bewerkstelligen. Im Dezember ist die Insel heftigen 
Stürmen ausgesetzt, die grofsen Schaden unter den Kokosnufsbäumen anrichten. 
Die „Espitgle“ ankerte an der Nordwestseite der Insel in 13m Wasser, von: wo 
aus die Kanten der Inseln Ost und SO'4AS peilten. Ein besserer Ankerplatz 
soll 1/2 Sm südlicher, der Ortschaft gegenüber, sein, von wo aus eine weilse 
Kirche mit Doppelgiebel südwärts offen von dem weilsen Missionshause erscheint. 
Il. Die 6ilbert-Inseln.?) ; 
1. Arorai- (Hurd-) I. Zu Beobachtungen war keine Gelegenheit, doch 
liegt nach allen Schätzungen die Insel mindestens 10 Sm westlicher, als ihre 
Position auf der Karte angegeben ist.*) Die auf derselben gelegenen Orte sind: 
Nanimona im Süden, Tamoa in der Mitte, Tamaroa im Norden. 
2. Nukunau- (Byron-) I. besteht nicht aus drei einzelnen Inseln, 
sondern erscheint nur aus der Ferne so infolge des niedrigen und. sandigen 
Mitteltheils. Die Insel bietet für grofse Schiffe keinen: Ankerplatz. 
‚ 3. Peru- (Franeis-) I. Ein Ankerplatz befindet ..sich auf. der West- 
seite der Insel, nördlich von der westlichsten Riffspitze in 9 bis 13m Wasser, 
ungefähr 1/2 Kblg vom Riff mit der NW-Spitze der Insel in N 28° W, der 
SW-Spitze in S 76° O0, Die Bank ist sehr steil; von Süden kommend ist Vor- 
sicht geboten, um eine von der Westspitze des Riffes auslanfende Untiefe zu 
vermeiden. . . 
4. Taputeouea- (Drummond-) I. Peacock-Rhede. ‚Die Sandbank 
im Südosten: von Peacock-Rhede ist bei Hochwasser Springzeit bedeckt. Da 
gegenüber dem Ankerplatz verschiedene Dörfer liegen, so. bietet das Dorf 
Utiroa keine gute Marke. Nachdem man die Nordspitze in ungefähr 1 Sm 
Entfernung vom Riff passirt, steuere man südwärts, bis der erste. Einschnitt 
1) Auf der Br. Adm.-Karte nicht verzeichnet. 
2) Annalen. 1879 S. 279, 1884 S. 374; Findlay’s „North Pacific Ocean Directory“, 1870 
S. 706; Hydrogr. Notices, „Pacific Ocean“, 1873 S. 109, 114, 119; Rosser-Imray’s „North Pacific 
Pilot“, Part II, 1870 S. 254. 8 ; . 
3 Eine solche Differenz scheint bei den meisten gegebenen Positionen vorhanden zu sein.
	        
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