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Horizontale Intensität des Erdmagnetismus zu Wilhelmshaven,
erhebliche Differenz gegen die Beobachtungen mit kurzer Schiene. Die Frage,
welches Instrument die richtigen Intensitäten gab, wäre damit zu Gunsten des
Lamont’schen Theodoliten entschieden gewesen, wenn nicht die grofse Zuver-
lässigkeit der Bestimmungen mit Kohlrausch’s Bifilar Anlafs wurde, Beobach-
jungen mit einem vierten Instrument anzustellen.
Die Resultate mit dem Theodolit der Nordexpedition, an deren Richtigkeit
keine Zweifel zu hegen waren, stimmten mit den Angaben des Kohlrausch’schen
Bifilars sehr nahe überein, und es ergab sich nun auch, worin der Fehler in
der Konstantenbestimmung des zur grofsen Ablenkungsschiene gehörigen Mag-
neten I lag. Aufser einem ganz unerwartet grofsen Induktionskoefficienten
fällt nämlich noch der Umstand sehr ins Gewicht, dafs die abgelenkte kleine
Nadel um ca 14mm über dem Ablenkungsmagneten hängt. Dieser Umstand,
der weder von Lamont noch auch von neueren Konstrukteuren magnetischer
Theodoliten, wie Bamberg, genügende Beachtung gefunden zu haben scheint,
ist einerseits geeignet, ganz erhebliche Fehler in die Bestimmung von k einzu-
führen, andererseits kann ein geringer Unterschied in der Höhe der abgelenkten
Nadel — wie dies bei den magnetischen Beobachtungen der Polarstation auf
Süd-Georgien erkannt ist — eine nicht zu unterschätzende Quelle von Unsicher-
heiten bei der Bestimmung von X werden.
Befindet sich der abgelenkte Magnet um ein Stück f über dem Ablenkungs-
magneten, so ist für die Ablenkungen zur Bestimmung von k bei Schiene
Ost— West die Formel in Lamont’s Handbuch, pag. 35, zu verwenden:')
X.
hg =1+E+A+--.-
ff? 45f* , 35 f9
A A
ME 45 1° M6_ !
Tel EM U 4LEM
1f of? Ms f? MM |,
a at
Analog findet man bei Schiene Nord—Süd:
4 4
Sing == 1+5+X+ ....
312 15f* , 35f®
Bag atust
ea
e*14 e? M 2 e* M ©
E05
4U16 e* M e? M M'
Mit Benutzung dieser Formeln ergiebt sich der Ausdruck für k:
k= 74 (SE) A
e ee?) 141? 3 sin + 8sinW‘—n" (3sing +8 sin @°)
worin die Lamont’schen Bezeichnungen beibehalten worden sind. Die an den
Faktor Q bei Lamont anzubringende Korrektion ist demnach:
f? m
— Ba II (1—n*) n*
für f = 14, e = 225 wird dieselbe — 0,00117; demnach der definitive Werth:
log k = 0,03709.
1) Die dort gegebene Formel enthält einen Fehler, da alle Glieder, welche £ enthalten, noch
mit 2 zu dividiren sind.