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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Reisen S.M. S. „Elisabeth“ und S. M, Knbt, „Hyäne“, 
197 
Congo gegenüber Banana auf, wo man auf 14m Wasser noch bei Fluth stets 
frisches Wasser erhält. . Dasselbe eignet sich wegen seines geringen Gehalts 
an Kalksalzen ausgezeichnet zum Waschen und Kochen, als Trinkwasser wurde 
g8 nicht verwendet, 
5. Puerta da Lenha.!) Dieser Ort gilt für sehr ungesund und ist mitten 
im Sumpf aufgebaut. Er besteht zur Zeit nur aus einem holländischen und 
einem englischen Waaren-Depot. Die früheren französischen und portugiesischen 
Faktoreien waren fortgeschwemmt. Der niedrige Grund und Boden ist durch 
Pfahlwerk nothdürftig gegen das Fortreifsen durch den Strom geschützt, welcher 
hier mit 4%/4 Knoten Geschwindigkeit vorbeiläuft. Trotzdem fällt es keinem 
Menschen ein, hier regelmäfsig die Wasserstände zu beobachten, und man 
konnte über Fallen und Steigen des Wassers nichts Zuverlässiges in Erfahrung 
bringen. Es wurde oberhalb Puerta da Lenha ein Steigen des Wassers um 
0,45m in vier Stunden und Eintritt von Niedrigwasser ca 1 Stunde später als 
in Banana beobachtet. Der Wasserstand des Congo sollte gerade jetzt (De- 
zember) besonders hoch sein, daher der Fluthwechsel gering. 
Reise S. M. S. „Elisabeth“, Kommandant Kapt. z. See Schering, 
von Sydney nach Matupi, sowie Fahrten und hydrographische 
Beobachtungen auf diesem Schiffe und S. M. Knbt. „Hyäne‘“ an den 
Küsten von Neu-Britannien, Neu-Irland und Neu-Guinea. 
(Nach den Berichten des Navigationsoffiziers S. M.S. „Alisabeth“, Kapt.-Lieut. von Eickstedt, und 
des Kommandanten S. M. Knbt. „Hyäne“, Korv.-Kapt. Langemak.) 
(Hierzu die Tafeln 6, 7, 8 und 9.) 
S.M.S. „Elisabeth“ verliefßs am 16. Oktober Nachmittags 2 Uhr den 
Hafen von Sydney. In See wurde glattes Wasser und leichter nordwestlicher 
Wind angetroffen; da in der Nähe der Küste der Strom, wie sich aus der 
folgenden Tabelle ergiebt, stark nach Süden setzte, wurde Anfangs ONO, dann 
Witterung und Strom auf der Reise von Sydney nach Matupi. 
Datum 
1884 
Okt. 17 
1‘ 
19 
20 
21 
29 
28 
24 
25 
26 
>7 
28 
29 
„ 30 
„ 31 
xoy. 1 
S.Br 
‘3° 18° 
20 9 
20° 6 | 
8° 5 
6° 8’ 
24,0 27‘ 
920 35 
21° 7 
20° 17. 
‘90 6 
16° 43° 
13° 58° 
11° 50° 
9° 10 
6° 39 
RO AA 
O-Le 
590 35% 
740 50 
55° 28 
560 45 
57° & 
56° 4€* 
57° 16° 
6° 45% 
36° 459 
56° Fü 
‚57° FL 
56° 16° 
520 53 
4° 11° 
‚53° 35’ 
1599 494 
Wind 
a. m. 
D. M.- 
x 2 | NNW 5—6 
NW 4 1 SE 5—7 
ESE 2—4 ESE 4 
KSE 3—4 | E 3 
NE3 E4NE 5—6 
FR 2 NE5NNE & 
NE 4—5 NE ?P—4 
NE 3—4 NE = 
Stille SSE ? 
SE 8 ESE 3—5 
.., 5—6 SE5ESE 5 
5SE 5—6 | SE 5 
"  5— X 5 
5 6 ESE 4—6 
ESE 4 | Veränder], Q-2 
Veränderl. 0-—2 
Strom (rw.) 
Ss 5° W 28Sm 
S35°W 4, 
N74°W 32 , 
N40°W 12, 
N449W 22 » 
©80°W 18, 
552° W 1° 
3 » 
N16°0 16, 
N50° W lv» 
555° W DS, 
W 15 » 
"60°W 22 „ 
85° W 19 
78° W 17 » 
NWlich I „ph. 
Wetter 
a. Mm, 
p- m. 
b-eustr | b eu str 
bb | 'c.cunmi 
ce cu eu © 
6 cu b 
b cu b cu ci 
ec cu ni c cu 
b b cu 
b ei b ei 
b b 
b eo cu 
c cu c cu 
c cu ce cu ni (r‘ 
oni(r)q ccunif(r): 
ce cu ni e ni b (r) 
oni q (2) beucni(r 
onib* ec cu ni 
Bemerkungen 
Die südliche Versetzung 
,‚ als Folge zu viel ge- 
- loggter Fahrt beim 
Gegenandampfen an- 
zusehen. 
Adele-Insel passirt. 
Nachts Wetterleuchten, 
Nachts starke Gewitter. 
5h 50m n, m. Matupi, 
NO gedampft. Auf 31° S-Br und 155° O-Lg kam ESE-Wind in der Stärke 
3-5 durch und gestattete, die Reise unter Segel fortzusetzen, das Wetter blieb 
schön, das Barometer schwankte regelmäfsig zwischen 765mm und 768mm, Auf 
‘) „Africa Pilot“, Part II, 1884, S. 99.
	        
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