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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc, November 1884. 169 
diesem Parallele der Wind mit passatähnlicher Beständigkeit. Kin höchster 
Luftdruck von 770,8mm wurde unweit 32° N-Br in 188° W-Lg abgelesen, 
Der Passat begleitete „Atalanta“ bis nach 6,1° N-Br in 25° W-Lg. An dem- 
selben Tage, an welchem der Stillengürtel. hier von dieser Bark betreten wurde, 
erreichte ihn auch „Teutonia“ in 5,1° N-Br und 25,5° W-Lg. Am 22. November 
stellte sich bei beiden Schiffen, bei „Atalanta“ in 5,6° N-Br und 25,2° W-Lg, 
bei „Teutonia“ in 4,8° N-Br und 25,6° W-Lg, der SE-Passat wieder ein, bei 
dem jene Bark bis zum 26. November zu der in 30,2° W-Lg überschrittenen 
Linie segelte. „Teutonia“ hatte die nördliche Halbkugel in 29,5° W-Lg schon 
am 25. November verlassen. Für beide Schiffe waren, um vom Kanal aus die 
Linie zu erreichen, 25 Tage erforderlich gewesen. „dtialanta“ hatte: 40° N-Br 
in 14,4° W-Lg am 6. November, 30° N-Br in 20,1° W-Lg am 10. November, 
20° N-Br in 24,6° W-Lg am 16. November und 10° N-Br in 25,7° W-Lg am 
20. November gekreuzt. Die Papenburger, nach San Juan del Sur bestimmte 
Bark „Maria“, welche von 50° N-Br am 831. Oktober abgefahren war, erreichte 
südliche Breite in 30,2°. W-Lg ebenfalls am 25. November. 
Im Südatlantischen Ocean wurde „Atalanta“ von kräftigem beständigem 
Passate begünstigt. Derselbe wurde jedoch schon unweit 13,5° S-Br flau und 
endete, als die Bark sich am 3. Dezember in der Nähe von 16° S-Br und 
35,6° W-Lg befand. Der schwache Wind ‚veränderte sich dort bei auf 764,7 mm 
gestiegenem Barometerstand nach NE und im Laufe des nächsten Tages weiter 
nach N. Bei regnerischem Wetter, Gewitter und auf 761,0 mm gesunkenem 
Luftdrucke erfolgte dann am 5. Dezember unweit 19,5° S-Br eine ganz rasche 
Drehung des Windes durch W: und S nach SE zurück. Indem sich der Wind 
nach derselben für längere Zeit im südöstlichen Viertel hielt, nahm der Luft- 
druck bis auf einen unweit 25,5° S-Br in 41,8° W-Lg abgelesenen höchsten 
Stand von 770,0 mm zu. Ein ähnlicher Rundlauf wurde später noch einmal vom 
Winde ausgeführt, in dem, als die Richtung des Windes eine westliche geworden, 
die Windstärke nur eine sehr geringe und der Luftdruck auf 757,0 mm gesunken 
war, Nachdem schliefslich noch. einmal eine Drehung des Windes nach NE 
beobachtet worden war, ging der Wind am 15. Dezember in der Nähe von 
37,5° S-Br und 52,8° W-Lg in Stille über, auf‘ die am nächsten Tage ein 
längere Zeit anhaltender schwacher SW-Wind folgte. Bei demselben mufste 
man fast den ganzen noch übrigen Theil des Weges bis zum Parallel von 
50° Süd zurücklegen. Am 27, Dezember, dem 31. bis dahin in südlicher Breite 
zugebrachten Tage, gelangte „Atalanta“ nach 50° S-Br in 63,8° W-Lg, Auf 
dem Wege zu diesem Punkte war: 10°. S-Br in 33,8° W-Lg am 30. November, 
20° S-Br in 37,4° W-Lg am 5. Dezember, 30° S-Br in 45,2° W-Lg am 10. De- 
zember und 40°. S-Br in 55° W-Lg am 18. Dezember gekreuzt worden. Der 
Mitsegler „Maria“ erreichte 50° S-Br in 63,2° W-Lgy am 29. Dezember; Als 
„Atalanta“ 50° S-Br überschritt, befand sich die Bark „Teutonia“ in 42° S-Br 
und 44,5° O-Lg. 20° S-Br war von „Maria“ in 34,9° W-Lg am 3. Dezember 
und von „Teutonia“ in 26,8° W-Lg am 4. Dezember überschritten worden. 
Am Mittage des 15. Dezember war der Schiffsort von „Atalanta“ in 37,6° S-Br 
und 52,8° W-Lg und der von „Maria“ in 37,8° S-Br und 51,4° W-Lg gewesen. 
Am 1. Januar 1884 durchsegelte „Atalanta“ die Strafse le Maire bei 
frischem nordwestlichem Winde, . Der Mitsegler „Maria“ that dasselbe am 
folgenden Tage bei ähnlicher Gelegenheit. Bei der Umsegelung des Kap Horn 
wurde „Atalanta“ auch noch zunächst für einige Tage durch mäfsigen NW-Wind 
begünstigt, Das Barometer, welches am 31. Dezember in 52,8° S-Br und 
64° W-Lg auf den verhältnifsmäfsig hohen Stand von 763,5 mm gezeigt, das 
seitdem aber stetig und langsam gefallen war, erreichte, als „Atalanta“ bis 
zum 4. Januar nach 58,6° S-Br in 71,4° W-Lg vorgerückt war; einen niedrigsten 
Stand von 730,5 mm. Kurze Zeit nachdem dieser abgelesen worden war, ver- 
änderte sich der bis dahin nur sehr mäfsige Wind nach SW, und indem derselbe 
nun aus dieser Richtung Hagel- und Schneeböen herbeiführte, wurde er stürmisch. 
Die bei ihm mit B-B.-Halsen segelnde Bark gelangte dann bis zum 6. Januar 
nach 56,5° S-Br in 75,5° W-Lg. Der Mitsegler „Maria“, bei dem sich am 
5. Januar südwestlicher Wind eingestellt hatte, konnte denselben infolge seines 
östlicheren und nördlicheren Standpunktes nicht so ausnutzen wie „Atalanta“ 
und befand sich daher am 6. Januar noch in 564° S-Br und 6718° W-Le. Der
	        
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