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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Kleine hydrographische Notizen. — Anzeige. 
Kapt. z. See Schering, auf der Reise von Freetown nach Angra Pequena, in 
einer mit Sand beschwerten Flasche über Bord geworfen ist. 
Unter der Voraussetzung, dafs die Flasche sofort beim Antreiben an den 
Strand gefunden worden ist, hat dieselbe in ca 51 Tagen einen Weg von 
angefähr 208 Sm nach rw N 16° 35‘ W zurückgelegt; mithin in 24 Stunden 0,25 Sm. 
b) (D. S.) Durch dasselbe Konsulat ist der Seewarte ein Flaschen- 
postzettel zugegangen, welcher von der deutschen Schoonergaliote „Franziska“, 
Kapt. F. Dunker, auf der Reise von Hamburg nach Porto Alegre am 6. Juli 
1884 auf 6° 46‘ N-Br und 18° 21‘ W-Lg über Bord geworfen und auch am 
16. August 1884 am Strande, in der Mündung des Nwunez-Flusses, auf etwa 
10° 38‘ N-Br und 14° 42‘ W-Lg, durch den Herrn Oscar Lormeau auf- 
gefunden wurde. Unter den bekannten Voraussetzungen hat die Flasche in 
41 Tagen 317 Sm nach NOYsN zurückgelegt. 
3. Beschreibung der Sarıiı Siglar Bucht; Klein-Asien. Darda- 
nellen. („Notice to Mariners No. 267/1616 Washington 1884“.) Nach einem 
Bericht des Navigations-Offiziers des V. St. S. „Lancaster“ aus Marseille vom 
5. Juni d. J. hat die für den Ankerplatz in der Sarıi Siglar Bucht!) gegebene 
Anweisung jetzt nur noch wenig Werth, da der Boden nahe dem Strande aus- 
getrocknet ist und die hauptsächlichsten Landmarken auf der Karte nicht an- 
gegeben sind. Es befindet sich nämlich ein grofses massives Haus mit rothem 
Dach, mit zwei Thüren und vier Fenstern nach See zu, am Strande, von 
welchem folgende Winkel gemessen sind: Leuchtthurm von Chanak und Leucht- 
thurm auf der Spitze Namazieh 37° 25' und der letztere Leuchtthurm und der- 
jenige auf der Spitze Kephez 81° 39‘. Nahe bei dieser Höhe stehen mehrere 
Badebuden auf Pfählen. Ferner sind vier grofse Minarets in der Stadt Chanak; 
das am meisten zur Rechten ist, von SW aus gesehen, ein grofses graues Bau- 
werk; das nächste oder zweite wird meistens als Landmarke benutzt. 
Man bringe beim Ansegelu das grofse massive Haus am Strande in rw 
N50°50‘’0 oder eine Gruppe Pappeln, mit einem kleinen Hause mit rothem 
Dach dicht bei, mit dem in der Ferne befindlichen Berggipfel in ca. rw N 
84° 35‘ O; halte in einer dieser Richtungen, bis das zweite Minaret in Linie 
mit einem kegelförmigen Berggipfel in rw N 20° O ist. Hier kann man dann 
auf 21,5 m Wasser, feinem dunklen Sand, gut haltbarem Grund ankern. 
‘) Vgl. Sailing Direetions for the Dardanelles, Sea of Marmara and the Bosporus. 1882. pag. 5. 
Litterarische Anzeige. 
„The Seaman’s Guide to the Law of Storms“ von W. H. Rosser, 
London 1885, Noril u. Wilson, enthält auf 28 Oktavseiten eine kurze ge- 
drängte Uebersicht der Gesetze der Wirbelstürme, sowohl die älteren Ansichten, 
als auch die „eueren Resultate und Anschauungen, sowie zum Schlufs die Be- 
antwortung einiger für den Seemann wichtigen praktischen Fragen. 
Gedruckt und in Kommission bei E. S. Mittler & Sohn. 
Königliche Hofbuchhandlung. 
Kochstrafse 69/70.
	        
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