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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Literarisches. 
besprochen, welches auch die verschiedenen gebräuchlichen Arten der Dar- 
stellung der Windverhältnisse — von Maury, Toynbee, Brault u. s. w. — 
erläutert. Kapitel 4 handelt von den Winden und Witterungsverhältnissen an 
den Küsten des Atlantischen. Oceans (13 Seiten). Der Luftdruck und dessen 
Beziehungen zu den Luftströmungen werden ihrer Wichtigkeit für den Seemann 
wegen ziemlich eingehend, wenngleich ganz elementar, behandelt (Kapitel 5, 
24 Seiten) und durch Karten und Diagramme erläutert, während im darauf 
folgenden Kapitel die weit minder wichtige Lufttemperatur kurz erledigt und 
bezüglich des Wassergehalts der Atmosphäre nur die Vertheilung der Nebel 
und Regen als praktisch bedeutsam etwas ausführlichere Darlegung findet 
“Kapitel 6, 3 und 9 Seiten). Der ganze Rest des meteorologischen Theiles des 
Segelhandbuchs, 170 Seiten, ist den Stürmen des Atlantischen Oceans gewidmet, 
welche in vier Kapiteln nach 9 Abschnitten behandelt werden; vorausgeschickt 
sind allgemeine Darlegungen, worin die Stürme in ausgedehnte Stürme und 
Lokal-Stürme gegliedert sind und die letzteren: Böen, Tornados und Wasser- 
hosen, mit einer Sammlung von Beispielen abgehandelt werden; die weiteren 
Abschnitte sind: (2) die Böen der äquatorialen Mallungen und des Passatgebiets, 
(3) die Wirbelstürme der Tropenzone (Kap Verden und Westindien), (4) die 
Stürme über dem westlichen "heile des Nordatlantischen Oceans zwischen 23° 
und 40° N-Br (Golfstrom und Mex, Golf), (5) dgl. auf dem östlichen Theile 
derselben Zone (Madeira ete.), (6) Stürme nördlich von 40° Breite, (7) Stürme 
im östlichen Theile des Südatlautischen Oceans (Kap der guten Hoffnung), 
8) Stürme auf der Mitte dieses Oceans und (9) Stürme im westlichen Theile 
desselben (vor dem La Plata und bei Kap Horn). Aus allen diesen Meeres- 
theilen wird durch Auszüge aus den Beobachtungen der für die Deutsche See- 
warte Journal führenden Schiffe reichhaltiges Material an interessanten Bei- 
spielen dem Leser vorgeführt; durch diese Auszüge wird ein beträchtliches 
Stück der unter den schwierigsten Verhältnissen geleisteten Beobachtungsarbeit, 
welcher sich unsere Seeleute freiwillig in meist vortrefflicher Weise unterziehen, 
ihren Mitbrüdern, wie dem allgemeinen Publikum, zugänglich gemacht; zur 
Beurtheilung des Charakters der Stürme und dessen, was der Seemann in dieser 
Hinsicht in dem Meerestheil, wo er sich befindet, oder wohin er segelt, erwarten 
kann, geben diese Auszüge nicht nur sehr wichtiges, sondern in manchen 
Meerestheilen, welche noch nicht einer Specialuntersuchung unterworfen wurden, 
sogar das einzige Material, natürlich neben den allgemeinen Darlegungen über 
die Stürme der betreffenden Breiten, Für die Stürme nördlich von 40° N-Br 
und jene am Kap der guten Hoffnung, sowie die westindischen Orkane, lagen 
übrigens umfassende Specialuntersuchungen vor, insbesondere jene von Hoff- 
meyer, Toynbee und Vines, welche ausgiebig benutzt wurden. 
Die übrigen Kapitel des ersten Theiles behandeln die Anwendung der 
Lehre vom Magnetismus in der Navigation (20 Seiten), Gebrauch und Behand- 
lung des Schiffs-Chronometers auf See (14 Seiten), die Ebbe- und Fluth-Erschei- 
nungen (27 Seiten) und die Wale des Atlantischen Oceans und ihre Verbreitung 
(13 Seiten); die beiden letztgenannten Abschnitte sind von Herrn Prof. Dr. Börgen 
in Wilhelmshaven und von Herrn Direktor Dr. Bolau in Hamburg bearbeitet, 
während alle übrigen Kapitel des Handbuchs von Beamten der Seewarte her- 
gestellt sind, 
Der zweite, fast 200 Seiten umfassende praktische "Theil des Buches ist 
den eigentlichen Segelanweisungen gewidmet. Auch dieser "heil stellt sich 
nach Form und Inhalt in vielen Hinsichten anders dar, als die älteren An- 
weisungen dieser Art, obgleich das Bestreben wohl nicht verkannt werden wird, 
bewährten Rathschlägen und Angaben auch aus früherer Zeit den gebührenden 
Platz zu lassen. Die Abweichungen bestehen namentlich in der stetigen Rück- 
sicht auf die Veränderlichkeit der Witterungsumstände, gegenüber der früheren 
allzugrofsen Betonung der künstlichen, in der Wirklichkeit nur vorübergehend 
zutreffenden Mittelwerthe, sowie in der neuen Behandlung mancher sonst wenig 
bekannten, jetzt sehr wichtigen Routen nach dem Material, das der Seewarte 
in den letzten Jahren von deutschen Schiffen zugegangen ist; so der Route 
nach dem Golf von Guinea u. a. Die Beläge für die ertheilten Rathschläge 
sind sämmtlich dem Materiale der Seewarte, gröfstentheils aus der neuesten 
Zeit, entlehnt. Die behandelten Routen sind:
	        
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