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Vergleichende Uebersicht etc., Dezember 1884.
andete in der Nähe dieses Punktes, wo ein höchster Barometerstand von
766,5 mm beobachtet wurde, in leichte Mallung. Nachdem diese für nahezu
ine Wache lang angehalten hatte, stellte sich noch wieder ein frischer NE-Wind
ein, von dem „Bonito“ bis zum 17. Oktober nach 36,4° N-Br in 65° W-Lg
begleitet wurde. Nördlich von diesem Punkte walteten westliche Winde vor.
Die Reise nahm bei ihnen einen rascheren Verlauf, und ohne dafs sich ferner
Nennenswerthes ereignete, segelte „Bonito“ bis zum 2. November zur Länge
von Lizard. Es waren damals 33 Tage seit der Abfahrt von Kap Haytien
verflossen. 30° N-Br war in 76° W-Lg am 4. Oktober, 40° N-Br in 51,4° W-Lg
am 22. Oktober, 70° W-Lg in 36,5° N-Br am 14. Oktober, 60° W-Lg in
37,7° N-Br am 19. Oktober, 50° W-Lg in 40,7° N-Br am 23. Oktober und
30° W-Lg in 44° N-Br am 27. Oktober gekreuzt worden.
Vergleichende Uebersicht der Witterung des Monats Dezember 1884
in Nordamerika und Centraleuropa.
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte,)
Nach der „Monthly Weather Review“ des „Signal Office“ in Washington
und der von der Deutschen Seewarte ausgearbeiteten Uebersicht der Witterung
stellen wir im Folgenden die Hauptzüge im Witterungs-Charakter des Monats
Dezember 1884 in Nordamerika und Centraleuropa einander gegenüber.
Centraleuropa.
1. Die Häufigkeit tiefer baro-
metrischer Depressionen, welche in
den ersten zwei Dekaden fast aus-
pahmslos von Schottland aus ostwärts
fortschritten (Zugstrafsen II und I).
Am 20. schlug plötzlich eine tiefe und
intensive Depression den höchst un-
gewöhnlichen Weg von den Shetlands
über das Rheingebiet hiuweg nach
Italien ein, wobei das Barometer in
[talien auf 736mm herabging.
Das Vorherrschen hohen Luft-
druckes in den ersten zwei Dekaden
über dem Mittelmeergebiete, in der
äritten über Nord- und Centraleuropa.
Nordamerika,
1. Die geringe Zahl barometrischer
Minima, welche alle nordöstlich vom
Mississippi-Thale das Gebiet durch-
zogen. Bine Anzahl Depressionen
bewegte sich im Norden durch Britisch
Amerika von Westen nach Osten
und hatten auf die Aenderungen des
Wetters erheblichen Einfluß. Zwei
pflanzten sich von der nordpacifischen
Küste südostwärts nach den Golf-
staaten fort und schlugen dann eine
nordöstliche Bahn ein,
Die mäfsige Anzahl barometrischer
Maxima, welche zuerst beobachtet
wurden nördlich von Montana, oder
von der pacifischen Küste sichnäherten,
and welche das Gebiet in östlicher
und südöstlicher Richtung durchzogen.
2. Das nordöstlich einer Linie
von Nordwest-Montana um 1!/2—2 mın
zu hohe, südwestlich davon um 4 bis
)'/zmm zu niedrige Monatsmittel des
Luftdruckes. Die Barometerschwan-
kungen waren am gröfsten in den
Distrikten vom oberen Mississippi-
Thal ostwärts nach der Küsto von
Neu-England, am geringsten an der
Südgrenze des Gebietes.
2. Das zu geringe Monatsmittel
des Luftdruckes, welches in Central-
europa 2—5mm unter dem Normal-
werthe lag. Die in Norddeutschland
nahezu normale, im Süden etwa um
Us zu grofse Monatsschwankung des
Barometers.
3. Die unruhige Witterung in der
letzten Hälfte des Monats in dem
3. Der unruhige Witterungs-
charakter der ersten zwei Monats-