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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

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Vergleichende Uebersicht etc., November 1884. 
5. Die hohe Wärme des Monats im 
Westen des Gebiets, Die Abweichungen 
vom Normalwerth betrugen im Mittel 
der einzelnen Distrikte: 
Neu-England, . . . + 0,3°C. 
Mittl. Atlant. Staaten ‘' 0,” 
Südl. ” ” ; 
Florida . 2. 2.2.4 
Destliche Golfstaaten. 
Westliche % 
Rio Grande-Thal . . 
Ohio-Thal u. Tennessee 
Untere Seenregion. . 
Obere ” . 
Oberes Mississippi-Thal 
Missouri-Thal . . . 
nördl. Theil 
Felsen- mitt] 
T ; 
gebirge südl. » 
Nördliches Plateau 
Südliches % © 4 2 
Pacitischef nörd!- Theil + 17 
Küste way ‘a 
\siüdl. > +09 
5. Der eigenthümliche Gang der 
Temperatur, welche während der 
zweiten Pentade in der ganzen Nord- 
hälfte des Gebiets sehr hoch (6°—8° 
über normal) war, dann aber schnell 
sank, so dafs vom 13. ab Fröste und 
Schneefälle in fast ganz Centraleuropa 
vorherrschten. Die Abweichung des 
Monatsmittels betrug: 
1. Nord- f a. östliches .— 24°C. 
deutsches; b. mittleres — 11 
Tiefland l c. westliches 
2. Mittel- | a. östliches 
deutsches 7 b. mittleres 
Hügelland | ce. westliches . —- 
N a. Bayern . .— 
S Süd- | Württemberg — 
eutsch- B dA 
lang | Baden. . .— 
d.linksrhein. Geb. — 
4. Dänemark . . . . 
5. Niederlande . . . 
{ a. nördl, 
6. Oesterreich] b. mittl. 
l c. südl. 
7, Schweiz. 
Kleine hydrographische Notizen.) 
1. (D.S.) Bemerkungen über den Ankerplatz von Du-e an der 
Westseite der Insel Sachalin*®) und die Lage der Insel Moneron. 
Von Kapt. W. Stolp, Führer der deutschen Bark „Nautilus“, ist der Seewarte 
nachstehender Bericht zugegangen: 
„Der Ankerplatz von Dwu-e gewährt nur Schutz gegen Winde von NEzN 
durch E bis S. Allein da der Wind nicht vorherrschend aus dieser Richtung, 
sondern im Frühjahr und Sommer, zur Zeit wenn die meisten Schiffe in Du-e 
ankommen, vorwiegend längs der Küste aus SzW oder NNE weht, so ist der 
Ankerplatz nicht als vollständig sicher zu bezeichnen. Die Schiffe müssen daher 
zu jeder Zeit bereit sein, nöthigenfalls in See gehen zu können. Mit den nörd- 
lichen Winden, welche schnell eine bedeutende See auf dem Ankerplatz erzeugen, 
ist es schwieriger, unter Segel zu gehen, als mit südlichen Winden, weil von 
dem Kap Hadsche, der äufsersten Landspitze im Süden der Bai, ein Riff sich 
erstreckt, welches schlecht zu klaren ist. Die südlichen Winde treten dahin- 
gegen häufig so plötzlich und stark auf, dafs es nicht mehr möglich ist, den 
Anker zu lichten. Segelschiffe thun daher wohl, hinter einem Anker und soviel 
Kette zu liegen, dafs der 45 oder 60 Fad.-Schäckel eben hinter dem Spill bleibt. 
Ferner ist es gut, eine Boje mit starkem Reep bereit zu halten, um auf die 
Kette zu stecken, falls man genöthigt sein sollte, dieselbe zu schlippen. Die 
russischen Kriegsschiffe sind beordert, auf der Rhede von Duw-e stets Dampf zu 
halten, um bei aufkommenden, auffrischenden Winden von N oder SSW gleich 
in See gehen zu können. Wenn die Witterungsverhältnisse sich wieder günstig 
gestalten, kehren die Kriegsschiffe nach ihrem Ankerplatz zurück. Der beste 
Ankerplatz für Segelschiffe ist in 10,8 bis 14,4m (6 bis 8 Fad.) Tiefe, von 
1) Die mit (D, S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet. 
2 S, diese Annalen. 1882, pag. 517.
	        
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