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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc., Mai 1884. 
Lizard. Vorher war: 70° W-Lg in 38,8° N-Br am 4. April, 60° W-Lg in 37,6° 
N-Br am 7. April, 50° W-Lg in 37,8° N-Br am 9. April und 30° W-Lg in 43,4° 
N-Br am 17. April überschritten worden. Die beiden Mitsegler hatten die 
Kanal-Mündung am 28. April erreicht. 
12. Reise der Bark „Amanda & Elisabeth“, Kapt. F. C. J. Föh. 
Der auf einer seiner gewöhnlichen Reisen nach Zanzibar begriffene Ost- 
afrikafahrer „Amanda & Elisabeth“ verliefs am 7. Oktober 1883 den Kanal, 
Der damals leicht aus N wehende Wind veränderte sich am nächsten Tage 
nach Ost und begleitete das Schiff, bis es nach 43° N-Br in 13,5° W-Lg ge- 
kommen war. Io geringer Entfernung von diesem Punkte drehte am 11. Oktober 
der inzwischen schwach gewordene Wind durch N nach W und SW. Die Bark 
segelte dann für mehrere Tage mit St. B.-Halsen, Als man in dieser Weise 
südlich von 38° N-Br gekommen war, wurde der Westwind wieder raumer, und 
schliefslich entstand aus ihm der NE-Passat, ohne dafs vorher eine Störung 
beobachtet wurde. Unweit 34,5° N-Br in 15,8° W-Lg, wo die Windrichtung 
am 17. Oktober bei auf 771,4 mm gestiegenem Barometerstande eine östlich von 
N liegende wurde, schien die polare Passatgrenze zu liegen. Der später zwischen 
23° und 12° N-Br in gröfster Stärke wehende Passat dehnte sein Gebiet süd- 
wärts aus bis nach 6,3 N-Br in 24,3° W-Lg. In geringer Entfernung von diesem 
Punkte nahm der Wind am 29. Oktober südöstliche Richtung an und ging dann 
bald in Stille über. Es verging nun fast eine Woche, bevor es gelang, den 
SE-Passat wieder anzutreffen. Derselbe stellte sich am 5. November in der 
Nähe von 4° N-Br und 24,6° W-Lg ein, indem sich dort der leichte vorher 
aus SSW wehende Wind durch S nach SSE veränderte. Nur schwach und 
aus schraler Richtung auftretend, segelte die Bark bei ihm bis zum 8. November 
zu der in 25,1° W-Lg überschrittenen Linie. Um zu derselben vom Kanal her 
zu gelangen, waren 32 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte 
man: 40° N-Br in 12,8° W-Lg am 13. Oktober, 30° N-Br in 20,4° W-Lg am 
19. Oktober, 20° N-Br in 26,6° W-Lg am 23. Oktober und 10° N-Br in 24,4° 
W-Lg am 27. Oktober gekreuzt. 
Der in südlicher Breite bald auffrischende Passat begleitete die Bark, 
bis sie am 19. November nach 28° S-Br in 28,5° W-Lg gelangt war. In der 
Nähe dieses Punktes veränderte sich der noch immer kräftig wehende Wind, 
bei einem Barometerstande von 764,7 mm, nach NE. Einige Tage darauf drehte 
der Wind durch N nach W, um sich für mehrere Tage in westlicher Richtuag 
zu halten, Eine Drehung nach links wurde in diesem Falle nicht ausgeführt, 
Als der Wind am 27. November, in geringer Entfernung von 37° S-Br und 
6° W-Lg, nach NNE zurückkrimpte, nahm derselbe bald, indem gleichzeitig der 
Luftdruck bis auf 735,8 mm sank, bis zum heftigen, das Schiff zum Beidrehen 
zwingenden Sturme zu. Derselbe wehte aus NW am härtesten und mäßigte 
sich erst am 28. November. Am 29. November ging die, jetzt bei frischem 
Westwinde segelnde „Amanda & Elisabeth“ in 37,5° S-Br von westlicher in 
östliche Länge über, Der 29. November war der 21. bis dahin in südlicher 
Breite zugebrachte Tag. Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 29,7° 
W-Lg am 12. November, 20° S-Br in 31,8° W-Lg am 16. November und 30° S-Br 
in 26° W-Lg am 20. November gekreuzt. 
Indem die Bark sich zwischen 38° und 39° S-Br hielt, legte sie dort die 
erforderliche Länge zurück. Sie konnte bei dem sich fast ununterbrochen in 
westlicher Richtung haltenden Winde bis zum 11. Dezember nach 35,5° S-Br 
in 40,5° O-Lg vorrücken. Von diesem Punkte aus wurde ein hoch nördlicher 
Kurs eingeschlagen, auf dem man bis zum 13. Dezember nach 32° S-Br in 
42,5° O-Lg segelte. Der weitere Fortschritt nach Norden erfolgte infolge der 
zunächst beobachteten leichten hoch nördlichen Winde nur in langsamer Weise. 
Nachdem jedoch an die Stelle der unweit 29° S-Br in 42° O-Lg herrschenden, 
von einem Barometerstande von 762,1 mm begleiteten, leichten Mallung am 
17, Dezember der rasch auffrischende SE-Passat getreten war, nahm die Reise 
wieder einen rascheren Verlauf. Westlich von Madagascar, dessen Südspitze 
man am 18. Dezember passirte, nahm die Windstärke allmählich ab, bis schliefslich 
am 20, Dezember, in der Nähe von 20° S-Br und 42,6° O-Lg, Stille herrschte. 
Diese Stille bezeichnete die Grenze zwischen dem Gebiete nördlicher und süd- 
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