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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

110 Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Oktober 1884. 
Entfernung von 34° S-Br und 20° W-Lg noch einmal wieder durch N gedreht 
hatte, hielt er sich frisch wehend für längere Zeit im westlichen Halbkreise. 
Unweit von 38,5° S-Br in 6° W-Lg wurde die Windrichtung am 22. November 
wieder eine südöstliche, und bei kräftigem NE-Winde ging „Adolph“ am 24, No- 
vember in 40,8° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Der 24, November 
war der 23, bis dahin in südlicher Breite zugebrachte Tag, Während dieser 
Zeit hatte man: 10° S-Br in 32,4° W-Lg am 5. November, 20° S-Br in 30,2° 
W-Lg am 9. November und 30° S-Br in 24° W-Lg am 14. November gekrouzt. 
Das Vollschiff „Border Chief“ betrat die östliche Halbkugel in 41,4° S-Br am 
18. November, und von der Bark „Melusine“ geschah dasselbe in 41,8° S-Br 
am 27, November. 
Während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge abgelaufen wurde, 
hielt „Adolph“ sich meistens zwischen 42° und 43° S-Br. Man traf dort Winde 
an, die fast nur aus hoch nördlicher oder westlicher Richtung kamen, die zwar 
wiederholt stürmisch wehten, aber doch in keinem Falle bis zum heftigen, einer 
besonderen Erwähnung werthen Sturme zunahmen. Am 12, Dezember, 18 Tage 
später als westliche Länge verlassen worden war, gelangte „Adolph“ nach 
80° O-Lg in 38° S-Br. Der nach Australien bestimmte „Border Chief“ erreichte 
80° O-Lg in 43,7° S-Br am 5. Dezember, und von „Melusine“ geschah dasselbe 
in 48,9° S-Br am 16. Dezember. Oestlich von 80° O-Lg wurde „Adolph“ zu- 
nächst noch für mehrere Tage von kräftigem NW-Winde begünstigt. Indem 
dieser sich später nach links verändernde Wind am 17. Dezember, in der Nähe 
von 27,2° S-Br und 91,2° O-Lg: durch S drehte, entstand aus ihm der SE-Passat, 
ohne dafs durch diesen Uebergang die geringste Unterbrechung in der Fahrt 
des Schiffes verursacht wurde. Man beobachtete unweit jenes Punktes einen 
höchsten Barometerstand von 765,5mm. Der bis nach 11° S-Br hin sehr kräftig 
und beständig wehende Passat begleitete die Bark bis nach 5,7° S-Br in 89,7° 
O-Lg. Als sich dieselbe am 25. Dezember in der Nähe dieses Punktes befand, 
ging der Passat in leisen südlichen Zug über, der erst wieder auffrischte, nach- 
dem sich derselbe durch S nach SW verändert hatte. Bei mäfsigem SW-Winde 
ging „Adolph“ am 29, Dezember in 91° O-Lg von südlicher in nördliche Breite 
über. Vorher war: 30° S-Br in 91° O-Lg am 16. Dezember, 20° S-Br in 
39,5° O-Lg am 19. Dezember und 10° 8S-.Br in 88,8° O-Lg am 22. Dezember 
geschnitten worden. 
In nördlicher Breite wurde der südwestliche Wind bald ganz schwach 
und nördlich von 1° N-Br trat fßaue nördliche oder östliche Briese an dessen 
Stelle. Man rückte bei derselben bis zum 4. Januar 1884 bis in Sicht von 
Pulo Brasse vor. Die Malakka-Strafse mufste ebenfalls bei vorherrschend aus 
östlicher Richtung kommenden schwachen Winden durchsegelt werden, bis 
schliefslich am 14. Januar die Rhede von Singapore erreicht wurde. Um zu 
derselben von New-York aus zu gelangen, waren 106 Tage erforderlich gewesen. 
Die von Cardif nach Singapore bestimmte Bremer Bark „George“, welche 
50° N-Br am 4, September, die Linie in 24,3° W-Lg am 13. Oktober, 0° Länge 
in 40° S-Br am 7. November, 80° O-Lg in 36,9° S-Br am 30. November und 
0° Breite in 91,3° O-Lg am 25. Dezember verlassen hatte, mit welcher „Adolph“ 
am 7. Januar in 6,4° N-Br und 97,2° O-Lg Signale ausgetauscht hatte, ankorte 
auf der Rhede von Singapore am 16, Januar. 
Von Singapore aus versegelte „Adolph“ nach Manila. Die Reise wurde 
am 21. Februar angetreten und gegen den NE-Monsun bis zum 14. März voll- 
endet. Man schnitt während derselben: 5° N-Br in 109,3 O-Lg am 28, Februar 
and 10° N-Br in 110,9° O-Lg am 5. März. Die beobachtete sehr unregel- 
mäfsige Strömung lief ebenso oft nach nördlicher wie südlicher Richtung und 
erreichte nur nach Westen hin gröfsere Stärke. Von Manila setzte „Adolph“ 
die Reise weiter nach /lolo fort, und nachdem die Bark in diesem Platze mit 
Zucker beladen worden war, verliefs sie denselben am 26. April, um nach 
Halifax zurückzukehren. Ein leichter auf See angetroffener NE-Wind führte die 
Bark in drei Tagen zur Bastlan-Strafse, welche bei leichten umlaufenden süd- 
lichen und südwestlichen Winden am 30. April durchsegelt wurde. Die Bark 
hielt sich in derselben in der Nähe der Insel Basilan, weil die dort befindliche 
geringe Wassertiefe das Ankern bei Gegenwind und Gegenstrom erleichterte. 
Nachdem man südlich von der Strafse gelangt war, konnte zunächst bei dem
	        
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