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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

160 ‚Eingänge vor meteorologischen Journalen ete,, November 1884, 
angetroffen, doch wehte derselbe dort nur für kurze Zeit. Nur die letzten 
beiden Tage der Reise wurden von kräftigem NE-Winde begünstigt, und bei 
solchem erreichte man auch am 13, August die Mündung des Delaware-Flusses. 
Während der in 34 Tayen vollendeten, durch keinen Sturm beunruhigten Fahrt 
über den Ocean war: 30° W-Lg io» 52° N-Br am 17. Juli, 50° W-Lg in 43,2° 
N-Br am 30. Juli, 60° W-Lg in 42,5° N-Br am 7. August und 70° W-Lg in 
40,1° N-Br am 12. August überschritten worden. Die norwegische, das meteoro- 
logische Journal der Seewarte führende Bark „Ariadne“, Kapt. Johanssen, 
welche, auf einer Reise von Kopenhagen nach New- York, begriffen, sich am 
12. Juli in Sicht von Fair Island befunden hatte, erreichte ihren Bestimmungs- 
platz am 28. August. 
Nachdem der „George Washington“ in Philadelphia entlöscht und aufs 
Neue mit Petroleum beladen worden war, verliels derselbe am 18. September 
den Delaware wieder, um nach Hamburg zurückzukehren. Man vollendete diese 
Reise bei umlaufenden Winden von mäfsiger Stärke, die zwar vorherrschend 
westlich waren, aber auch nicht selten aus östlicher Richtung wehten. Stürme 
oder andere nennenswerthe Ereignisse wurden nicht beobachtet. Das Schiff 
kreuzte 70° W-Lg in 38,3° N-Br am 21. September, 60° W-Lg in 39,8° N-Br 
am 25. September, 50° W-Lg in 41° N-Br am 29. September und 30° W-Lg 
in 46° N-Br am 6. Oktober. Am 19. Oktober, 31 Tage später als die offene 
See erreicht worden war, befand sich „George Washington“ in Sicht von Lizard, 
Die norwegische Bark „Ariadne“, welche New- York am 21. September verlassen 
hatte, erreichte den Kanal am 23. Oktober. 
3, Reise der Hamburger Bark „Hannover“, Kapt. P. Breckwoldt. 
Am 30. Juli 1883, dem neunten Tage einer Reise von Hamburg nach 
Melbourne, befand sich die Bark „Hannover“ in der Nähe von Lizard, 
Umlaufende Westwinde führten dieselbe bis zum 2. August nach 46° N-Br in 
10° W-Lg, einem Punkte, in dessen Nähe der sich kurze Zeit vorher durch S 
nach SE verändernde Wind bis zum ganz leisen Zuge abnahm, Nachdem dieser 
einige Wachen angehalten hatte, trat ein langsam auffrischender NE-Wind an 
dessen Stelle, der später unmerklich in den NE-Passat überging. Eine nördliche 
Grenze dieses Windes ist nach den im Journal angegebenen Beobachtungen 
kaum erkennbar. Das Barometer, welches unweit 45° N-Br einen höchsten 
Stand von 768,7 mm gezeigt hatte, war unweit 40° N-Br auf 762,3 mm gesunken, 
um dann wieder bis auf ein unweit von 34,5° N-Br in 17° W-Lg abgelesenes 
Maximum von 769,6 mm zu steigen. Der mäfsige Wind wehte dabei stetig aus 
nordnordöstlicher und nördlicher Richtung. Von dem nicht sehr kräftig 
wehenden Passat wurde „Hannover“ bis zum 18. August nach 13,5° N-Br in 
29° W-Lg geführt, Derselbe endete in der Nähe dieses Punktes, indem er flau 
wurde und sich dann in ungewöhnlicher Drehung durch E und S nach SW 
veränderte. Die Bark erreichte in dieser Weise den SW-Monsun, ohne dafs 
vorher von Mallung eine Spur angetroffen wurde. Bei dem nach kurzer Zeit 
auffrischenden, von starker Ostströmung begleiteten Westmonsun segelte 
„Hannover“ mit St. B-Halsen,' bis der Schiffsort am 29. August 0,6° N-Br in 
11,4° W-Lg geworden war. In diesem ungewöhnlich weit östlich gelegenen 
Punkte wurde gewendet und dann schon am nächsten Tage die in 13° W-Lg 
überschrittene Linie erreicht. Um zu derselben vom Kanal her zu gelangen, 
waren 31 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br 
in 14° W-Lg am 5. August, 30° N-Br in 19,2° W-Lg am 10. August, 20° N-Br 
in 25,8°, W-Lg am 15. August und 10° N-Br in 27,5° W-Lg am 20. August 
gekreuzt. Die nach Singapore bestimmte Hamburger Bark „Patagonia“, welche 
den Kanal am 29. Juli verlassen hatte, erreichte den Aequator in 25,3° W-Lg 
am 28, August. Am Mittage des 7, August hatte sich „Hannover“ in 36,5° N-Br 
and 16,3° W-Lg und „Patagonia“ in 36,5° N-Br und 17,2° W-Lg befunden, 
Bei dem während der nächsten Tage wehenden NE-Winde gewann die letztere 
Bark gegen den Mitsegler schon bedeutend. Die Bark „Hannover“, welche 
infolge ihres östlichen Standpunktes im Südatlantischen Ocean anfänglich einen 
sehr schralen SE-Passat antraf, segelte bei diesem sonst kräftig und beständig 
wehenden Winde bis zum 11. September nach 29° S-Br in 30° W-Lg. Erst in 
der Nähe dieses Punktes veränderte sich der noch immer frische Wind bei auf
	        
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