Reisen S.M. S. „Elisabeth“ und S.M. Knbt. „Hyäne“,
„Hydne“ empfohlenen Platze in 11m Wasser in den Peilungen: Man-Insel Ost-
ecke mw. Nord, Mutter 0'/4S, Station S'AW. ;
Das Riff längs der Küste erstreckt sich kaum 200m heraus und zeigt
bei Niedrigwasser einige Steine und Korallenhügel über Wasser. Die Durch-
fahrt zur Landungsstelle ist für die gröfsten Boote ausreichend; sie ist offenbar
infolge eines dicht bei der Station einmündenden Baches mit frischem gutem
Wasser entstanden.
Nach Angabe des bereits mehrere Jahre in Kabakada anwesenden Traders
ist daselbst täglich nur einmal Hochwasser, und Zwar in jetziger Jahreszeit
Nachmittags zwischen 2 und 4 Uhr; der Unterschied zwischen. Hoch- und
Niedrigwasser beträgt .1 bis 1'/4 m. u
Der gute Ankergrund erstreckt sich von Kabakada aus noch weit nach
West. Die Riffe Conflict und Kabakada (Midway-Riff) konnten .bei der Kürze
der Zeit nicht aufgefunden werden, wurden auch bei der Ausfahrt nicht gesehen.
Das Wetter war schön mit leichtem südöstlichem Winde, das Barometer
stand zwischen 759mm und 761mm, das Thermometer zwischen 26,5° und 30,5° C.
Nachdem S. M. Knbt. „Hyäne“ von einer Tour nach Port Weber zurück-
gekehrt war, wurde am 10. November 11* a.m. unter Dampf in See gegangen,
westlich der Man-Insel, nördlich von Legelis shoal, welche Untiefe nicht gesehen
wurde, passirt und dann Kurs auf die Steffen-Strafse südlich von Sandwich-
Insel ‚genommen. Der Wind war östlich, aber oft ganz flau, so dafs nicht
gesegelt werden konnte; in der Nacht wetterleuchtete es ringsherum, und am
nächsten Morgen trat heftiges Gewitter mit ENE-Wind, Stärke 5—6, ein. Bei
Tagesanbruch klarte es auf, nur die hohen Berge von Newu-Irland blieben
bewölkt, und während des Tages regnete es über Land verschiedene Malo
stark. Beim Hellwerden kam‘ Sandwich-Insel mit Bendemann-Berg in Sicht,
der Strom hatte in 12 Stunden 8 Sm nach mw. WNW ‚gesetzt. Redlands-Insel
scheint ungefähr 1 Sm südlicher zu liegen und etwas gröfser zu sein, wie auf
Karte Tit. XII,. No. 119, angegeben. Archway-Insel ist ein ganz kleiner be-
wachsener Felsen.
Als gute Ansteuerungsmarken erwiesen sich Bendemann Pk. und auf
Neu-Hannover Stosch-Berg, dann etwas später besonders Dietert Pk., der für
die ganze Gegend bis Capsw ein vorzügliches Mark bildet. Mausoleum-Berg
wurde bei Nord-Kurs auf 25 Sm Entfernung gesichtet und ist auch von Nusa
aus noch gut auszumachen. Kap Jeschke am Eingange in die Stefen-Strafse ist
nur niedrig und konnte daher erst auf. 14 Sm Abstand deutlich ausgemacht
werden, Das Riff vor der Steffen-Strafse liegt so, wie in früheren Berichten
von S. M. Knbt. „Hyäne“ angegeben. Es wurde nur auf kurze Entfernung ge-
sehen. Es hat mehrere in der Wasserlinie liegende Steine; auf Karte Tit. XII,
No. 119, ist dasselbe gar nicht verzeichnet; daselbst stehen nur etwas südlicher
an zwei Stellen 4 Fad. Wasser eingetragen.
Kap Jeschke wurde gegen Mittag bei leichtem Stromo gegenan passirt;
dann wurde für die Weiterreise das Nusa-Fahrwasser gewählt, da dieses in der
Skizze von S. M. Knbt, „Hydne“, veröffentlicht in den „Ann. d. Hydr. etc.“, 1883,
Heft 1X, gut ausgelothet erscheint, die Nordeinfahrt nach Nusa nur 6m Wasser
hat und die Durchfahrt zwischen Nago und Hatmago (Einfahrts-Insel) gar nicht
vermessen war. .
S. M. Knbt. „Hydne“ voraus, wurde mit 4 Sm Fahrt in dies Fahrwasser
eingelaufen; es setzte aber gleich am KEingange, südwestlich von Delolawail,
so starker WSW-Strom, dafs das Schiff kaum steuerte und nach Peilungen des
Landes zeitweise achteraus ging. .. Starke Stromkabbelungen waren überall vor-
handen. Erst nachdem die Fahrt auf beinahe 6 Sm vermehrt war, wurde dieser
Theil der Strafse passirt. Die Eingeborenen kamen übrigens in Kanoes zahl-
reich längsseit und suchten Tauschhandel zu treiben; sie handhabten dabei ihre
Kanoes sehr geschickt. Weiter ist über dies Fahrwasser zu bemerken, dafs auf
der Strecke zwischen Delolawail und Kabotteron von S. M. Knbt. „Hyäne“ noch
nach Anfertigung oben genannter Karte in dem. ausgelotheten Dreieck zwei
Stellen mit 5m Wasser aufgefunden sind, die diese Strecke für grofse Schiffe
gefährlich machen, Sehr e»g und durch Riffe gefährdet, welche von Nainuk
(Globig-Insel). und von Lisseno weiter auslaufen, als auf der Karte angegeben,
ist die Passage zwischen diesen beiden Inseln, in der aufserdem mehrere Male
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