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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Juni 1884, 
zurück zu dem in 86,7° W-Lg überschrittenen Parallel von 50° Süd. Südlich 
von demselben waren 28 Tage zugebracht worden. Die Länge des Kap Horn 
hatte man in 57,7° S-Br am 14. September überschritten. Der Mitsegler 
„Caroline Behn“ gelangte nach 50° S-Br in 80,5° W-Lg am 2. Oktober. 
Die von „Rosa y Isabel“ auf dem Wege zum Passatgebiet angetroffenen 
Winde waren anfänglich auch nur ungünstig. Nachdem jedoch auf die am 
30. September in etwa 44,5° S-Br und 88° W-Lg herrschende leichte Mallung 
ein frischer Ostwind gefolgt war, nahm die Reise wieder einen günstigeren 
Verlauf, und schliefslich gelangte man zum Passat, ohne dafs anderer, als 
Ostwind wieder angetroffen worden war. Der am 9. Oktober in der Nähe von 
23,5° S-Br und 94° W-Lg, bei einem höchsten Luftdrucke von 769,3mm ein- 
setzende frische Passat führte „Rosa y Isabel“ bis zum 17. Oktober zu der in 
101,5° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu derselben von 50° S-Br zu ge- 
langen, waren nur 20 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 40° S-Br in 89,5° W-Lg am 2. Oktober, 30° S-Br in 91,2° W-Lg am 
6. Oktober, 20° S-Br in 95,2° W-Lg am 10. Oktober und 10° S-Br in 98,7° 
W-Lg am 14. Oktober gekreuzt. Der Mitsegler „Caroline Behn“ ankerte auf 
der Rhede von I/quique am 18. Oktober. In nördlicher Breite veränderte sich 
bei „Rosa y Isabel“ der allmählich schwächer werdende Wind durch S nach 
SW, und als man bis zum 28. Oktober nach 10,5° N-Br in 104,3° W-Lg vor- 
gerückt war, gerieth das Schiff dort in Stille und Mallung. Es mufste der noch 
übrige Theil der Reise dann bei umlaufenden, ebenso oft aus westlicher wie 
östlicher Richtung kommenden leichten Winden zurückgelegt werden. Nachdem 
die Bark am 1. November nach 20,2° N-Br in 109,5° W-Lg vorgerückt war, 
stellte sich dort ein leichter, vorherrschend aus dem nordwestlichen Quadranten 
wehender Wind ein, bei welchem mit B-B.-Halsen Kurs für das Kap San Lucas 
gesteuert wurde. Als man sich drei Tage später in Sicht von demselben befand, 
wurde die Führung des meteorologischen Journals eingestellt, Es waren bis 
dahin 129 Tage nach der Abreise vom Kanal vergangen. Im nördlichen Theile 
des Stillen Oceans war von der Bark: 5° N-Br in 103° W-Lg am 20. Oktober, 
10° N-Br in 104° W-Lg am 22. Oktober, 15° N-Br in 107° W-Lg am 29. Ok- 
tober und 20° N-Br in 109,3° W-Lg am 1. November gekreuzt worden. Die 
Wassertemperatur, welche unweit 4° S-Br 22,7° C. betrug, sank in der Nähe 
des Aequators auf 19,7° C., und stieg später wieder bis zu dem unweit 11° N-Br 
beobachteten Betrage von 28,8° C. Die in der Nähe der Linie mit etwa 1 Kn 
Stärke nach Westen laufende Strömung hatte auf der zwischen 4° und 9,5° N-Br 
liegenden Strecke östliche Richtung. 
‚ Nachdem „Rosa y Isabel“ mehrere Plätze an der Küste von Mexico 
besucht hatte, trat sie von Mazatlan aus am 6. Januar 1884 die Rückreise nach 
Liverpool an. Leichter nordwestlicher Wind begünstigte den Anfang derselben, 
und segelte man mit dessen Hülfe bis zum 8. Januar nach 18,5° N-Br in 
108° W-Lg. Auf die sich in der Nähe dieses Punktes einstellende leichte 
westliche Mallung folgte am 11. Januar der in 16° N-Br und 107,5° W-Lg 
einsetzende frische Passat, bei dem sich für mehrere Tage ein befriedigend 
rascher Fortgang erzielen ließ. Es endete derselbe unweit 7,5° N-Br in 106,5° 
W-Lg, indem sich der Wind nach SE und S veränderte. Nachdem später noch 
wieder an mehreren Tagen leiser Zug und Stille beobachtet worden war, traf 
die Bark endlich am 20. Januar in 4,3° N-Br und 103° W-Lg den SE-Passat 
an, bei welchem man bis zum 22. Januar zu der in 106,2° W-Lg überschrittenen 
Linie vorrücken konnte. Auf dem Wege zu derselben war: 20° N-Br in 108° 
W-Lg am 7. Januar, 15° N-Br in 107,5° W-Lg am 12. Jauuar, 10° N-Br in 
107° W-Lg am 13. Januar und 5° N-Br in 103,2° W-Lg am 19. Januar gekreuzt 
worden. In der Nähe des Aequators beobachtete man nun eine niedrigste 
Meerestemperatur von 22,7° C., während die Wasserwärme unweit 4,5° N-Br 
27,4° C, betragen hatte, und später in 6,5° S-Br wieder einen höchsten Betrag 
von 24,6° C. erreichte. Die zwischen 8° und 2,5° N-Br angetroffene Strömung 
war eine östliche; die Bark wurde durch dieselbe in drei auf einander folgenden 
Etmalen nicht weniger als 165 Sm versetzt. Dagegen stellte man eben südlich 
der Linie einen in zwei Tagen den Betrag von 79 Sm erreichenden Weststrom 
fest. Das Gebiet des zwischen 9° und 21° S-Br seine größte Stärke erreichen- 
den SE-Passats dehnte sich aus bis nach 23° S-Br in 113.5° W-Lg. In der 
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