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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juli 1884; 
digender Weise vorrücken konnte. Als „Agustina“ sich am 17. Juni in 
38,5° S-Br und 5° W-Lg befand, wurde dort krankheitshalber die Führung des 
meteorologischen Journals unterbrochen. Im Südatlantischen Ocean war vorher 
10° S-Br in 32,3° W-Lg am 25. Mai, 20° S-Br in 38,3° W-Lg am 1. Juni und 
30° S-Br in 28,8° W-Lg am 7. Juni gekreuzt worden. „Agustina“ „ankerte in 
Port Adelaide nach einer Reise von 103 Tagen. Der Mitsegler „Ceres“, welcher 
nach 20° S-Br 36,7° W-Lg am 30. Mai gelangt war, befand sich am 17. Juni 
in 45° S-Br und 58,7° W-Lg. ; 
Am 30. August als sich die nun von Port Adelaide nach Sydney Island 
bestimmte „Agustina“ in der Nähe der Ostspitze der Käangaru-Insel befand, begann 
man an Bord derselben wieder mit der Führung des meteorologischen Journals. 
In nächster Zeit angetroffene sehr leichte westliche und stürmische SE-Winde 
verhinderten zunächst ein rasches Fortschreiten des Schiffes nach Süden. Erst 
nachdem sich am 6. September ein frischer Westwind eingestellt hatte, konnte 
man rascher fortschreiten. Die Bark überschritt am 7. September in 44,2° S-Br. 
die Länge des Südkaps von Tasmanien, wurde westlich von demselben noch 
wieder für längere Zeit durch anhaltenden theils stürmischen Ostwind aufgehalten 
und gelangte infolge dessen erst bis zum 18. September in Sicht der in der 
Nähe von der Südspitze von Neu-Seeland gelegenen Insel Snares. Hier stellte 
sich, folgend auf 24stündige Stille ein rasch auffrischender Westwind ein, bei 
dem die Bark in fast ununterbrochener Fahrt. bis zum 6. Oktober nach 22° S-Br 
in 160,5° W-Lg segelte. In der Nähe dieses Punktes veränderte sich der noch 
immer frische Wind bei einem Barometerstande von 764,4 mm durch S nach SE 
und wurde .zum Passat. Derselbe wehte bis nach 13,5° S-Br hin recht kräftig, 
sank nördlich von dieser Breite aber für mehrere Tage zum ganz leisen Zuge 
herab, um zwischen 13° und 8° S-Br wieder in gewünschter Stärke zu wehen. 
Die vom letzteren Parallel bis zur Sydney-Insel liegende Strecke mufste bei 
schwacher, unbeständiger, meist nordöstlicher Briese zurückgelegt werden. Ein 
leichter Ostwind führte die Bark auch am 17. Oktober in die Nähe jener Insel. 
Da den dortigen nur auf ein Schiff berechneten Ankerplatz aber ein norwegisches 
Schiff einnahm, mußte „Agustina“ die offene See halten und warten, bis jenes 
Schiff beladen war. Dieses Warten dehnte sich aber über eine ganz ungewöhnlich 
lange Zeit aus, denn erst am 24. Dezember konnte „Agustina“ den endlich frei 
gewordenen Ankerplatz bei jener Insel einnehmen. Einen grofsen Theil der 
vorhergehenden Zeit hatte die Bark auf einem Ankerplatze bei der ebenfalls 
zur Phönix-Inselgruppe gehörenden Koralleninsel Mary zugebracht. Die Reise 
von Port Adelaide bis zur Sydney-Insel war in 49 Tagen zurückgelegt worden. 
Während derselben hatte man: 40° S-Br in 168,4° W-Lg am 25. September, 
30° S-Br in 157,5° W-Lg am 3. Oktober, 20° S-Br-in 161,6° W-Lg am 
7. Oktober und 10° S-Br in 166,3° W-Ly am 12. Oktober gekreuzt. Den 
Meridian von 180° hatte man in 45,3° S-Br am 21. September überschritten. 
Nachdem „Agustina“ von der Sydney-Insel aus eine Ladung Guano erhalten 
hatte, wurde am 21. Februar 1884 der Anker wieder gelichtet und die Heim- 
reise nach Hamburg angetreten. Bei mäfsigem, den Anfang derselben 
begünstigenden. NNE-Winde konnte man zunächst in ziemlich rascher Fahrt 
nach Süden hin vorrücken. Als die Windstärke aber bald abnahm, wurde die 
Fahrt auch eine langsamere und als man nach etwa 8,5° S-Br gelangt‘ war, 
hielt Stille die Bark dort fast zwei Tage lang fest. Nachdem der Wind am 
25, Februar wieder leicht aus E durchgekommen war, veränderte sich derselbe 
indem. er. gleichzeitig auffrischte, nach links, so dafs als „Agwstina“ am 
28. Februar in Sicht von Apia gelangte, dasselbe bei frischem, in Böen 
wehenden NW-Winde geschah... Nachdem das draufsen vor dem Eingange zur 
Bai von Apta kreuzende Schiff den gewünschten Proviant erhalten hatte, setzte 
dasselbe am 29, Februar die Reise fort. Auf die nun zunächst beobachteten 
ganz schwachen meist nordöstlichen und nordwestlichen Winde folgte, als man 
sich am 5. März in der Nähe von 18° S-Br befand, ein etwa drei Tage lang 
anhaltender mäfsiger Ostwind, bei dem die Bark bis nach 24,5° S-Br in 169,8° 
W-Lg vorrückte, Südlich von diesem Punkte herrschte für verhältnilsmäfsig 
sehr lange Zeit Mallung, die wiederholt durch andauernde Stille unterbrochen 
wurde, und nachdem 28° S-Br überschritten worden war, beobachtete man 
längere Zeit anhaltende schwache hoch südliche Winde. Günstige Westwinde, 
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