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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Literarisches, 
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Der Finder der Flasche bemerkt in einem Schreiben an das Deutsche 
Konsulat in Apia, welches der Seewarte von dort ebenfalls übermittelt ist, dafs 
während der Zeit vom 1. Juli bis 1. Oktober 1884, als die Flasche. im Treiben 
war, auf der Ellis-Gruppe beständig ein starker SE-Passat herrschte. 
Literarisches. 
Deutsche . Seewarte: Segelhandbuch für den Atlantischen 
Ocean. Mit einem Atlas von 36 Karten. Herausgegeben von der Direktion. 
Mit zahlreichen in den Text gedruckten Holzschnitten und 9 Steindruck- Tafeln. 
Hamburg, L. Friederichsen & Co., 1885, gr. 8°, X und 595 Seiten (das Buch, 
und 1882, 36 Tafeln nebst 11 Seiten Text in gr. Fol., der Atlas). 
Die Ausarbeitung und Herausgabe von Segelhandbüchern für die einzelnen 
Oceane nahm von Anfang an eine wesentliche Stelle im Programm der Deutschen 
Seewarte ein. Als erster Gegenstand wurde naturgemäls der Atlantische Ocean 
gewählt, und wurde mit den Vorarbeiten schon 1875 begonnen. Mancherlei 
Umstände machten indessen einen Aufschub in der Herausgabe des Werkes 
nothwendig, so dafs zunächst 1882 die zugehörige Kartensammlung als Atlas 
mit kurzem erläuterndem Text herausgegeben wurde. Wiewohl schon damals 
der größte Theil des Manuskripts fertig vorlag, brachte der durch weitere 
Arbeiten auf diesem Gebiete erzeugte Wunsch nach gründlicher Umarbeitung 
einiger Theile unter neuen Gesichtspunkten und Erweiterung anderer eine 
fernere Verzögerung der Herausgabe des Buches selbst um mehr als zwei Jahre 
hervor, eine Verzögerung, welche zwar im augenblicklichen Interesse der deut- 
schen Seefahrer bedauert werden kann, aber dem Buche inhaltlich gewifs zum 
Vortheil gereicht hat. . 
Da die werthvollen Publikationen des niederländischen und des britischen 
Instituts für maritime Meteorologie mehr den Charakter eingehender Bearbeitungen 
bestimmter Theile des Gegenstandes, als jenen zusammenfassender Darstellungen 
des ganzen nautisch-meteorologischen Stoffes für den Seemann tragen, so lälst 
sich die vorliegende Publikation am meisten mit den alten berühmten „Sailing 
Directions“ von Maury und den neueren, auch unter den deutschen Seeleuten 
30 weit verbreiteten, englischen privaten Segelhandbüchern von Findlay, 
Rosser etc. vergleichen. Der Vergleich mit den ersteren zeigt die Umgestaltung, 
welche die Meteorologie während des letzten Vierteljahrhunderts, seit der Be- 
gründung ihres maritimen Zweiges durch Maury, erfahren hat, hauptsächlich 
infolge der Wettertelegraphie und der synoptischen Karten. . Von den erwähnten 
englischen Handbüchern weicht das vorliegende darin ab, dafs die geographischen 
Beschreibungen der Küsten, Häfen und Inseln, welche in jenen einen so grofsen 
Raum einnehmen, hier fehlen, dagegen der meteorologische und physikalische 
Theil, namentlich die Abschnitte über die Stürme, eine viel gröfsere Ausdehnung 
erhalten hat und durchweg, wie dieses auch bei einem Staatsinstitut zu ver- 
langen ist, mehr Kritik in der Benutzung freinder Quellen und mehr selbst- 
ständige Arbeit angewandt ist. 
Das Werk beginnt mit einer Einleitung von 37 Seiten, in welcher die 
physikalischen Verhältnisse, die Meerestiefen, die Vertheilung der Temperatur 
and des specifischen Gewichtes im Meerwasser und die Strömungsverhältnisse 
geschildert werden, unter Beigabe einer Tiefenkarte des Nordatlantischen Oceans, 
welche die im Atlas gegebene theilweise zu ersetzen bestimmt ist. Das folgende, 
mit „allgemeine Uebersicht der Windverhältnisse auf dem Ocean“ betitelte 
Kapitel von 10 Seiten ist hauptsächlich der Text zu zwei, nach theilweise neuer 
Methode ausgeführten, Windkärtchen vom Atlantischen Ocean, welche ein an- 
schauliches Bild zugleich der Richtung, Stärke und Beständigkeit der Winde 
auf dem Ocean im Januar und Juli zu geben bestimmt sind. Die Windkarten 
der vier Jahreszeiten, welche der Atlas enthält, werden im dritten Kapitel 
mg
	        
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