Notizen über einige“Häfen an der Südküste Australiens,
eigenen Aukern liegen. Die Südseite ist nur für Dampfer und hat schlechten
Ankergrund. Der zweite Landungsplatz ist in der Mitte der Mole; derselbe
hat ca 2,5m Wassertiefe; der dritte innere nur 1,4m. ; ; .
—_ Gezeiten. Dieselben werden durch See und Wind sehr beeinflufst. Die
durchschnittliche Fluthwellenhöhe beträgt 1,2 m. Wenn nach anhaltendem
heftigem Westwinde stilles Wetter folgt, läuft ein starker Strom von Norden,
nach Ostwinden von Süden,
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4. Vietor Harbour.!)
Flaggenstange: 35° 34‘ 6“ S-Br, 138° 37‘ 30” O-Lg.
Das neuerbaute. Breakwater ist 205m lang und erstreckt sich in der
Richtung N 53° O0; auf seinem Ende soll ein Leuchtfeuer errichtet werden. Bis
zur 9m- (5 Fad.-) Linie besteht der Grund aus Kalkstein, aufserhalb derselben
aus Sand. ‘Der Hafen liegt offen gegen SE-Stürme. ;
Festmachebojen. Vier äulsere in 7,5—15m Wasser, zwei innere in
5,5—7,3m Wasser, .
Gezeiten. Hafenzeit 1* 9”, Durchschnittliche Höhe der Fluthwelle 1m.
Zeit und Höhe werden sehr beeinflufst durch den Wind. Südliche und südöst-
fS Winde erzeugen sehr niedriges, nördliche und westliche Winde hohes
asser,
5. Port Augusta.”)
Flaggenstange: 32° 29‘ 42“ S-Br, 137° 47' 28” O-Lg.
= Port Augusta, im Spencer Golf gelegen, ist der beste natürliche Hafen
Süd-Australiens in Bezug auf Geräumigkeit, Sicherheit und Wassertiefe. Auf
Point Lowly, dem Eingange in die innere Bucht, ist ein Leuchtfeuer errichtet;
von dort bis Two Hummock Pt. — 17 Sm — ist die Bucht ca 2 Sm breit,
mit 20—11m Wasser; von‘ Two Hummock Pt, bis zum Hafen — 23 Sm — ist
sie bedeutend schmäler und hat 9—3!/zm Wasser. Die Bucht bietet überall
gute Ankerplätze.
Gezeitenhöhe 3,5m. __- . .
Ein Zeitball fällt zweimal in der Woche, Dienstags und Freitags, um
9h a. m. d. i. um 1lt 48” 51° mittlere Greenwich-Zeit.
6. Port Pirie und Germein-Bucht.?)
Port Pirie Harbour: 33° 10‘ 35“ S-Br, 138° 1‘ 15“ O-Lg. .
Germein Bay: 833° 1‘.50% „ 138°0. 0“ „
Germein-Bucht, die Aufsenrhede von Port Pirie, bietet sehr bequeme Anker-
plätze mit gutem Ankergrund und 13—5'/2m Wasser; durch das bei Niedrig-
wasser theilweise trocken fallende Cockle Spit ist die Bucht vor den gefähr-
lichsten SW-Winden geschützt. Durch das vorliegende Kastern Shoal werden
zwei Eingänge in die Bucht gebildet; der nördliche für gröfsere Schiffe geeignete
ist gekennzeichnet durch: eine rothe Bake auf dem Nordende von Kastern Shoal
und eine schwarze Bake auf dem Westende von Ward Spit. Weiter ist der
Kanal markirt durch eine rothe Bake und drei rothe Bojen auf Cockle Spit, an
St-B., und drei schwarze Bojen innerhalb von Ward Spit, an B-B. Der südliche
Eingang ist ohne Marken. Nachdem die letzte rothe Boje auf dem Ostende
von Cockle Spit passirt ist, führt ein SO-Kurs, 2'/2 Sm, auf eine karrirte Boje
mit Stange und Ball, welche an beiden Seiten passirt werden kann. In der
Mitte der nördlichen Passage liegt ein Feuerschiff mit weilßsem, 8 Sm weit
sichtbarem Licht (s. „Nachr. f. Seef.“ 1883 No. 632). Von der karrirten Boje
führen sieben Leuchtbaken in den Hafen von Port Pirie. Zwei derselben, Leit-
feuer (roth und weils), müssen in Linie mit der karrirten Boje gehalten werden,
S0z0!/0, bis ein helles Licht an St-B. gesehen wird, welches ca 1%4 Sm von
der karrirten Boje entfernt am Eingang in den Creek liegt. Von dort ist der
Kanal durch vier andere Feuer und durch rothe‘ Bojen an St-B. und schwarze
i) „Australia Directory“, Vol, I, S. 212
%) „Australia Directory*, Vol. I, S. 155.
3) „Australia Directory“, Vol, I, S. 137.
Ann. d. Hydr, etc., 1884, Heft XT.