Zwei Taifune in Japan 1884.
Barometerstande von 746mm. Wahrscheinlich ist dies derselbe Sturm gewesen,
der dann allerdings auf dem Ocean eine viel geringere Geschwindigkeit, nämlich
nur 6—7 Sm p. h. als in Japan angenommen hat. Die niedrigsten Barometer-
stände während des Sturmes waren in Nagasaki 729mm, in Saga 733mm, in
Hiroshima 743mm, in Gifu 744mm, in Tokio 742mm.
In Bezug auf den schnellen und bedeutenden Barometerfall, die steilen
Gradienten, die Stärke des Windes, Einströmen der Luft nach dem Centrum
und Plötzlichkeit des Auftretens ähnelt der Sturm dem ersten, ohne ihm jedoch
gleich zu kommen. So fiel bei Zwoshima-Leuchtfeuer das Barometer 27mm in
51 Stunden, bei Kageno-Leuchtfeuer 25mm in 8 Stunden, in Nagasakı 21mm
in 73/4 Stunden; der Gradient Saga—Nagasaki betrug 13, Miyasaki— Nagasakı 15.
Die Windstärke war im Westen am gröfsten und nahm im weiteren Verlauf
ab; bei Nagasaki wurde Windstärke 12 beobachtet, während sie im südöstlichen
Nippon nur noch ungefähr 8 betrug. — Der meiste Regen fiel in beiden
Stürmen nahe der Sturmbahn, so am 15. September an der Südostküste bei
Numadzu 136mm in 8 Stunden. Während des zweiten Sturmes machten Ozuka
und Kochi eine Ausnahme, welche beiden Stationen in zwei Tagen nur 1 resp.
4mm Regen hatten. Hiroshima beobachtete am 17. September von 2—9* p. m.
83mm, Gifu während der Nacht denselben Betrag. Beide Stürme entwickelten
sich, wie bereits oben erwähnt, wahrscheinlich in der Nähe der Japanischen
Küste und ihre Maximalgeschwindigkeit war ziemlich die gleiche, nämlich 30 Sm.
Zum Vergleich mögen noch folgende Daten dienen: .
101
Erster Sturm Zweiter Sturm
729 mm
Niedrigster Barometerstand . . . + .
Gröfster Barometerfall in 4/2 Stunden . .
n ” 5a » . 08 sr
"m „8 „ (regelmäfs. Beob.)
» » “ 24 » » »
Steilster Gradient .
708 mm
45
—
21
25
27T
— wm
27
17,
21
15