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Eingänge von meteorologischen Journalen ete., August 1884
3-Br nur schwach auftretende Wind führte „Hugo“ bis zum 5. Dezember zu der
in 113,9° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu derselben von 50° S-Br zu ge-
langen, waren 26 Tage erforderlich gewesen. 40° S-Br hatte man in 94,2°
W-Lg am 13. November, 30° S-Br in 93,9° W-Lg am 19. November, 20° S-Br
in 100,6° W-Lg am 25. November und 10° S-Br in 107,1° W-Lg am 30. No-
vember gekreuzt. „Roland“ erreichte den Aequator in 113,6° W-Lg am 8. De-
zember und „Fulda“ in 115° W-Lg am 3, Dezember. Der Mitsegler „Paul“
ankerte im Hafen von Valparaiso am 17. November,
In nördlicher Breite wurde „Hugo“ bis nach 7° N-Br in 116° W-Lg vom
SE-Passate begleitet. Nachdem der Stillengürtel unweit dieses Punktes am
8. Dezember betreten worden war, vergingen bei leichter, oft von Stillen unter-
brochener Mallung 6'/2 Tage, bevor es gelang, den in 13,2° N-Br und 118,4°
W-Lg einsetzenden NE-Passat wieder anzutreffen. Das Passatgebiet dehnte
sich für „Hugo“ bis nach 23° N-Br in 128,8° W-Lg aus, Nachdem sich hier
am 19. Dezember leichte nordwestliche Winde eingestellt hatten, wurde bei
diesen und den später folgenden leichten, meist nördlichen und östlichen Winden,
der noch übrige Theil der Reise zurückgelegt. Am 5, Januar 1884 ankerte
„Hugo“ in der Bai von San Francisco. Es waren bis dahin 137 Tage seit der
Abfahrt von 50° N-Br vergangen. Im nördlichen Stillen Ocean hatte man 31
Tage zugebracht und dort während dieser Zeit: 10° N-Br in 116,3° W-Lg am
10. Dezember, 20° N-Br in 126,1° W-Lg am 17. Dezember und 30° N-Br in
129,1° W-Lg am 24. Dezember gekreuzt. Am 4. Januar gelangte „Roland“
zum Hafen von San Francisco, und „Fulda“ passirte durch das Goldene Thor
am 3. Januar. Das erstere Schiff hatte die Reise zwischen 50° N-Br und Be-
stimmungshafen in 137, das letztere in 132 Tagen vollendet,
Am 12. März trat „Hugo“ von San Francisco aus die Rückreise nach
Antwerpen an. Der leichte südöstliche Wind, bei dem dasselbe geschah, wurde
am zweiten auf See zugebrachten Tage stürmisch, nahm, als der Luftdruck am
14. März in der Nähe von 36,5° N-Br und 125° W-Lg auf den niedrigsten
Stand von 746,5 mm gesunken war, zum ganz leisen Zuge ab und veränderte
sich dann in rascher Drehung, indem gleichzeitig die Windstärke zunahm, das
Barometer stieg, durch S und W nach NW. Das Schiff war nun, wie es schien,
in den südwestlichen Quadranten einer sich nach NO bewegenden Depression
gelangt, deren Wirkungen damals von mehreren anderen deutschen auf der
Rückreise von San Francisco begriffenen Schiffen beobachtet wurden. Bei der
sich am Mittage des 13. März in 29,5° N-Br und 125° W-Lg befindenden
„Fulda“ erreichte das Barometer damals einen niedrigsten Stand von 759,5 mm.
Der Wind wehte zur Zeit aus S mit der Stärke 7. Der auf den Sturm folgende
nördliche Wind ging bei „Hugo“ noch nicht, wie er es bei „Fulda“ that, in
den NE-Passat über, sondern derselbe nahm unweit 30° N-Br noch wieder bis
zum leisen Zuge ab. Die polare Passatgrenze, welche von „Fulda“ am 16. März
in der Nähe von 24° N-Br und 123° W.Lg angetroffen worden war, erreichte
„Hugo“ am 18, März schon in 29° N-Br und 124,7° W-Lg. Der zwischen 19°
und 7,5° N-Br am kräftigsten wehende Passat begleitete „Hugo“, bis er sich
am 28. März in 3,1° N-Br und 121,3° W-Lg befand, Er endete in geringer
Entfernung von diesem Punkte, indem sich der bis zum ganz leisen Zuge abge-
nommene Wind nach SE veränderte, und es vergingen dann bei leichter meist
züdöstlicher Mallung 4% Tage, bevor es gelang, den SE-Passat wieder anzu-
treffen. Nachdem sich derselbe am 1. April in der Nähe von 1,4° N-Br und
125,2° W-Lg eingestellt hatte, konnte am nächsten Tage der Aequator in 126°
W-Lg überschritten werden. Um zu demselben von San Francisco aus zu ge-
langen, waren 21 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man:
30° N-Br in 125° W-Lg am 17. März, 20° N-Br in 123,3° W-Lg am 21. März
und 10° N-Br in 122° W-Lg am 25. März gekreuzt. „Fulda“, welche den
Hafen am 5. März verlassen hatte, erreichte südliche Breite in 125° W-Lg am
29. März. Noch ein anderer Mitsegler, das eiserne Eleflether Vollschiff
„Industrie“, welches von San Francisco am 3. März abgegangen war, verliefs
nördliche Breite in 121,6° W-Lg am 24, März, und die eiserne Bremer Bark
„Josefa“ endlich, welche am 4. März in See gegangen war, überschritt die Linie
in 122,2° W-.Ly am 30. März.