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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Magnetische Beobachtungen auf und bei Island. 
Magnetische Beobachtungen auf und bei Island. 
(„Notice to Mariners“ No. 61/185. Washington 1884.) 
An Bord des französischen Schiffes „Allier“ sind nachstehende magnetischen 
Beobachtungen auf und bei /sland im Jahre 1883 angestellt worden: 
Beobachtungen an Land. Es ist bekannt, dafs in der Nähe von 
Island die Kompasse oft fehlerhaft zeigen, und dafs an einigen Orten, besonders 
in der Nähe der Insel Skruden und beim Berge Sneefields, sowie im allgemeinen 
im Innern sämmtlicher Fjorde, dieser Fehler zum Theil eine Gröfse von 20° 
bis 30° erreicht. Es können daher Beobachtungen an Land nur dann von 
Nutzen sein, wenn die Aenderungen der Variation au jedem einzelnen Platze 
bestimmt werden. 
Während eines Monats sind derartige Beobachtungen mit Hülfe von 
Registrir-Apparaten zu Reikiavik und im Faskrud Fjord angestellt worden. Diese 
haben ergeben, dafs das Nordende der Magnetnadel um 1* 30" p. m. die gröfste 
westliche und um 5% 30" a, m. die gröfste östliche Ablenkung hatte. Die 
mittlere Amplitude dieser Ablenkungen betrug ungefähr 21‘; nur in einigen 
Ausnahmefällen, deren Grund unerklärbar war, betrug die Differenz zwischen 
Ost- und Westablenkung nahe 3° 30°. 
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Beobachtungen auf See. Diese haben ergeben, dafs im allgemeinen 
der Einflufs des Landes auf den Kompafs in einem Abstand von 5 bis 6 Sm 
aufhört, sich fühlbar zu machen; nur an einigen Stellen, nämlich in der Nähe 
des Berges Sneefields, in der Thorlak-Bucht, bei dem Kap Reikiands, bei den 
Westman-Inseln und besonders an. der Ostküste von /sland, zwischen den Inseln 
Papey, Hvalsbak und Skruden erstreckt sich die Beeinflussung des Landes bis 
auf einen Abstand von 20 bis 30 Sm nach See zu.
	        
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