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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

FE 
Ueber Aenderungen der Deviation etc. 
B= 453° +87° = +14°; 
C = —41°—1,2° = —5,3°; 
Ci _ 1 — 12° 8, 
1 VBiEO = 0,9 VE7 41,2% — 7,9°. 
In 55cm Entfernung Ost vom Kompafs verursachte an Land die Stange 
mit dem einen Ende eine Ablenkung von +7° 50‘, mit dem anderen solche 
von +6° 10‘. Die Stauge wurde mit dem ersteren Ende nach oben 55cm 
hinter dem Kompafs, ein wenig an St-B. von der Mittschiffslinie aufgestellt. 
Zur weiteren Kompensation befestigte man einen B-Magnet (mit einem magne- 
tischen Moment von 103 Mill. E.) in 78,5 cm Entfernung vom Mittelpunkt der 
Rose derart in der Kompafssäule, dafs das Nordende nach B-B. vorn in einem 
Winkel von 38° zur Kiellinio zeigie; die hierdurch hervorgerufene Ablenkung 
betrug an Land 6°. 
Bei der ein Jahr später erfolgten Indienststelluug und während der 
darauf folgenden Reise ergaben sich nachstehende Beobachtungen: 
Drt 
Wilhelmshaven 
3myına 
St. Helena 
H | gi ) BB 
1,78 
2,65 
2,71 
+2,490 
+ 1,303 
— 2,94 
— 2,94 
— 9 91) 
nn 
+0,57 
+0,57 
+ 0,97 
Diese augeführten beiden Beispiele zeigen, dafs es unter günstigen 
Verhältnissen möglich ist, mit Hülfe der Kompensation den Kompafs fast 
vollständig von dem Einflufs des Eisens an Bord zu befreien. 
Ueber Aenderungen der Deviation infolge von bedeutenden 
Aenderungen der magnetischen Breite. 
In den „Philosophical Transactions of the Royal Society“, Part II, 1883, 
ist eine Arbeit von Staf-Commander E, W.Crocak (Admiralty Compass Depart- 
ment) veröffentlicht, welche die Frage der Aenderung der Deviation mit der 
Aenderung der magnetischen Inklination zum Gegenstand hat. Die umfang- 
reiche Sammlung von Beobachtungsdaten englischer Kriegsschiffe, welche dazu 
mitgetheilt wird, ist von besonderem Interesse. Die Resultate, zu welchen die 
Untersuchung gelangt und welche schon vorher in einem kurzen Auszug ver- 
breitet worden waren, bestätigen im allgemeinen früher Bekanntes, indem sie 
einige Punkte noch schärfer präcisiren. Die „allgemeinen Ergebnisse“ lauten: 
„Die folgenden allgemeinen Ergebnisse haben speciell Bezug auf die 
Regel-Kompafs-Orte der in den Tabellen aufgeführten Schiffe und derselben 
Orte auf Schiffen ähnlicher Typen. 
1. Ein grofser Theil der semiecirkularen Deviation ist abhängig von 
permanentem Magnetismus in hartem Eisen. 
2, Ein grofser Theil der semicirkularen Deviation kann auf Null reducirt 
oder für alle magnetischen Breiten kompensirt werden durch Anbringen eines 
harten Stahlmagneten oder mehrerer solcher Magnete in der Kompafssäule von 
entgegengerichteter und gleicher Kraft wie die Kräfte, welche die Deviation 
hervorbringen. . 
3. Ein sehr kleiner Theil der semicirkularen Deviation rührt her von 
subpermanentem Magnetismus, welcher im Laufe der Zeit langsam verschwindet. 
4. Der subpermanente Magnetismus ruft Deviation in derselben Richtung 
hervor, wie der permanente Magnetismus im harten Eisen, ausgenommen, wenn
	        
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