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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Reisen: S. M, S.. „Elisabeth“ und‘ S: M, Knbt: „Hyäne“. 
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sehr eng; wenn die Enden der Riffe durch Bojen kenntlich gemacht würden, 
wäre die Durchfahri für kleinere Schiffe sehr brauchbar. 
Am Nachmittag des 14, November wurde bei ganz leichtem nördlichem 
Winde und glatter See längs der Nordküste von Neu-Hannover westlich ge- 
dampft; hierbei wurde 3,5 Sm NW von der mittleren Zast-Insel mit 100m 
Leine. kein Grund erhalten, Bis zur Westkante von Neu-Hannover setzte der 
Strom südöstlich 0,7 Sm pro Stunde, südlich dieser Insel dagegen WSW 0,6 Sm, 
Nachdem häufig grofse treibende Baumstämme passirt waren, erreichte 
das Schiff am 15. November Nachmittags bei vollkommener Stille und leichter 
Dünung die Stelle, wo Sherburne-Riff auf der Karte Tit. XII, No. 261, liegt. 
Es wurde von 3° 7‘ bis 3° 17‘ S-Br auf 148° 18’ O-Lg südlich gesteuert, aber 
nichts von dem Riffe und der auf der SO-Ecke desselben angeblich. liegenden 
Sandbank gesehen, so dafs das Riff mindestens 4 Sm weiter westlich liegen 
mufs, als in der Karte angegeben. ‚Infolge von Luftspiegelung schien während 
dieser Zeit am Horizonte mehrere Male starke Brandung zu stehen, und Strom- 
kabbelungen gaben dem Wasser häufig den Anschein, als wenn flache: Stellen 
vorhanden wären, indessen wurde auf 230m- Tiefe kein Grund erreicht. .. 
Während der Nacht wurde mit Kurs auf Rich-Insel und 5 Sm Fahrt 
weiter gedampft und hierbei keine Stromversetzung: vorgefunden.. Am 16. No- 
vember Vormittags 8 Uhr bei klarem Wetter kam bereits der Pik auf Dampier- 
Insel in 80 Sm Entfernung in SWzW in Sicht, Rook-Insel wurde auf. 100 Sm 
Distanz und Long-Insel auf 75 Sm gesehen; diese Inseln kamen nachher wieder 
zeitweise aus Sicht, da sie durch dicke Wolkenhaufen verdeckt wurden. Weiter 
dampfend, wurde eine Versetzung nach Ost von 0,5 Sm pro Stunde- konstatirt; 
Rich-Insel kam in SW auf 30 Sm Entfernung in Sicht. Die hohen Berge von 
Neu-Guinea waren meistens durch Wolken verdeckt, wurden aber auch bereits 
auf. 80 bis 90. Sm Distanz gesehen (2 Vertonungen auf: Tafel 9): 
Veberall: passirte S. M. S. „Elisabeth“ große treibende Stämme, die kleinen 
Schiffen gefährlich werden können. 
Durch Observationen wurde festgestellt, dafs alle Inseln und Berge in 
der dortigen Gegend sowohl: nach Länge als Breite ganz genau in den Karten 
eingetragen sind; die observirten Bestecks stimmten stets mit den Peilungen 
überein; 
In der Nacht zum 17. November wurde südlich von Rich-Insel gestoppt 
und dabei keine wesentliche Versetzung erlitten, während nach Angaben des 
Kapt. Dallmann im Oktober. hier ein starker. Strom nach NW: gesetzt: hatte. 
Am 17. November: wurde bei klarem schönem Wetter nach Anweisung 
des Kapt:. Dallmann in den: Friedrich Wilhelms-Hafen an der Westseite der 
Taten 9) eingelaufen und. dort in 20m- Wasser geankert (Vertonungen- auf. 
afel 9). 
Ueber die Ansteuerung dieses Hafens ist Folgendes zu sagen: 
An: der Küste. liegen. viele kleine Inseln, und.ist es für Jemanden; der 
zum ersten Male hierher kommt, schwer, die: richtige Durchfahrt zu finden; 
wenn man von: NO: kommt, mufßs man sich besonders hüten, im den Kanal 
zwischen: Fischel- und Oertzen-Insel einzulaufen, der von Weitem sich am besten: 
markirt, während die richtige Dallmann-Durchfahrt zwischen Schering-Halbinsel 
und Fischel-Insel erst frei wird, wenn man sich weiter südlich befindet. Die 
erste. südlichste Durchfahrt ist die Dallmann-Einfahrt; der Hansemann-Berg 
erscheint beim Einlaufen: in ihrer Mitte. Von Norden kommend, erkennt man 
zuerst Follenius- und Oertzen-Insel. als solche, während Fischel-Insel noch mit 
Schering-Halbinsel zusammenzuhängen scheint; dann kommt hinter Follenius- 
Insel die kleine: Franz-Insel hervor, und man erkennt zwischen Oertzen- und 
Fischel-Insel die BE weiter zurück unter Land liegend. Von da 
ab, noch. ein gutes Stück südlich laufend, öffnet sich erst, nachdem die Durch- 
fahrt zwischen. Oertzen- und Fischel-Insel passirt ist, die: Dallmann-Einfahrt:; 
Diese. ist überall tief, und bietet die Weiterfahrt an der Hand der Hafenkarte 
keine Schwierigkeiten mehr. Der. Aufenthalt S. M. S. „Elisabeth“ dauerte bis 
zum 20. November; der Hafen wurde während dieser Tage- vermessen und‘ hier- 
nach.die Hafenkarte (Tafel 7) angefertigt. Die Inseln sind durchweg niedrig 
und. überall von dichtem Mangroven-Gebüsch. umgeben; hinter dem: vielfach. die 
Plantagen: der. Eingeborenen liegen. Der Boden ist korallinisch und’ nirgends
	        
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