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Auflösungen für das Zweihöhenproblem,
4. Fortsetzung der Diskussion über die Methode von Douwes., Die
Wiederholung der Rechnung giebt eine Annäherung in geometrischer
Progression, wenn diese Reihe konvergirt. Bedingung der Konvergenz
und Divergenz. Die Anwendung des Differential-Verhältnisses als
konstanten Quotienten der Reihe erspart in allen Fällen die Wieder-
holung der Rechnung und giebt auch bei der divergenten Reihe noch
aine richtige Auflösung. Unbestimmter Fall, wo dies Verhältnifs =
+1 wird und daher beide Sonnenörter in demselben Vertikalkreise
Hegen.
Ohne Hülfe des Differential- Verhältnisses
dep 1 — cos !a (t‘ — t) sec !a (t‘ + t)
Sn = +— BES A Lt
dep‘ 1—cotggtgd
welches erst später von Brinkley eingeführt wurde, beschränkte sich Douwes
auf die Anweisung, die Rechnung nach seinen Formeln zu wiederholen, wenn
der Unterschied zwischen der geschätzten Breite g@‘ und der damit berechneten
@ beträchtlich werde. Er nahm in seinem ersten Beispiele !®) den Fall an, dafs
g‘=—=43°0'N soi und berechnet damit g= 51° 55‘. Die Wiederholung gab
p— 52° 22‘, welches nur noch 1 bis 2‘ von der strengen trigonometrischen
Rechnung abwich. Hier war auch m = + 0,05 ein sehr günstiger kleiner Bruch,
wonach die Verbesserung der berechneten Breite nur ’/2o des Fehlers der ge-
schätzten Breite betrug.
Es sei als übersichtliches Beispiel angenommen, dafs die gesuchte wahre
Breite 50° 8‘N und die geschätzte Breite g#‘= 50° 0‘ wäre, nebst dem immer
genau genug berechenbaren m =— + 0,50, so müfste eine erste Rechnung nach
Douwes gegeben haben v= 50° 4‘, weil # + dp — 50° 8‘ =— ‘+ dg‘ werden
soll. Die Wiederholung mit ‘= 50° 4‘ giebt dann #— 50° 6‘ da jetzt dp + do
—50°6‘ + 2‘= 50° 8‘, Die fernere Wiederholung mit ‘= 50° 6‘ würde
50° 7‘ geben und überhaupt die Reihenfolge der Annäherung durch Wiederholung
sich so verhalten:
50°0 F4 2 +1 + 1%-+VYa...=50°0 +4(1 + % + Yı +...) = 50° 8%
Wenn aber dp = — 0,50. dg‘ also m = — 0,50 gewesen wäre, so würde
man aus denselben Gründen gefunden haben:
50° + 126-5 — a + a ... = 50°0‘ +12(1—'+Yı—Ys+ ...)=50°8"
da = a = A 1 Ya + Us — Vae+... ist.
Ohne Wiederholung hätte man hier sogleich, nach den Formeln (5) und
(6) des vorigen Kapitels gehabt:
D— Op‘ 12‘ 12
üp = ———— = 1 1=Z3=—4 also # + dp =— 50° 12‘ — 4' = 50° 8‘
A a —3
m
1 PS 12 Sam ‘ 4 i(— 50° (Y /— BO)° 8
oder auch dp‘= im "1705 = + 8‘ und g‘ + dp‘ = 50° 0° + 8‘ = 50° 8%.
Im vorhergehenden Falle, wo m = + 0,50 war, wird daher:
4
do=z = +4 und g@ + dp = 50° 4‘ + 4’ — 50° 8‘
; .
oder de’ = N = +8 also y‘ + dp‘ = 50° 0‘ +8‘ = 50° 8.
Das Verfahren der Wiederholung mufs aber immer weitläufiger werden,
je mehr sich m der Einheit nähert. Für m = — 1 hätte man noch im vorigen
Beispiele die Resultate:
50° 0%, 50° 16‘, 50° 0%, 50° 16’, u. s. w., weil dp‘ = + 8' und daher dp —= — 8‘ist,
so dafs die wahre Breite 50° 8‘ in der Mitte zwischen beiden sich immer
wiederholenden Rechnungsresultaten liegt, und in Uebereinstimmung mit der
. . — wo‘ 16
Rechnung ohne Wiederholung, wonach hier d@‘ = 1ZR= ZZ =+8,
5) Douwes, Verhandeling p.
{91.