Eingänge von meteorologischen Journalen ete., August 1884,
in der Nähe von 44° S-Br haltenden Bark einen befriedigenden Verlauf nahm.
Ein frischer SE-Wind, der sich am Tage vorher eingestellt hatte, führte
„Melusine“ am 1. Januar 1884 in Sicht der Küste von Australien. Am 2. Januar
wurde im Hafen von Adelaide geankert. Um zu demselben von 50° N-Br her
zu gelangen, waren 93 Tage erforderlich gewesen. In östlicher Länge hatte
man 36 Tage zugebracht, und: 20° O-Lg in 43,8° S-Br am 3. Dezember,
50° O-Lg in 44° S-Br am 10. Dezember, 80° O-Lg in 43,9° S-Br am 16. De-
zember, und die Länge des Kap Leeuwin in 42,6° S-Br am 24. Dezember ge-
kreuzt. Der Mitsegler „Border Chief“ hatte einen in der Nähe seines Beostim-
mungshafens liegenden Ankerplatz am 18. Dezember erreicht. Am 1. Januar
1884 ankerte auch das eiserne Hamburger Vollschiff „Hermann“ im Hafen von
Adelaide. Dasselbe war von Laurvig in Schweden am 1. Oktober in See und
dann zunächst durch Nordsee und Kanal gegangen. Am 9. Oktober befand sich
dasselbe in 46,7° N-Br und 10° W-Lg, am 9. November in 0° Breite und
24° W-Lg, am 29. November in 0° Länge und 35,5° S-Br und am Mittage des
14. Dezember in 41,5° S-Br und 70° O-Lg. Zur letzteren Zeit war der Schiffs-
ort von „Melusine“ in 44,3° S-Br und 70,1° O-Lg gewesen. „Hermann“ hielt
sich während der Zeit, in welcher die erforderliche Länge zurückgelegt wurde,
zwischen 41° und 42° S-Br. „Border Chief“ berührte als südlichsten Punkt
44° S-Br in 70° O-Lg am 3. Dezember. Am 17. Dezember hatte in 37,5° S-Br
auch die auf einer Reise von Cardiff nach Singapore begriffene Bark „Erwin
Rickmers“ die Länge von 80° Ost überschritten, Dieselbe hatte 50° N-Br am
8. Oktober, den Aequator in 24,2° W-Lg am 8. November, und den Meridian
von Greenwich in 38,3° S-Br am 27. November verlassen. Am Mittage dieses
letzteren Tages hatte sich „Melusine“ in 41,5°:S-Br und 1,2° W-Lg, „Hermann“
in 37,7° S-Br und 3° W-Lg, „Erwin Rickmers“ in 38,4° N-Br und 0,4° O-Lg,
und „Border Chief“ in 43° S-Br und 42° O-Lg befunden, Den heftigen schon
erwähnten Sturm hatten alle drei ersteren Schiffe am 27. und 28. November
überstanden. „Hermann“ beobachtete einen niedrigsten Barometerstand von
737,0mm um 8 p. m. des 27. November in 37,9° S-Br und 2,3° W-Ly, während
bei der in 42° S-Br und 1° O-Lg stehenden „Melusine“ acht Stunden später ein
geringster Luftdruck von 728,0mm abgelesen wurde, Berücksichtigt man diesen
Zeitunterschied und die Entfernung der beiden Schiffe von einander, so scheint
die Depression sich mit der Schnelligkeit von etwa 20Sm in der Stunde nach
östlicher Richtung hin bewegt zu haben.
Am 3. März trat die mit Weizen beladene „Melusine“ von Adelaide aus
die Rückreise nach England an. Nachdem das offene Meer erreicht worden
war, konnte man dort bei den anfänglich aus südöstlicher Richtung wehenden
Winden nur langsam fortschreiten. Erst nachdem eine am 10. März in der
Nähe von 38° S-Br und 135° O-Lg auftretende Windstille geendet hatte, stellte
sich westlicher Wind ein, bei dem sich für längere Zeit eine mäfsig rasche
Fahrt erzielen lief. Als die Bark weiter nach Osten hin vorrückte, sank der
Wind wiederholt zum leisen Zuge herab, und ebenso war das Auftreten von
Stille und östlichem Winde dort kein seltenes. Nachdem am 16. April, unweit
von 50,5° S-Br in 120,5° W-Lg, der einzige Sturm, den „Melusine“ im Stillen
Ocean antraf, ein Ende genommen hatte, folgte zunächst Windstille, und am
19. April ein frischer, fünf Tage lang anhaltender Ostwind. Am 24. April
wurde die Windrichtung wieder eine südwestliche, worauf man dann in unge-
störter Fahrt bis zum 2. Mai zur Länge des Kap Horn segeln konnte. Es waren
damals 61 Tage seit der Abreise von Adelaide vergangen. Während dieser
Zeit hatte man: 40° S-Br in 136,4° O-Lg am 11. März, 50° S-Br in 121,8° W-Lg
am 15. April, 150° O-Lg in 45° S-Br am 16. März, 180° Länge in 47,3° S-Br
am 26. März, 150° W-Lg in 48° S-Br am 3. April, 120° W-Lg in 51° S-Br am
17. April und 90° W-Lg in 53° S-Br am 27%. April überschritten.
Der Mitsegler „Border Chief“, welcher von Port Pirie aus am 27. Februar
die Rückreise angetreten hatte, gelangte zum Meridiane des Kap Horn am
28. April. Das eiserne, von San Francisco nach Falmouth bestimmte, Elsflether
Vollschiff „Industrie“ erreichte den Südatlantischen Ocean am 1. Mai, und der
auf einer Reise von Papudo nach Falmouth begriffene Blankeneser Schoner
„Apoll“ that dasselbe am 29, April. Alle diese Schiffe hatten während der
ijetzten im Stillen Ocean zugebrachten Zeit östliche Winde beobachtet.
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