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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Auflösungen für das Zweihöhenproblem; 
wozu die Größen p-und x aus den von ihm ‘berechneten speciellen Tafeln ge- 
nommen werden müssen. Mit Benutzung einer konstanten, wohl zufällig um 0,9’ 
zu grofs angenommenen Deklination = 12° 38’ S ergab sich ihm hiernach das 
Resultat: o@ = 50° 10‘ N, Länge =— 6° 45‘ W. — Dies Resultat hätte aber 
noch einer Verbesserung wegen der zwar geringen Deklinationsänderung bedurft, 
welche sich hier indessen zehnfach vergrölsert auf die Länge überträgt. Die 
Azimuthe und die entsprechenden Differentialausdrücke sind nämlich: 
A = —30°33% A'= —22°471' A'— A = + 7° 46 
de = + 2,87 dh — 3,77 dh‘ + 3,17 (d’-—d) 
dt — +10,67 dh — 9,97 dh‘ + 9,84 (ö‘—30) 
Nach Anbringung der Korrektion wegen d’—d — +04‘ und der um 
0,9‘ zu grofs angenommenen Deklination werden demnach die Resultate von 
Kapt. Heyenga folgende: # — 50° 10‘ 1,2‘ 0,9* = 50° 12,1‘ N und 6° 45‘— 3,9 
=— 6° 41,1‘ W, also jetzt in hinreichender Uebereinstimmung mit dem obigen 
Verfahren nach Lalande oder Sumner. Der Einfluß der Deklinations-Ver- 
änderung war folglich, wie es so oft geschehen ist, unterschätzt worden, und 
es ist eben kein geringer Vortheil der Methoden von Borda;-Lalande oder 
Sumner, daß man wenigstens gegen diesen Fehler bei der Berechnung immer 
geschützt ist, wenn auch die aus den möglichen Beobachtungsfehlern entspringen- 
den Aenderungen des Schiffsortes im gegenwärtigen, besonders für die Längen- 
bestimmung sehr ungünstigen Falle noch viel gröfser werden können. 
Noch entschiedener zu ihrem Vortheil, wegen der Vermeidung einer 
längeren strengen Rechnung, erscheint die Methode von Lalande’ bei zwei 
Sternhöhen, wozu‘ die folgenden, von Herrn Dinklage auf einer Kap Horn’schen 
Reise angestellten Beobachtungen %) sehr zweckmäfsig dienen können, Es ist 
nämlich am 1. Januar 1874, als das Schiff sich gegen Mitternacht nach dem 
Besteck auf 31° 40‘ S-Br und 77° W-Lg befand, nach einem Chronometer, 
welches der M.G.Z. um 6* 34° voraus war, bei 4,5m Augeshöhe von Herrn 
Dinklage beobachtet worden: ; 
Chron. Zeit : - Höhe der Sterne Rektascension Deklination 
5322"17° . Achernar 31°47' in SW a = 1233"1,7° d=57°52'57*8S 
5.27 25 Aldebaran29 54 „ NW a'= 428419 d’= 16 1520 N 
5 8M.Z. d'—a = 25540. 
—5 98.Z. c=_ 59 
d'—a—e = 2 5031 ; 
Indexkorrektion = 0. Die wahren Höhen der Sterne wurden h = 
31° 41,7‘ und h' = 29° 48,6‘. 
1) = 31° 408, ; . 
d — 57°53,0‘S, h= 31° 41,7% giebt t= -H5*18" 52° u. Länge = 77°38,0‘ W 
d’= 16 15,3 N, h=29 486 „ v=+231 54 
2 46 58 
Beob. 250 31 
Unterschied = +3 33 
655 
2) 9 = 32° 10’ S, . 
dd — 57°53,0'S, h = 31° 41,7%, giebt t=5 21 53 
d’= 16 15,3 N, h'=— 29 48,6 „ v==229 20 
252 33 
Beob. 250 31 
Unterschied = —2 2 
oben = +3 33 
Gesammtunterschied = 5 35 
5"35° : 2"2° = 30° : 10,9% = 45,2 : 16,4‘ 
32 10 76 52,8 
Gesuchte Breite = 31 59,1 S. Länge = 77 9,2 W. 
‚Länge = 76 52,8 W 
Unterschied = 45,2 
_ %) Mitgetheilt md zur Breitenbestimmung berechnet von Herrn Navigationslehrer Preuss zu 
Elsfleth in der „Hansa, Zeitschrift für Seewesen“ vom 6. und 20. August 1876, pag. 151 und 162.
	        
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