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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juli 1884, 
waren 26 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° S-Br 
in 93,5° W-Lg am 5. Oktober, 30° S-Br in 95,8° W-Lg am 12. Oktober, 
20° S-Br in 101,5° W-Lg am 16. Oktober und 10° S-Br in 111,5° W-Lg am 
21. Oktober geschnitten. Die Bark „Caroline Behn“ hatte die Rhede von 
Iquique am 19. Oktober erreicht. 
In nördlicher Breite veränderte sich bei „Industrie“ der Wind allmählich 
durch S nach SW, um dann für mehrere Tage schwach aus dem westlichen 
Halbkreise zu wehen. Der Strom, welcher in der Nähe des Aequators stark 
nach Westen versetzt hatte, lief dann mit ziemlicher Schnelligkeit nach Osten. 
Windstille wurde nur für kurze Zeit beobachtet, als man sich am 1. November 
in der Nähe von 10,8° N-Br und 119° W-Lg befand. Auf diese folgte zunächst 
noch wieder ein leichter NW-Wind, am 2. November aber der in 11° N-Br 
und 118,4° W-Lg einsetzende NE-Passat, bei dem „Industrie“ bis zum 13. No- 
vember nach 35,4° N-Br in 130,7° W-Lg segelte. Als der Wind in der Nähe 
dieses letzteren Punktes bis zum ganz leisen Zuge abnahm, hatte der Luftdruck 
einen höchsten Stand von 769,5 mm erreicht. Nachdem die nördlich vom 
Passatgebiet für einen Tag angetroffene Windstille ein Ende genommen hatte, 
stellte sich ein leichter nordwestlicher Wind ein, bei dem der letzte Theil der 
Reise vollendet wurde. Am 24. November, 134 Tage später als 50° N-Br 
verlassen worden war, erreichte „Industrie“ den Hafen von San Francisco. Im 
nördlichen Theil des Stillen Oceans war während der 30 dort verbrachten 
Tage: 10° N-Br in 119,3° W-Lg am 31. Oktober, 20° N-Br in 122,7° W-Lg 
am 5. November und 30° N-Br in 130,3° W-Lg am 10. November gekreuzt 
worden. 
Am 3. März verlielfs die „Industrie“ San Francisco wieder, um nach 
einem englischen Orderhafen zurückzukehren. Der leichte nördliche Wind, bei 
dem diese Reise angetreten wurde, veränderte sich bald nach SE und darauf 
nach SW. Nordwestliche Winde, bei denen ein Südkurs eingehalten werden 
konnte, fand man erst südlich von 30° N-Br. Indem dieselben weiter durch 
N nach NNE drehten, entstand aus ihnen der Passat, dessen nördliche Grenze 
am 11. März in der Nähe von 25,5° N-Br und 121° W-Lg zu liegen schien. 
Der zwischen 18° und 8° N-Br in gröfster Stärke wehende Passat begleitete 
das Schiff, bis es sich am 20. März in der Nähe von 4,8° N-Br und 121° W-Lg 
befand. Südlich von diesem Punkte beobachtete man an zwei Tagen ganz 
schwachen östlichen Zug und als dieser später auffrischte, entwickelte sich aus 
demselben allmählich der SE-Passat, ohne daß dessen Grenze sich deutlich 
erkennbar machte. Geführt vom mäfsigen Passat, ging „Industrie“ am 24. März 
in 121,6° W-Lg von nördlicher in südliche Breite über. Es waren dann 
21 Tage seit der Abreise von San Francisco vergangen. Während dieser Zeit 
hatte man: 30° N-Br in 121,8° W-Lg am 9. März, 20° N-Br in 121,5° W-Lg 
am 13. März und 10° N-Br in 121° W-Lg am 17. März gekreuzt. 
In südlicher Breite frischte der Passat auf, nachdem 3° S-Br über- 
schritten worden war, und wurde man dann bis nach 23° S-Br hin von kräf- 
tigem Passat begünstigt. Zu der in 28,8° S-Br und 128° W-Lg liegenden 
polaren Passatgrenze gelangte „Industrie“ am 5. April. Der Wind nahm dort 
bis zum leisen Zuge ab, hielt sich dann aber noch für mehrere Tage im östlichen 
Halbkreise. Westwind wurde zuerst angetroffen, nachdem man am 9. April 
südlich von 32,5° S-Br gekommen war. „Industrie“ segelte bei demselben 
dann bis zum 15, April nach 42,5° S-Br in 110° W-Lg. Nach dieser Zeit 
herrschten wieder für längere Zeit östliche Winde vor, wie solche schon in den 
Reiseberichten mehrerer, sich damals im südöstlichen Theile des Stillen Oceans 
befindenden Mitsegler erwähnt worden sind. KErst südlich von 51° S-Br konnte 
bei dem sich dort allmählich durch S nach W verändernden Winde wieder ein 
rascherer Fortgang erzielt werden. Geführt von kräftigem Westwind erreichte 
„Industrie“ endlich am 30. April, dem 37. bis dahin in südlicher Breite ver- 
brachten Tage, den Meridian des Kap Horn. Auf dem Wege zu demselben 
war: 10° S-Br in 124,5° W-Lg am 28, März, 20° S-Br in 125° W-Lg am 
31. März, 30° S-Br in 129° W-Lg am 7. April, 40° S-Br in 118° W-Lg am 
13. April und 50° S-Br in 106,4° W-Lg am 19. April gekreuzt worden. Am 
2. April hatte das Schiff sich in Sicht von der Ducie-Insel befunden. 
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