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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

172 Eingänge von meteorologischen Journalen etc.,, November 1884, 
Länge des Kap Horn am 29. Juli abgefahren und hatte sich am Mittage des 
22. August in 21,9° S-Br und 28° W-Lg befunden, während gleichzeitig 
„Atalanta“ in 22,2° S-Br und 32,7° W-Lg stand. Diese Bark segelte damals 
zachon bei dem vor etwa 4 Stunden durchgekommenen SE-Passat, während 
„Fortuna“ noch 30 Stunden durch leichte Mallung und Stille zurückgehalten 
wurde und erst dann den Passat antraf. 
Der SE-Passat ging bei „Atalanta“ in nördlicher Breite nicht, wie es 
bei „Fortuna“ geschak, unmittelbar in den SW-Monsun über, sondern als jene 
Bark sich am 4. September in der Nähe von 8,7° N-Br und 38° W-Lg befand, 
veränderte sich dort der ganz schwach gewordene Wind nach N, um nach einem 
Tage in Stille zu enden. Als „Atalanta“ später bei leichter, meist westlicher 
Mallung bis zum 7. September nach 10,2° N-Br in 38,4° W-Lg vorgerückt war, 
stellte sich der NE-Passat ein, bei dem sich für eine Zeit lang eine recht 
erwünschte Fahrt erzielen liefs. Nördlich von 20° N-Br wurde der Passat 
jedoch schwach und unbeständig, in dieser Weise anhaltend, bis der Schiffsort 
am 22, September 28,5° N-Br in 64,5° W-Lg geworden war. Als sich der 
Wind dort nach SE veränderte, zeigte das Barometer auf 764,1 mm, zwei Tage 
später wurde unweit 32° N-Br in 69° W-Lg ein höchster Stand von 769,0 mm 
abgelesen. Auf dem nördlich vom Passatgebiet liegenden Reiseabschnitt trat 
„Atalanta“ später auch noch vorwiegend östliche Winde an. Bei mäfsigem 
SE-Winde wurde auch am 30. September ein Ankerplatz in der Nähe des Be- 
stimmungshafens erreicht. Es waren, um vom Abgangshafen aus dahin zu ge- 
langen, 112 Tage erforderlich gewesen. Im Nordatlantischen Ocean hatte man 
31 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 38,4° W-Lg am 6. September, 
20° N-Br in 50,8° W-Lg am 13. September und 30° N-Br in 67° W-Lg am 
24. September überschritten. Obgleich „Atalanta“, wie schon erwähnt, in nörd- 
licher Breite einen südwestlichen Monsun nicht angetroffen hatte, wurde im 
Stillengürtel doch ein beträchtlicher Oststrom beobachtet. Die Bark wurde durch 
denselben in 48 Stunden 53 Sm nach Osten versetzt. Der Mitsegler „Fortuna“ 
grreichte 30° N-Br in 35° W-Lg am 22. September und den Kanal am 
12. Oktober. 
J). Reise des Hamburger Dreimastschoners „Johann Hinrich“, Kapt. N. Meyer. 
Der Dreimastschoner „Johann Hinrich“, welcher am 8. Februar 1884 von 
der Elbe aus eine Reise nach Callao antrat, befand sich am 16. Februar bei 
Lizard. An demselben Tage stand dort auch die nach Zanzibar bestimmte 
Hamburger Bark „Suaheli“, und suchten dann beide Schiffe unter ähnlichen, 
schon an anderer Stelle erwähnten Verhältnissen nach Süden hin vorzudringen, 
Am 20. Februar überstanden beide Mitsegler einen orkanartigen Weststurm, 
Als sich derselbe gemäfsigt hatte, hielt sich der Wind noch für längere Zeit 
im westlichen Halbkreise. „Johann Hinrich“ konnte bei demselben eine be- 
deutend raschere Fahrt erzielen als der Mitsegler, so dafs als Folge davon der 
Standpunkt des Schoners am 2. März in 28,2° N-Br und 18,8° W-Lg war, 
während gleichzeitig „Suaheli“ noch in 37,6° N-Br und 13,8° W-Lg stand. 
Indem sich der stürmisch wehende Wind an diesem Tage bei „Johann Hinrich“ 
von NNW durch N nach NNE veränderte, entstand aus demselben der Passat. 
Die polare Grenze desselben schien in etwa 27,8° N-Br und 19° W-Lg zu liegen, 
Der dort 763,2 mm betragende Luftdruck erreichte zwei Tage später einen 
anweit 22° N-Br in 22,5° W-Lg abgelesenen höchsten Barometerstand von 
768,8 mm. Bei dem sehr kräftig und beständig wehenden NE-Passat segelte 
„Johann Hinrich“ bis zum 12. März zu der in 1,1° N-Br und 25,8° W-Lg 
liegenden äquatorialen Passatgrenze. Und von dort führte ein leichter nörd- 
licher Zug das Schiff bis zum 14. März zu der in 26,1° W-Lg überschrittenen 
Linie. Um zu derselben vom Kanal her zu gelangen, waren 27 Tage erforderlich 
gewesen. 40° N-Br hatte man in 16,3° W-Lg am 26. Februar, 30° N-Br in 
17,4° W-Lg am 1. März, 20° N-Br in 24,3° W-Lg am 5. März und 10° N-Br 
in 26,2° W-Lg am 8. März gekreuzt. Die Bark „Suaheli“ erreichte den Aequator 
in 26,8° W-Lg am 17. März. Die eiserne, von Newcastle nach Zquique be- 
stimmte Hamburger Bark „Dione“, welche sich am 6. Februar bei Lizard be- 
fanden hatte, verliefßs die nördliche Halbkugel in 26,5° W-Lg am 13. März. 
Und die auf einer Reise von Hamburg nach Valparaiso begriffene eiserne
	        
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