Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Oktober 1884.
yeringer Entfernung von 8,6° N-Br in 43° W-Lg zu liegen. Der bis nach
25,5° N-Br hiu sehr kräftig und bestäudig wehende Passat begleitete „Zlse“,
bis sie sich am 9. August in der Nähe von 28,3° N-Br und 66° W-Lg befand.
Der unweit dieses Punktes nach SE umlaufende Wind hielt sich für längere
Zeit im südöstlichen Viertel. Westwinde wurden erst nördlich von 33° N-Br
angetroffen, doch wurden auch diese später noch wieder von östlichen Winden
unterbrochen. Am 19. August erreichte „Kise“ den Hafen von New-York. Es
waren dann 130 Tage seit der Abfahrt von Manila vergangen. Im Nordatlan-
tischen Ocean hatte man 28 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 44,3° W-Lg
am 30. Juli, 20° N-Br in 57° W-Lg am 4. August und 30° N-Br in 67,0° W-Lg
am 11. August gekreuzt, Der Mitsegler „Adolph“ war nach Halifax am
11, August gelangt.
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20. Reise der eisernen Hamburger Bark „Fortuna“, Kapt. D. Mangels.
Die von Shields nach Valparaiso bestimmte Bark „Fortuna“ befand sich
am 18, Januar 1884 in der Nähe von Lizard. Dieselbe suchte bei den während
der nächsten Zeit angetroffenen, meist südlichen und westlichen Winden nach
Süden hin vorzurücken und konnte dieses, weil die Windstärke nur eine mäßige
war, auch in ziemlich befriedigender Weise ausführen. Als „Fortuna“ sich am
31. Januar in der Nähe von 30,5° N-Br und 21° W-Lg befand, veränderte sich
dort der frische Wind, bei auf 772,8 mm gestiegenem Barometerstande, von
NNW durch N nach NNE und wurde Passat. Von diesem ungewöhnlich kräf-
tigen Winde, bei dem das Schiff einmal in 48 Stunden eine Distanz von 514 Sm
yut machen konnte, wurde „Fortuna“ bis zum 8. Februar nach 1,7° N-Br in
26,2° W-Lg geführt. Nachdem derselbe bis zum leisen Zuge abgenommen
hatte, herrschte hier für einen Tag leichte östliche Mallung und nach dieser
der unweit 1° N-Br in 26,6° W-Lg einsetzende SE-Passat, bei welchem „For-
una“ bis zum 10. Februar zu der in 27,5° W-Lg überschrittenen Linie segelte.
Um zu derselben vom Kanal aus zu gelangen, waren 23 Tage erforderlich
gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 13,5° W-Lg am 25, Ja-
nuar, 30° N-Br in 21,3° W-Lg am 31. Januar, 20° N-Br in 26,3° W-Lg am
3. Februar und 10° N-Br in 26,2° W-Lg am 6. Februar gekreuzt.
Im Südatlantischen Ocean wurde „Fortuna“ nur bis nach 20,4° S-Br in
35,3° W-Lg vom Passat begleitet. Nicht weit von diesem Punkte entfernt,
drehte der mäfsige Wind am 18. Februar, bei einem Barometerstande von
161,4 um nach NE, um dann während der folgenden Tage einen Rundlauf nach
links zu vollenden. Unweit 25° S-Br in 38,5° W-Lg wurde die Windrichtung
am 20. Februar wieder eine südöstliche, worauf aufs Neue mehrere Tage des
frischen Ostwindes folgten. Später bewegte sich der Wind auch noch in
Drehungen nach links, doch verliefen dieselben sehr unregelmäfsig, und war in
‘'hnen die Dauer der östlichen Winde nur eine verhältnifsmäfßsig kurze. Es ließ
aich indessen auch dabei noch ein einigermafsen befriedigender Fortgang nach
Südwesten hin erzielen. Stürme beunruhigten die Fahrt durchaus nicht. Süd-
lich von 40° S-Br wehten die Winde noch häufiger aus raumer Richtung.
„Fortuna“ segelte bei denselben bis zum 7, März zu dem in 64,6° W-Lg über-
schrittenen Parallel von 50° S, Um zu demselben vom Aecquator zu gelangen,
waren 26 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br
in 34° W-Lg am 14. Februar, 20° S-Br in 35,2° W-Lg am 18. Februar, 30°
3-Br in 44,22° W-Lg am 22, Februar und 40° S-Br in 56,5° W-Lg am 1. März
ekreuzt.
> Am 10. März umsegelte „Fortuna“ bei leichtem westlichem Winde die
Ostspitze von Staaten Land, und mäfsiger nordwestlicher, von langsam abneh-
mendem Luftdrucke begleiteter Wind führte die Bark auch bis zum 13. März
zu der in 57,5° S-Br überschrittenen Länge des Kap Horn. Auch westlich von
dieser hielt sich der Wind noch stets in hoch nördlicher Richtung, während
das Barometer langsam abnahm. Als „Fortuna“ bei demselben bis zum 15. März
nach 57,8° S-Br in 72° W-Lg vorgerückt war, wurde der NNE-Wind stürmisch,
und kurze Zeit darauf schofs der Wind bei einem niedrigsten Barometerstande
von 722,5 mm aus nach SW. Indem der Luftdruck nun bald zu steigen begann,
hielt sich der Wind mehrere Tage in südlicher Richtung und führte das Schiff
bis zum 18. März nach 55.5° S-Br in 78° W-Lg. Als hier der inzwischen auf