accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

10 
Auflösungen für das Zweihöhenproblem, 
was um so leichter möglich war, als er nach einer unbequemeren Formel 
rechnete und dabei versäumte, den Zähler ins Quadrat zu erheben. Wird dies 
berichtigt, so kommt ebenfalls # = 44° 55’ 55 N in naher Uebereinstimmung 
mit dem Obigen, wenn auch beträchtlich abweichend von der angenommenen 
geschätzten Breite. Die dadurch erforderliche Verbesserung des übrigens von L. 
nicht ganz JE genommenen S wird nun S= 1,54“ und somit t = —60,47, 
v— —52,97”, 
wonach H = 28° 4‘19” 4 1°33'50%“ = 29°38‘ 9” und # = 44°5731“ N 
= 26 26 9 4+1212 1 =29 3810 . . ‚= 44 57 30 
Man hätte auch in der Formel für die Mittagshöhe H, statt t darin auf- 
zunehmen, nur die beobachtete Differenz t’—t einführen können, wie es von 
Jeffers, mit Berufung auf „Scientific Paper No. 1“, als „new method“ an- 
gegeben ist; aber da die Formel hierdurch länger wird und minder bequem, so 
ist die Rechnung nach den Formeln (1) und (2) mit ihrer Prüfung wohl vor- 
zuziehen. 
Derselbe Autor %®) bemerkte, dafs man mit der Breitenbestimmung aus 
zwei Circummeridianhöhen zugleich eine Längenbestimmung verbinden könne; 
allein er überschätzte dabei wohl die Sicherheit der Längenbestimmung in dem 
gegebenen Falle und theilweise auch der Breitenbestimmung. Er wählte 
folgendes Beispiel, wonach Breite und Länge bestimmt werden sollen. Der Be- 
>bachtungsort lag geschätzt auf 38° N-Br und 126° W-Lg: 
Chronometer Wahre Deklination Zeit- 
(berichtigt) Höhen gleichung 
8h27"43,5° 50°21‘ 9”=h 1°48'9“S + 8”55° 
337 345 50 22 49 =h' 
0 9 51,0 — 140 
IL.(t'—t) = 0 4,925 — 025 = '/a(h—h‘) 
1a(h—h') 25 
1 ‘ A HN m ni m 
) AH) = 7.8 6 4025.2427 5 0N | t= — 7022 
m) = NUT, +49 | = 42828 
2) H = 50°21‘ 9“ 4-(7,022)?. 2,42“ = 50° 23‘ 8”, womit p — 37° 48‘43“N 
H =—50 22 49 4 (2828)*. 2,42‘ = 50 238 . . . . . 87 48 438 
3) t = 4 2828” = 2"49,7% giebt: 
W. 0.Z. 02 2” 49,7° M. 0. Z. = 0» 11” 44,7° | Länge — 8 25" 49,8’ 
Zeitgl. +8 55 M.G.Z. = 8 37 345 | = 126° 27‘ 27 W. 
Das Resultat der Breite und Länge stimmt zwar sehr genau mit der 
Rechnung von Jeffers überein, aber seine Meinung über die Genauigkeit dieses 
Resultats bestätigt sich nicht völlig. Er bemerkte nämlich, dafs es hier haupt- 
sächlich nur auf die Genauigkeit der Differenz der Höhen ankomme, und 
wenn diese Differenz auch 1‘ unrichtig wäre, so würde die Breite doch nur um 
17” anders geworden sein. Dies setzt jedoch voraus, dafs die Differenz auf eine 
bestimmte Weise entstanden ist, unter andern möglichen Fällen, und um solche 
zu beurtheilen, hat man bekanntlich nichts Besseres als die Differentialformeln 
der Aufgabe, welche sich hier mittelst der Azimuthe wie folgt ergeben: 
AÄ = —3°4,6' A' = + 1° 6,6 A‘ —A = + 4° 11,2‘ 
sin A“ sin A , —_ ; 
dp = sin (A’—A) . äh tan (a—2) . ah — 0,265 Di dh — 0,735 « dh‘ 
— cos A’ cos A’ Ve — ; 
üt == TA A ‚dh — os pein(A: X) dh‘ = 417,335 . dh —17,313 . dh 
Wenn sonach die Höhendifferenz von 1‘ dadurch entstand, dafs nur die 
erste Höhe um 1‘ unrichtig war, so wird allerdings der Breitenfehler nur 16“; 
aber wenn die zweite Höhe allein den Fehler von 1‘ hatte, so würde der 
Breitenfehler schon 44“ werden u.s. w. Uebrigens ist diese Breitenbestimmung 
18) Tefferg. nag, 210.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.