Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Oktober 1884.
am 21. Januar ankerte das Schiff auf der Rhede von Manila. Es waren dann
133 Tage seit der Abfahrt von 50° N-Br verflossen. Oestlich von 80° O-Lg
hatte „Else“: 30° S-Br in 104,6° O-Lg am 6. Dezember, 20° S-Br in 110,5° O-Lg
am 11. Dezember, 10° S-Br in 122° O-Lg am 19. Dezember, 5° N-Br in
136° O-Lg am 7. Januar, 10° N-Br in 130,6° O-Lg am 13. Januar und 15° N-Br
in 126,8° O-Lg am 15. Januar gekreuzt. Der Mitsegler „Urania“ hatte den
Aequator in 90,4° O-Lg am 26. Dezember und die Kangoon-Flulsmündung am
5. Januar erreicht. ;
Nachdem „Else“ in Manila entlöscht und wieder mit einer für New- York
bestimmten Ladung beladen worden war, trat das Schiff am 11. April die Reise
nach diesem letzteren Platze an. KEs verfolgte bei dem in der China-Soe
herrschenden, mäfsigen und wenig beständigen NE-Monsun einen südwestlichen
Kurs, auf dem 10° N-Br in 110,8° O-Lg am 19. April und 5° N-Br in 108,7°
O-Lg am 23. April erreicht wurde, Südlich von 2° N-Br trat an die Stelle
des Monsuns leichte, unbeständige, westliche Briese, die das Schiff bis in die
Nähe des Aequators begleitete. Bei leichtem SE-Winde ging „Else“ am
29. April in 108,2° O-Lg von nördlicher in südliche Breite über. Nachdem
schwache, unbeständige, meist östliche Winde. das Schiff dann auch noch durch
Gaspar-Strafse, Sunda-See und Sunda-Strafse geführt hatten, befand sich „Zise“
am 11. Mai in der Nähe von der Princes-Insel. Es waren bis dahin 30 Tage
seit der Abreise von Manila vergangen.
Gleich südlich von der Sunda-Strafse stellte sich der kräftige, beständige
SE-Passat ein, bei dem sich für längere Zeit ein sehr befriedigender Fortschritt
erzielen lief. Unweit von 18,5° S-Br trat der Passat für kurze Zeit als
schwache Briese auf, doch fafste derselbe später noch wieder kräftig durch
und begleitete das Schiff, bis es sich am 30. Mai unweit von 26,3° S-Br in
49° O-Lg befand. Nachdem sich der Wind in der Nähe dieses Punktes nach
NE verändert hatte, vollendete derselbe in der nächsten Zeit mehrere Drehungen
nach links, während welcher er verhältnilsmäfsig lange aus westlicher Richtung
wehte. Westlich von 24° O-Lg in 35,7° S-Br, wohin „Elise“ am 15. Juni
gelangte, hielt sich der Wind anhaltend im westlichen Halbkreise und ver-
ursachte dadurch eine längere Verzögerung der Reise. Am 21. Juni überstand
„Else“ in 36,8° S-Br und 21° O-Lg einen heftigen Sturm, der aus NNW begann,
aus W endete und welcher von einem niedrigsten Barometerstande von 754,0 mm
begleitet war. Dieser selbe Sturm wurde auch von der sich am 21. Juni in
36,2° S-Br und 24° O-Lg befindenden Hamburger Bark „Adolph“ beobachtet.
Während des bei diesem Schiffe in ähnlicher Weise wie bei „Elise“ verlaufenden
Sturmes erreichte der Luftdruck dort seinen niedrigsten, 756,0 mm betragenden
Stand acht Stunden später, als es bei „Zlse“ geschehen war, Am Mittag des
26. Juni war der Standpunkt des Vollschiffes in 36,1° S-Br und 18,5° O-Lpg,
gegen den gleichzeitigen der Bark in 35,6° S-Br und 18,3° O-Lg. Zum Parallel
von 30° S-Br in 9,8° O-Lg gelangte „Kise“ am 1. Juli, während derselbe vom
„Adolph“ in 12° O-Lg schon am 29. Juni überschritten worden war. Südlich
von demselben hatte „Elise“ 22 Tage zugebracht. Während der Fahrt über
den Indischen Ocean hatte sie: 10° S-Br in 97,5° O-Lg am 14. Mai, 20° S-Br
in 71,5° O-Lg am 22, Mai, 30° S-Br in 35,5° O-Lg am 9. Juni, 90° O-Lg in
13,1° S-Br am 16. Mai, 60° O-Lg in 23,5° S-Br am 26. Mai und 30° O-Lg in
33,4° S-Br am 11, Juni gekreuzt.
Im Südatlantischen Ocean fand „Kise“ ähnliche Verhältnisse, wie solche
im Reiseauszuge des „Adolph“ schon kurz angedeutet worden sind. Am 7. Juli
wurde in der Nähe von 21,8° S-Br und 2° W-Lg der SE-Passat angetroffen,
der frisch und beständig wehend das Schiff bis zum 22, Juli zu der in 36° W-Lg
überschrittenen Linie führte. Um zu derselben von 30° S-Br her zu gelangen,
waren 21 Tage erforderlich gewesen. 20° S-Br war in 4° W-Lg am 8. Juli
and 10° S-Br in 21,8° W-Lg am 15. Juli gekreuzt worden. Der Mitsegler
„Adolph“ war zur Linie in 26,5° W-Lg am 16. Juli gelangt.
In nördlicher Breite veränderte sich der Wind allmählich durch S nach
SW. Doch hielt sich derselbe nur für kurze Zeit im letzteren Viertel. Als
7° N-Br in 42,3° W-Lg überschritten worden war, stellte sich leichter, ver-
änderlicher, östlicher Zug ein, aus dem nach drei Tagen der NE-Passat ent-
stand. Die äquatoriale Grenze dieses letzteren Windes schien am 29. Juli in
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