accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

52 
Kleine hydrographische Notizen, 
lichsten: Catacaos - Strohhüte (nach dem Dorfe, wo sie angofertigt werden, 
benannt), sehr gute Baumwolle, Rinder- und Ziegenhäute, Orseille und Rindvich, 
Lotzteres wird nach Callao verschifft, Auch wird in geringer Menge Rohzucker, 
Cascarille, Cochenille, Zucker, Reis und Wolle ausgeführt. Der Handel von 
Payta mit Guayaquil ist sehr bedeutend. 
Gegenwärtig befindet sich in Payta ein Bureau für das submarine Kabel 
der „Central South American Telegraph Company“, welche mit der Gesellschaft 
in Verbindung steht, deren Kabel Callao mit Valparaiso verbindet, 
Die Eisenbahn geht nur bis zu dem 50km von Piura gelegenen Ort 
Sullana. Die Stationen nebst ihren in Kilometern ausgedrückten Entfernungen 
von Payta sind: Arenal, 21,76 km; Huaca, 28,95 km; Viviate, 32,98 km; Nomara, 
37,26 Km; Macacard, 40,74 km; Sozo, 46,36 km; Tirito, 54,76 km; Capilla, 56,47 km 
und Sullana, 62 km. 
3. (D. S.) Die Rhede von Freemantle an der Westküste von 
Australien. Nach einer Mittheilung des Kapt. C. Oltmann von der deutschen 
Bark „Pacific“ ist diese Rhede von O durch S und W bis WNW vollständig 
geschützt. Im Sommer der südlichen Hemisphäre — Dezember bis März — 
wehen daselbst vorherrschend südliche und südwestliche Winde. Auch während 
des Aufenthaltes der „Pacific“ von Anfang Januar bis Mitte Februar 1883 
traten vorwiegend südliche und südwestliche Winde auf, die meistens am Tage 
frisch waren, aber nicht derartig, dafs etwa das Löschen oder Laden unter- 
brochen werden mußte. Zur Zeit des südlichen Winters sind jedoch, wie man 
dem Kapt. Oltmann in Freemantle mittheilte, nördliche und nordwestliche 
Winde vorherrschend, welche, wenn sie hart auftreten, auf der Rhede von 
Freemantle eine grobe See erzeugen, durch welche dann freilich das Löschen 
und Laden tagelang unmöglich gemacht wird. Es ist in Freemantle cine Brücke 
vorhanden, an welcher Schiffe bis zu einem Tiefgange von 3,6 m (12 Fufs) laden 
und löschen können; allein aus den eben angeführten Gründen ist das Liegen 
an dieser Brücke im Winter nicht zu empfehlen. 
Von Freemantle versegelte „Pacific“ nach Rockingham, cinem Platze etwa 
12 Sm weiter südwärts an der Küste. Hier, an einer Brücke liegend, nahm das 
Schiff 384 Loads & 50 Kubikfuls Jarraholz ein und war, da es eine Gröfse von 
630 Reg.-Tonnen hat, zwar nicht voll, wohl aber tief beladen. Es waren 19 Tage 
zur Uebernahme dieser Ladung erforderlich. Den Ballast konnte man unweit 
Rockingham, etwa %/4 Sm vom Lande entfernt, über Bord werfen. 
Die Unkosten der „Pacific“ in Freemantle und Rockingham waren, wie folgt: 
Ein- und Ausklariren, zusammen . . . 2... .. . Q2Lstrl. 2sh. —d. 
Feuergeld, für die Tonne . ...00.0.0..00.0 0 .00.— n— 4 
Tonnengeld, ein- und ausgehend, zusammen für die Tonne — „ —» 6» 
Lotsgeld, einkommend . . ..0.0.00000000.000004 „ 6% —» 
von Freemantle nach Rockingham . . +. 6 » Dy —» 
» ausgehend . 2 000000000.040.0000040 4 2 „ 15» —» 
6. (D. S.) Auf der Rhede von Lagos an der Guinea-Küste 
herrschten nach den von Kapt. Lichtenberg, Führer des deutschen Schoners 
„Franz“, in seinem metcorologischen Journal gemachten Bemerkungen vom 
18. März bis zum 4. April 1883, gewöhnlich von 10 Uhr Abonds bis 7 Uhr 
Morgens, Landwinde aus NW bei einer frischen Kühlte, worauf von 10 Uhr 
Vormittags an der Wind ziemlich frisch aus WSW wehte. Von dieser Stunde 
an war die Hitze drückend. Während der Nacht traten einige Male Tornados 
auf, bei denen jedoch die Windstärke nicht über die einer frischen Bramsegel- 
briese hinauskam. Der Luftdruck schwankte um 8 Uhr Morgens zwischen 
762,2 mm und 761,7 mm. 
Am 4. April wurde „Franz“ bei einem Tiefgange von 11 Fufs 9 Zoll von 
einem Dampfer mit Hochwasser über die Barre geschleppt und ankerte darauf 
auf der Aufsenrhede. Sowohl einkommend als ausgehend, wurde die Wasser- 
tiefe auf der Barre bei Hochwasser zu 5,1m (17 Fufs) gefunden. 
7. (D.S.) Höhe des Berges Marang, Mayang-I., Westküste von 
Borneo. Nach einem Bericht des Kapt. Leverkus von der Bark „Charlotte“ 
ist die Höhe des Berges Marang auf der SW-Ecke der Insel Mayang in der 
Karimata-Strafse, an der Westküste von Borneo, in der Englischen Adm.-Karte 
No. 2160 falsch angegeben. Dieser Berg hat nicht eine Höhe von 2200 e.. Fuf,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.