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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 13 (1885)

Monat 
März 
April 
Mai 
Juni 
Yuli 
August 
September 
Iktober 
November 
Dezember 
RR 
Wetter-Telegraphie und Wetter in Japan 1883—84. 
Tabelle V. 
Zahl 
der barometr. 
Zahl der Sturmmeldungen 
Tage mit 
starken 
Regen- 
fällen 
Min. | Max. 
NO 
7) 
SO 
Ss 
‚SW | W |NW | N | Summe 
10 
6 
5 
5 36) 2, 7 
{ — 5(1) | 20* (1) 
6 | 1 u 8 7@) 
% — 7 OD) 8* 3* 
nf 6* (1) 5 a! 
ü 4 110* (1 Orkan) 6 (1, 1 Orkan) 7 (1, 1 Orkan) 
+ 2 8 103) 13* ©&) 
5 22) 50 1 (4) 9* (4) 
ss | ı 4(1) 
60 (10) 
22* (3) 15(1) SC ET 
16@ 13@ 5 2 | 
5* (8) 800) | 2 4 Q 
‘ (1) | 2 7 129 
5 = & ER 8 . 
3 12 48 
7 | 2 en 42 m “ 
5@)| 7 © % } 3 | 
OD A0M = 3303) 5 
1602) 73*(15) 
Aus der Abhandlung „Die Wettertelegraphie in Japan“, sowie aus dem 
oben angeführten Vortrage des Herrn Knipping wird bezüglich der De- 
pressionen Nachstehendes entlehnt: 
Für Japan haben sich im Laufe des ersten Jahres etwa folgende Grund- 
züge ergeben: Im Allgemeinen ziehen die Depressionen von SW nach NO. — 
Im Winter und im Anfang des Frübjahrs sind sie zahlreich, ziehen schnell und 
vertiefen sich nach Osten hin, Den Hauptdepressionen folgen im Winter nicht 
selten unscheinbare, weil in den Wetterkarten kaum angedeutet, aber beachtens- 
werthe Theildepressionen, welche den Weststürmen ihre lange Dauer verleihen. 
Gegen Ende des Frühjahrs und im Anfang des Sommers ziehen sie weniger 
schnell, werden nicht selten stationär (Regenzeit), verflachen sich und ver- 
schwinden innerhalb des japanischen Netzes. Stürme aus den Richtungen W, S 
bis O sind vorherrschend. — Im Hochsommer sind die Depressionen selten, 
ron geringer Ausdehnung, aber stark entwickelt (langsame Taifune). Die Be- 
wegung ist mäfßsig, von S nach N, oder von SO nach NW gerichtet. (Trockene 
Zeit mit Ausnahme der heftigen Taifun-Platzregen.) Stürme von S und O vor- 
herrschend. — Im Herbst nimmt Zahl und Geschwindigkeit der Depressionen 
schnell zu, die Richtung geht wieder in SW—NO über. (September und Ok- 
tober mit schnellen Taifunen, viel und allgemein verbreitetem Regen.) Stürme 
rorherrschend von O, S und W, 
Aufser den Gebieten niedrigen sind noch die Gebiete hohen Drucks 
zu beachten, welche sich von den ersteren durch sehr kleine Gradienten und 
durchschnittlich größere Beständigkeit unterscheiden. Bei beiden Arten kann 
man wieder trennen besondere, d. h. kleinere von den allgemeinen, welch’ 
letztere auf weite Strecken der Erdoberfläche zu bestimmten Jahreszeiten mit 
grofser Regelmäfsigkeit und Beständigkeit auftreten. Diese sind für die Kinzel- 
erscheinungen in dem abhängigen Gebiet hauptsächlich mafsgebend und werden 
deshalb Aktionscentren genannt. Japan liegt zwischen zwei solchen Aktions- 
centren, welche ihr Entstehen den gröfsten Land- und Wassermassen der nörd- 
lichen Halbkugel und der davon abhängigen Temperaturvertheilung verdanken. 
Der Zusammenhang zwischen Temperatur und Luftdruck ist derart, dafs dort, 
wo die Temperatur verhältnismäßig zu hoch, der Druck niedrig ist und dafs 
an den Orten mit zu niedriger Temperatur der Druck hoch ist. In Sibirien ist 
im Januar die Temperatur für die Breite um 20°C. zu niedrig, der Druck 
ca 778 mm hoch, während zur selben Zeit in der Nähe von den Aleuten und 
Alaska im nördlichen Stillen Ocean die Temperatur um 14° zu hoch ist und 
der Druck nur ca 752 mm beträgt. Die Luft flielst von den Orten hohen nach 
denen niedrigen Drucks; da ferner die starken Oberwinde, welche zu Zeiten 
jedenfalls die Depressionen und Unterwinde stark beeinflussen, im Allgemeinen 
aus W gerichtet sind, so wehen in Japan vorherrschend im Winter starke 
nördliche bis westliche Winde; alle kleinen Depressionen ziehen ohne Unter- 
brechung nach Osten der allgemeinen Depression des Stillen Oceans zu, und 
östliche Stürme sind selten. Im Juli sind die Verhältnisse nahezu umgekehrt, 
doch nicht so ausgeprägt als im Januar, Die Temperatur in Central-Asien ist
	        
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