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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen etc,, Mai 1884, 5927 
Sicht des Hafens von Mazatlan und am 3. Oktober wurde in demselben ge- 
ankert. Um zu demselben von der Garonne zu gelangen, waren 162 Tage 
erforderlich gewesen. Im nördlichen Theile des Stillen Oceans hatte man 
18 Tage zugebracht und dort: 10° N-Br in 106,2° W-Lg am 17. September 
und 20° N-Br in 107,5° W-Lg am 26. September geschnitten. Der Mitsegler 
„Malinche“ ankerte im Hafen von San Blas am 29. September. 
Am 29, November 1883 ging „Humboldt“ von Playa Colorado wieder in 
See, um. nach Falmouth zurückzukehren. Der zu Anfang dieser Reise wehende 
frische NNW-Wind wurde nach 2 Tagen schwach und veränderte sich dann 
langsam durch N nach NE. Unweit 17° N-Br in 108,8° W-Lg, wo die Wind- 
richtung eine nordöstliche wurde und auch der Wind an Stärke zunahm, schien 
die polare Passatgreuze zu liegen. Dieser Ostwind wurde jedoch bald wieder 
schwach und veränderte sich später in langsamer Drehung durch S nach SSW. 
Von unweit 9,8° N-Br in 109,20 W-Lg ab, wo der Wind am 9. Dezember die 
letztere Richtung annahm, wurde mit St-B.-Halsen gesegelt. Aus diesem süd- 
westlichen Winde ging nicht unmittelbar der SE-Passat hervor, sondern nach- 
dem die Bark 7° N-Br überschritten hatte, wurde leichte meist aus südlicher 
Richtung kommende Mallung angetroffen, bei der sich nur ein sehr langsamer 
Fortgang nach Süden erzielen liefs. Auf am 16. und 17. Dezember in der 
Nähe von 5,4° N-Br und 109° W-Lg herrschende Stille folgte endlich am 
letzteren Tage der allmählich auffrischende SE-Passat. Von demselben wurde 
„Humboldt“ bis zum 21. Dezember zu der in 114,3° W-Lg überschrittenen Linie 
geführt. Es waren bis dahin 22 Tage auf See zugebracht worden. 20° N-Br 
hatte man in 108,6° W-Lg am 2. Dezember und 10° N-Br in 109,1° W-Lg am 
9. Dezember gekreuzt. Die Bark „Malinche“, welche am 7. Dezember von 
Mazatlan aus die Rückreise angetreten hatte, ging am 25. Dezember in 123,4° 
W-Lg von der nördlichen zur südlichen Halbkugel über. Der bei „Humboldt“ 
in der Nähe von 22° S-Br an mehreren Tagen nur als ganz leiser Zug auf- 
tretende SE-Passat wehte südlich von diesem Parallele später noch wieder 
kräftiger und endete, als die Bark sich am 7. Januar 1884 in etwa 31° S-Br 
und 127,2° W-Lg befand. Nicht weit von diesem Punkte entfernt, wo ein 
höchster Barometerstand von 769,3 mm beobachtet wurde, veränderte sich der 
zum ganz leisen Zuge herabgesunkene Wind nach NE. Am selben Tage und 
fast genau zur selben Stunde endete der Passat auch bei der in 29,7° S-Br und 
132° W-Lg stehenden „Malinche“. Südlich vom Passatgebiet fand „Humboldt“ 
günstigere Verhältnisse als der Mitsegler; denn während bei jener Bark der 
Wind sich bald durch N nach W veränderte und sich später im westlichen 
Halbkreise hielt, wehten bei „Malinche“ noch wieder an mehreren Tagen öst- 
liche Winde. Am 11. Januar Mittags herrschte bei dem in 38,8° S-Br und 
122° W-Lg stehenden „Humboldt“ SW-Wind in Stärke 5, während man gleich- 
zeitig bei der in 35,6° S-Br und 131,8° W-Lg befindlichen „Malinche“ Nordwind 
in Stärke 3 beobachtete. Bei der ersteren Bark zeigte damals das Barometer 
auf 767,2 mm, bei der letzteren. auf 767,5 mm. „Humboldt’s“ Fahrt wurde zwar 
später auch noch an mehreren Tagen durch leichte östliche Winde verzögert, 
doch war dieses Schiff im Stande, den einmal gegen den Mitsegler gewonnenen 
Vorsprung einzuhalten. Am 30. Januar, 4 Tage eher als „Malinche“ es that, 
überschritt „Humboldt“. die Länge des Kap Horn. Um zu derselben von der 
Linie her zu gelangen, waren 40 Tage erforderlich gewesen. Während dieser 
Zeit hatte man: 10° S-Br in 118,5° W-Lg am 25. Dezember, 20° S-Br in 
120,3° W-Lg am 29. Dezember, 30° S-Br in 127,4° W-Lg am 6. Januar, 40° 
S-Br in 119,8° W-Lg am 12. Januar und 50° S-Br in 99,5° W-Lg am 21, Januar 
gekreuzt, 
Im Atlantischen Ocean folgte auf die dort zunächst an ‚zwei Tagen 
herrschenden ungünstigen Verhältnisse am 2, Februar ein frischer SW-Wind, 
bei dem sich für längere Zeit ein recht befriedigender Fortgang erzielen liefs, 
Nachdem 40° S-Br überschritten worden war, wehte der Wind vorherrschend 
aus einer hoch nördlichen Richtung und besafls an mehreren Tagen auch nur 
eine unerwünscht geringe Stärke, so dafs infolge dessen nun eine bedeutende 
Verzögerung der Reise erfolgte. Nachdem bei leichtem nordöstlichem Winde 
für längere Zeit mit St-B.-Halsen gesegelt worden war, stellte sich endlich am 
28. Februar in der Nähe von 22,4° S-Br und 29,5° W-Lg der SE-Passat ein,
	        
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