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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juli 1884, 
bei denen sich eine Zeit lang ein befriedigend rascher Fortgang erzielen ließ, 
stellten sich am 23. März in der Nähe von 32,5° S-Br und 159,5° W-Lg ein. 
Dieselben hielten an, bis sie die Bark nach 44° S-Br in 139° W-Lg geführt 
hatten. In geringer Entfernung von diesem Punkte veränderte sich der Wind 
am 1. April durch S nach E, um sich dann zwei Wochen lang ununterbrochen 
im östlichen Halbkreise zu halten. Erst als sich „Agustina“ am 15. April in 
der Nähe von 53,5° S-Br und 115° W-Lg befand, drehte der Wind durch N 
nach NNW, um sich für einige Tage im nordwestlichen Quadranten zu halten. 
Am 18. April kehrte der Wind jedoch durch N nach NE zurück und wehte 
von daher für mehrere Tage stürmisch. Auch die sich am 22. April ein- 
stellenden Westwinde wurden später noch wieder von Ostwinden unterbrochen. 
Kurz es zeigte sich während dieser Fahrt über den südlichen Theil des Stillen 
Oceans dasselbe, was andere bei der Seewarte eingegangene Journale ebenfalls 
ausweisen, dafs nämlich auf die gepriesenen durchstehenden Westwinde höherer 
züdlicher Breiten zur Zeit des dortigen Herbstes und Winters mit Sicherheit 
nicht immer zu rechnen ist. Als die bei heftigem Westwinde segelnde 
„Agustina“ am 29. April die Länge des Kap Horn überschritt, waren 68 Tage 
seit der Abfahrt von der Sydney-Insel verflossen. Von dieser Zeit hatte man 
33 Tage südlich von 40° S-Br verbracht und dort an nicht weniger als 18 Tagen 
östlichen Wind beobachtet. 10° S-Br hatte die Bark in 170,6° W-Lg am 
26. Februar, 20° S-Br in 170° W-Lg am 6. März, 30° S-Br in 165,5° W-Lg 
am 18. März, 40° S-Br in 152,8° W-Lg am 28. März und 50° S-Br in 127° W-Lg 
am 8. April; wie 150° W-Lg in 41,5° S-Br am 29. März, 120° W-Lg in 53° S-Br 
am 11. April und 90° W-Lg in 58,3° S-Br am 23. April geschnitten. Ungefähr 
zur selben Zeit, in welcher „Agustina“ den Meridian des Kap Horn überschritt, 
wurde dasselbe von mehreren anderen für die Seowarte arbeitenden Schiffen 
gethan. Der von einem peruanischen Hafen kommende Blankeneser Schoner 
„Apoll“ that es am 29. April; die auf einer Reise von /quique nach Falmouth 
begriffene Hamburger Bark „Paul“ am 26. April, von der Bremer, am 5. März 
von Port Adelaide abgegangenen, Bark „Melusine“ geschah es am 2, Mai; das 
von San Francisco aus in See gegangene eiserne Elsflether Vollschiff „Industrie“ 
that es am 30. April und ein anderes eisernes Elsflether Vollschiff, der „Border 
Chief“, welches am 18, Februar Port Pirie verlassen, am 28. Februar die offene 
See erreicht hatte, überschritt die Länge des erwähnten Vorgebirges am 27, April. 
Alle diese Schiffe hatten im Stillen Ocean mehr und minder lange östliche 
Winde angetroffen, doch waren die von Norden herkommenden Schiffe dadurch 
weniger benachtheiligt worden, als die von Westen kommenden. 
Im Südatlantischen Ocean traf „Agustina“ angenähert dieselben Ver- 
hältnisse an, wie solche in den Reiseauszügen einiger der erwähnten Mitsegler 
schon hervorgehoben worden sind. Die Bark kreuzte 50° S-Br in 43,3° W-Lg am 
6. Mai, 40° S-Br in 29,6° W-Lg am 12, Mai, 30° S-Br in 24,7° W-Lg am 16. Mai, 
20° S-Br in 23,3° W-Lg am 24. Mai und 10° S-Br in 25,1° W-Lg am 28. Mai. 
Am 2. Juni, 34 Tage später als man sich beim Kap Horn befunden hatte, ging 
„Agustina“ in 26,4° W-Lg von der südlichen zur nördlichen Halbkugel über. 
„Apoll“ that dasselbe in 27,7° W-Lg am 30. Mai, „Paul“ in 23,9° W-Lg am 
3. Juni, „Melusine“ in 27° W-Lg am 2, Juni, „Industrie“ in 27,1° W-Lg am 
30. Mai und „Border Chief* in 26° W-Lg am 1. Juni. Zur polaren Passat- 
grenze waren „Agustina“ in 23,1° S-Br und 23,2° W-Lg am 23. Mai, „Apoll“ 
in 20° S-Br und 28° W-Lg am 23. Mai, „Paul“ in 23° S-Br und 19,8° W-Lg 
am 25, Mai, „Melusine“ in 26° S-Br und 22° W-Lg am 23. Mai, „Industrie“ 
in 21,6° S-Br und 23,1° W-Lg am 20. Mai und endlich „Border Chief“ in 
20,2° S-Br und 25° W-Lg am 24. Mai gelangt. 
{no nördlicher Breite wurde der Stillengürtel von „Agustina“ auf der 
zwischen 4° N-Br in 26,6° W-Lg und 8,1° N-Br in 26,6° W-Lg liegenden 
Strecke angetroffen. Man überschritt ihn in sechs Tagen, erreichte nach dieser 
Zeit am 9. Juni den NE-Passat und segelte dann mit dessen Hülfe bis zum 
21. Juni nach 28,3° N-Br in 38,6° W-Lg. Irx geringer Entfernung von diesem 
Punkte nahm der Ostwind bis zur ganz flauen Briese ab und wurde erst wieder 
kräftigerer Wind angetroffen, nachdem sich der Wind am 28, Juni unweit 
38° N-Br in 37° W-Lg durch S nach SW verändert hatte. „Agustina“, die 
dann den letzten Theil der Reise bei kräftigem Westwinde vollenden konnte, 
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