Reisen S.M. S. „Elisabeth“ und S. M, Knbt, „Hyäne“,
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Congo gegenüber Banana auf, wo man auf 14m Wasser noch bei Fluth stets
frisches Wasser erhält. . Dasselbe eignet sich wegen seines geringen Gehalts
an Kalksalzen ausgezeichnet zum Waschen und Kochen, als Trinkwasser wurde
g8 nicht verwendet,
5. Puerta da Lenha.!) Dieser Ort gilt für sehr ungesund und ist mitten
im Sumpf aufgebaut. Er besteht zur Zeit nur aus einem holländischen und
einem englischen Waaren-Depot. Die früheren französischen und portugiesischen
Faktoreien waren fortgeschwemmt. Der niedrige Grund und Boden ist durch
Pfahlwerk nothdürftig gegen das Fortreifsen durch den Strom geschützt, welcher
hier mit 4%/4 Knoten Geschwindigkeit vorbeiläuft. Trotzdem fällt es keinem
Menschen ein, hier regelmäfsig die Wasserstände zu beobachten, und man
konnte über Fallen und Steigen des Wassers nichts Zuverlässiges in Erfahrung
bringen. Es wurde oberhalb Puerta da Lenha ein Steigen des Wassers um
0,45m in vier Stunden und Eintritt von Niedrigwasser ca 1 Stunde später als
in Banana beobachtet. Der Wasserstand des Congo sollte gerade jetzt (De-
zember) besonders hoch sein, daher der Fluthwechsel gering.
Reise S. M. S. „Elisabeth“, Kommandant Kapt. z. See Schering,
von Sydney nach Matupi, sowie Fahrten und hydrographische
Beobachtungen auf diesem Schiffe und S. M. Knbt. „Hyäne‘“ an den
Küsten von Neu-Britannien, Neu-Irland und Neu-Guinea.
(Nach den Berichten des Navigationsoffiziers S. M.S. „Alisabeth“, Kapt.-Lieut. von Eickstedt, und
des Kommandanten S. M. Knbt. „Hyäne“, Korv.-Kapt. Langemak.)
(Hierzu die Tafeln 6, 7, 8 und 9.)
S.M.S. „Elisabeth“ verliefßs am 16. Oktober Nachmittags 2 Uhr den
Hafen von Sydney. In See wurde glattes Wasser und leichter nordwestlicher
Wind angetroffen; da in der Nähe der Küste der Strom, wie sich aus der
folgenden Tabelle ergiebt, stark nach Süden setzte, wurde Anfangs ONO, dann
Witterung und Strom auf der Reise von Sydney nach Matupi.
Datum
1884
Okt. 17
1‘
19
20
21
29
28
24
25
26
>7
28
29
„ 30
„ 31
xoy. 1
S.Br
‘3° 18°
20 9
20° 6 |
8° 5
6° 8’
24,0 27‘
920 35
21° 7
20° 17.
‘90 6
16° 43°
13° 58°
11° 50°
9° 10
6° 39
RO AA
O-Le
590 35%
740 50
55° 28
560 45
57° &
56° 4€*
57° 16°
6° 45%
36° 459
56° Fü
‚57° FL
56° 16°
520 53
4° 11°
‚53° 35’
1599 494
Wind
a. m.
D. M.-
x 2 | NNW 5—6
NW 4 1 SE 5—7
ESE 2—4 ESE 4
KSE 3—4 | E 3
NE3 E4NE 5—6
FR 2 NE5NNE &
NE 4—5 NE ?P—4
NE 3—4 NE =
Stille SSE ?
SE 8 ESE 3—5
.., 5—6 SE5ESE 5
5SE 5—6 | SE 5
" 5— X 5
5 6 ESE 4—6
ESE 4 | Veränder], Q-2
Veränderl. 0-—2
Strom (rw.)
Ss 5° W 28Sm
S35°W 4,
N74°W 32 ,
N40°W 12,
N449W 22 »
©80°W 18,
552° W 1°
3 »
N16°0 16,
N50° W lv»
555° W DS,
W 15 »
"60°W 22 „
85° W 19
78° W 17 »
NWlich I „ph.
Wetter
a. Mm,
p- m.
b-eustr | b eu str
bb | 'c.cunmi
ce cu eu ©
6 cu b
b cu b cu ci
ec cu ni c cu
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oni(r)q ccunif(r):
ce cu ni e ni b (r)
oni q (2) beucni(r
onib* ec cu ni
Bemerkungen
Die südliche Versetzung
,‚ als Folge zu viel ge-
- loggter Fahrt beim
Gegenandampfen an-
zusehen.
Adele-Insel passirt.
Nachts Wetterleuchten,
Nachts starke Gewitter.
5h 50m n, m. Matupi,
NO gedampft. Auf 31° S-Br und 155° O-Lg kam ESE-Wind in der Stärke
3-5 durch und gestattete, die Reise unter Segel fortzusetzen, das Wetter blieb
schön, das Barometer schwankte regelmäfsig zwischen 765mm und 768mm, Auf
‘) „Africa Pilot“, Part II, 1884, S. 99.