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Eingänge von meteorologischen Journalen etc., September 1883.
21. November und erreichte am 24. November einen Ankerplatz in der Nähe
des Bestimmungsplatzes. Zur Vollendung der Reise waren 168 Tage erforderlich
gewesen. Auf dem südlich von den Sunda-Inseln liegenden Reiseabschnitt hatte
„Marie Lowise“ 30° S-Br in 108,1° O-Lg am 29. September, 20° S-Br in 113,3°
O-Lg am 3. Oktober und 10° S-Br in 118° O-Lg am 10. Oktober gekreuzt.
Von Shanghai aus trat „Marie Louise“ am 11. Januar 1883 eine Reise
nach Cebu an. Sie segelte bei dem frischen, zu Zeiten selbst in unerwünscht
grofser Stärke wehenden NE-Monsun südwärts und erreichte am 20. Januar die
Strafse von San Bernandino. Am 21. Januar wurde im Hafen von Cebu
geankert. Nachdem dort eine für Liverpool bestimmte Ladung eingenommen
worden war, trat die Bark am 17. Februar die Reise nach diesem Platze an.
Sie durchsegelte zunächst bei leichtem NE-Monsun die Sulu-See und gelangte
am 21. Februar in die Nähe der Insel Balabak. In der China-See wehte eben-
falls schwacher NE-Monsun, von welchem man bis zum 2. März zu dem in
105,5° O-Lg überschrittenen Aequator geführt wurde. Nachdem später noch
Banka-Strafse, Sunda-See und Sunda-Strafse bei leichtem östlichem Winde durch-
segelt worden waren, erreichte „Marie Louise“ am 11. März den Indischen
Ocean. In demselben wurde, nachdem zunächst an mehreren Tagen ganz
schwacher südöstlicher Zug geherrscht hatte, am 13. März in geringer HEnt-
fernung von 9° S-Br und 102,5° O-Lg der beständige SE-Passat angetroffen,
bei dem die Reise einen rascheren Verlauf nahm. Derselbe dehnte sein Gebiet
aus bis nach 23° S-Br in.73,5° O-Lg und endete hier, indem der Wind sich
nach NE veränderte. Später herrschten noch für lange Zeit östliche Winde,
die jedoch der Richtung nach unbeständig waren und häufig nur geringe Stärke
besafsen. Die angetroffenen Westwinde waren selbst in der Nähe der Südspitze
Afrika’s in keinem Falle von langer Dauer, und da sie meistens aus hoch süd-
licher Richtung kamen, ebenfalls nicht ungünstig. Nennenswerthe Stürme waren
nicht zu überstehen. Am 23. April überschritt „Marie Louise“ bei leichtem
Nordwinde die Länge der Kapstadt, und am 27. April gelangte die Bark in
11° O-Lg wieder nördlich von 30° S-Br. Südlich von diesem Parallel hatte
man 13 Tage zugebracht, und auf der Route von der Sunda-Strafse zur Süd-
spitze Afrika’s war: 10° S-Br in 102° O-Lg am 14. März, 20° S-Br in 82,5° O-Lg
am 22. März und 30° S-Br in 37° O-Lg am 14. April, wie 90° O-Lg in 16,6°
S-Br am 18. März, 60° O-Lg in 26,7° S-Br am 3. April und 30° O-Lg in
33,5° S-Br am 17. April geschnitten worden.
Nördlich von 30° S-Br im Atlantischen Ocean traf „Marie Lowise“ noch
für längere Zeit leichte, unbeständige südöstliche und südwestliche Winde ap,
bevor es endlich am 6. Mai gelang, den unweit 21,2° S-Br in 0,4° W-Lg ein-
setzenden, später zwischen 18,5° und 10° S-Br am frischesten wehenden SE-
Passat aufzufinden. Nachdem dieses geschehen, nahm die Reise wieder einen
günstigeren Verlauf, so dafs man bis zum 20. Mai zur Linie in 22° W-Lg vor-
rücken konnte. Um zu diesem letzteren Punkte von 30° S-Br aus zu gelangen,
waren 23 Tage erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 20° S-Br
in 1,5° W-Lg am 7. Mai und 10° S-Br in 12,6° W-Lg am 13. Mai geschnitten.
In nördlicher Breite wurde „Marie Lowise“ bis nach 3,2° N-Br in 23° W-Lg
vom SE-Passat begleitet. Nördlich von diesem Punkte beobachtete man zunächst
leichten NE-Wind, und später fünf Tage lang anhaltende Mallung und Stille.
Als die Bark bis zum 29. Mai nach 7° N-Br in 26° W-Lg vorgerückt war,
setzte dort der NE-Passat ein, der später zwischen 9° und 24° N-Br am
kräftigsten herrschte und dessen Gebiet sich bis nach 26,2° N-Br in 37,3° W-Lg
ausdehnte. Als „Marie Lowise“ am 7. Juni in die Nähe dieses Punktes gelangt
war, drehte dort der kurz vorher bis zum leisen Zuge abgenommene Wind nach
SE und S, und indem die Richtung sich dann ferner nach rechts veränderte
wurde sie schliefslich eine westliche. Der nun folgende Westwind wurde zwar
später noch wieder von Ostwind unterbrochen, doch blieb jener vorherrschend,
und bei westlichem Winde erreichte die Bark auch am 27. Juni den Eingang
des St, Georgs-Kanals. Es waren dann 130 Tage seit der Abreise von Cebu
verflossen. Die Sunda-Strafse war 108 Tage vorher verlassen worden, und von
dieser Zeit hatte man 38 Tage in nördlicher Breite zugebracht. 10° N-Br hatte
man in 28,5° W-Lg am 31. Mai, 20° N-Br in 35,9° W-Lg am 4. Juni, 30° N-Br
in 36,8° W-Lg am 9. Juni und 40° N-Br in 33,2° W-Lg am 15. Juni gekreuzt.