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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Mai 1884, 
wurde, ohne dafs auch nur eine Spur von Mallung vorher angetroffen worden 
war. Vom Kap Horn herkommende Mitsegler, welche den Aequator damals 
in westlicher liegender Länge überschritten, fanden den NE-Passat zwar auch 
schon in südlicher Breite, doch ging dem Einsetzen desselben dort während 
etwa 36 Stunden herrschende Mallung und Stille voran. Es beobachtete dieses 
sowohl die am 6. April die Linie in 28,3° W-Lg schneidende Brigg „Atlantic“ 
wie das eiserne Vollschiff „Shakespeare“, welches, nach dem Kanal bestimmt, 
den Aequator in 30,5° W-Lg am 7. April passirte. 
Der zwischen 1° und 19° N-Br am kräftigsten wehende Passat endete 
nachdem „Amanda & Elisabeth“ von ihm bis nach 22° N-Br in 37° W-Lg ge- 
führt worden war. In geringer Entfernung von diesem Punkte, wo man einen 
höchsten Luftdruck von 765,0 mm beobachtete, veränderte sich der ganz schwach 
werdende Wind nach SE. Indem der Wind bald wieder auffrischte, vollendete 
derselbe eine unregelmäfsige Drehung nach rechts. Nördlich von 31° N-Br 
wehte der Wind wieder heftig aus östlicher Richtung, doch war derselbe, da 
man bei ihm einen Nordkurs nahezu einhalten konnte, nicht ganz ungünstig. 
Auf kurze Stille, in welche dieser Wind schliefslich am 28, April in der Nähe 
von 42° N-Br und 32,7° W-Lg geendet hatte, folgte ein rasch auffrischender 
NW-Wind, bei dem fast der ganze noch übrige Theil der Reise vollendet 
wurde. Am 5. Mai, nur 74 Tage nach der Abfahrt, erreichte „Amanda & 
Elisabeth“ den Kanal. In nördlicher Breite war, während der 28 dort zuge- 
brachten Tage: 10° N-Br in 35,1° W-Lg am 12. April, 20° N-Br in 37° W-Lg 
am 16. April, 30° N-Br in 31,9° W-Lg am 22, April und 40° N-Br in 33,6° 
W-Lg am 27. April gekreuzt worden. Die nach Lissabon bestimmte Brigg 
„Atlantic“ schnitt 30° N-Br in 34,2° W-Lg am 26. April und ankerte auf dem 
Tajo am 13. Mai; und der Mitsegler „Shakespeare“, welcher 30° N-Br in 37,3° 
W-Lg am 28. April kreuzte, gelangte zur Kanal-Mündung am 13. Mai. 
14. Reise der eisernen Bremer Bark „Canopus“, Kapt. B. Schnatmeyer. 
Am 17. März 1883 verliefs die nach Honolulu bestimmte Bark „Canopus“ 
den Hafen von Falmouth. Auf die in See zunächst angetroffenen schwachen 
Westwinde folgte am 21. März ein unweit 48° N-Br in 11,5° W-Lg einsetzender 
kräftiger Ostwind, bei dem für längere Zeit in befriedigend rascher Weise nach 
Süden hin fortgeschritten werden konnte, Als die Bark sich am 28. März in 
etwa 33,5° N-Br und 23° W-Lg befand, veränderte sich der Wind durch S 
nach SW. Da man nun für mehrere Tage mit St-B.-Halsen segeln mufste, 
kam die vorher erwähnte, gut westlich gelegene Position gut zu statten. 
Unweit 29° N-Br in 19,8° W-Lg nahm der westliche Wind bis zum ganz leisen 
Zuge ab, und aus diesem entwickelte sich am 1. April bei auf 767,0 mm ge- 
stiegenem Barometerstande der in 28,5° N-Br und 19,7° W-Lg einsetzende 
NE-Passat. Nach dessen Durchkommen nahm die Reise einen ferneren günstigen 
Verlauf, der nicht eher unterbrochen wurde, als bis 2° N-Br in 27° W-Lg 
erreicht worden war. In diesem Punkte betrat „Canopus“ den Stillengürtel, 
welcher sich, wie für diese betreffende Jahreszeit nicht selten, bis in südliche 
Breiten hinüber ausdehnte. Bei leichter südöstlicher Briese ging „Canopus“ 
am 15, April in 27,2° W-Lg von der nördlichen zur südlichen Breite über. 
Die Bark hatte die zwischen Kanal und Linie liegende Strecke in 29 Tagen 
vollendet und auf derselben: 40° N-Br in 20,1° W-Lg am 25. März, 30° N-Br 
in 20,9° W-Lg am 30. März, 20° N-Br in 24,3° W-Lg am 4. April und 10° N-Br 
in 27,2° W-Lg am 9. April gekreuzt. Die eiserne Altonaer, auf einer Reise 
nach Valparaiso begriffene Bark „Niagara“, welche Lizard ebenfalls am 17. März 
passirte, erreichte den Aequator iu 26,2° W-Lg am 17. April. Dieses Schiff, 
welches sich am 21. März Mittags in 47° N-Br und 10,5° W-Lg befunden hatte, 
während gleichzeitig „Canopus“ in 47,4° N-Br und 12,8° W-Lg stand, hielt sich 
später östlicher als „Canopus“ es that; denn als dieses Schiff wegen des später 
von beiden Mitseglern angetroffenen SW-Windes am 29. März in 33,8° N-Br 
und 23,8° W-Lg wendete, um von nun au unterbrochen mit St-B.-Halsen zu 
segeln, wendete die gleichzeitig in 36,7° N-Br und 20,5° W-Lg stehende 
„Aiagara“ zwar auch, doch mufßste dieselbe bald wieder mit B. B.-Halsen 
segeln. Die Folge davon war, dafs am Mittage des 1. April, an welchem Tage 
sich bei beiden Schiffen der NE-Passat einstellte, der Standpunkt von „Canopus“
	        
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