Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Juni 1884.
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erfolgte, bis zum 11, März nach 30,5° N-Br in 22,3° W-Lg. In der Nähe dieses
Panktes nahm der Wind bis zum ganz leisen Zuge ab, und indem sich dieser
dann laugsam nach rechts veränderte, wehte am 12, und 13. März in etwa
29° W-Lg ein schwacher Westwind. Der seit der Abfahrt von 50° N-Br von
dem dort beobachteten höchsten Stande von 778,0mm allmählich auf 757,0mm
yesunkene Luftdruck hatte nun scinen niedrigsten Punkt erreicht. Als das
Barometer zu steigen begann, veränderte sich der Wind in rascher Drehung
durch W und N nach NE, frischte aus letzterer Richtung etwas auf und wurde
Passat. Dio nördliche Grenze desselben schien am 13. März in ungefähr
28° N-Br und 23,4° W-Lg zu liegen. Der später nur sehr schwach wehende
Passat begleitete „Joe Rauers“, bis derselbe sich am 25. März in 2,7° N-Br
und 27,3° W-Lgy befand. In der Nähe dieses Punktes wurde. der Stillengürtel
betreten, der sich bis in südliche Breite hinüber erstreckte. Als „Joe Rauers“
am 28, März den Aequator in 27,1° W-Lg überschritt, geschah dasselbe bei
ganz leichtem nordwestlichem Zuge. Die Bark hatte die zwischen 50° N-Br
und Linie liegende Strecke in 26 Tagen zurückgelegt und auf derselben:
40° N-Br in 18,5° W-Lg am 6. März, 30° N-Br in 22,4° W-Lg am 11. März,
20° N-Br in 26,6° W-Lg am 18, März und 10° N-Br in 27,6° W-Lg am 22. März
gekreuzt. Die auf einer Reise von Cardiff nach Hongkong begriffene Apenrader
Bark „Friedrich“, welche 50° N-Br am 28. Februar verlassen hatte, war zum
Aequator in 24,2° W-Lg am 23. März gelangt. Dieselbe hatte am 12. und
13. März, den Tagen, an welchen bei „Joe Rauers“ leichte Westwinde wehten,
zwischen 25° und 23° N-Br Sturm aus NW beobachtet und war später durch
den unmittelbar folgenden Passat, sowie durch den fast von keiner Mallung
begleiteten Uebergang vom Gebicte des NE- in das des SE-Passats besonders
begünstigt worden. „Friedrich“ erreichte am 21. März die in 3° N-Br und
23° W-Lg gelegene nördliche Grenze des SE-Passats und wurde von diesem
Winde dann in zwei Tagen zur Linie geführt. „Joe Rauers“ traf erst am
29. März den unweit 0,5° S-Br einsetzenden SE-Passat an, bei dem die Reise
für längere Zeit einen mäfsig raschen beständigen Verlauf nahm. Man konnte
bis zum 9, April nach 27° S-Br in 30,5° W-Lg vorrücken, bevor der Wind
sich nach NE veränderte. Als er es in der Nähe dieses Punktes that, hatte
das Barometer einen höchsten Stand von 771,0mm erreicht. Am 10. April ging
der inzwischen hoch nördlich gelaufene Wind in Stille über, und erst der am
darauf folgenden Tage wieder durchgekommene SE-Wind veränderte sich später
in langsamer Drehung durch E und N nach NW... Am 19. April kehrte der
unweit 37° S-Br in 9° W-Lg durch S drehende Wind nach dem südöstlichen
Viertel zurück, und indem die Bark dabei wieder etwas Breite verlor, legie sie
bei südöstlichem Winde auch den letzten Theil des Weges zum ersten Meridian
zurück. Am 23. April, dem 26. bis dahin in südlicher Breite verbrachten Tage,
ging „Joe Rauers“ in 35,8° S-Br von westlicher in östliche Länge über. Vorher
war: 10° S-Br in 31,2° W-Lg am 2. April, 20° S-Br in 32,7° W-Lg am 6. April
und 30° S-Br in 26,3° W-Lg am 11. April geschnitten worden, Der Mitsegler
„Friedrich“ war zum Meridian von Greenwich in 37,6° S-Br am 15. April
gelangt.
In östlicher Länge suchte Kapt. Schröder baldmöglichst wieder in
höhere Breiten zu gelangen, doch verhinderte der sich zunächst fast stets in
hoch südlicher Richtung haltende Wind die Ausführung dieses Vorhabens. Als
später verhältnifsmäfsig häufig Ostwinde beobachtet wurden, konnte man zwar
leicht nach Süden hin gelangen, doch drängten diese den „Joe Rauers“ wieder
unerwünscht weit südwärts, so dafs am 9. Mai der Schiffsort 46,9° S-Br in
33° O-Lg war. Erst nachdem sich während eines sehr schweren, am 11. Mai
in der Nähe von 46,5° S-Br und 40°. 0O-Lg beobachteten Sturmes der Wind
von N nach W verändert hatte, hielt sich derselbe dauernd im westlichen Halb-
kreise und gewährte dem Schiffe nun eine erwünschte Gelegenheit zur Förderung
der Reise. Während jenes Sturmes erreichte das Barometer einen niedrigsten
Stand von 736,8 nm. Am 22. Mai, dem 29. nach dem Ueberschreiten des ersten
Meridians verflossenen Tage, gelangte „Joe Rauers“ nach 40° S-Br in 80° O-Lg.
Der Mitsegler „Friedrich“, welcher als südlichsten Punkt am 3. Mai 39,5° S-Br
io 40,5° W-Lg erreicht hatte, überschritt 80° O-Lg in 35° S-Br am 17. Mai.
Recht begünstigt wurde „Joe Rauers“ durch die Winde auf seinem Wege zum
Ann. 4. Hyür. ete., 1884, Heft X.
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