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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Die harmonische Analyse der Gezeitenbeobachtungen. 
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aufeinander. Die Oberfläche des Meeres war ganz schlicht, und es ist von uns 
nicht bemerkt worden, dafs dieselbe durch die Erschütterung beunruhigt wurde. 
Wie ich später erfahren habe, ist dieses Erd- oder Seebeben auch von andern 
Schiffen, welche z. Z. in unserer Nähe waren, beobachtet worden. Auch in 
Chifu war fast um dieselbe Zeit ein Erdbeben fühlbar. 
Der Schleppdampfer von Takaw (Küste von Chiva) welcher früher eine 
sehr mangelhafte Maschine hatte, ist jetzt (Januar 1884) reparirt und im Stande, 
auch bei frischer Briese Schiffe ein- und auszuschleppen.“ 
Die harmonische Analyse der Gezeitenbeobachtungen, 
(Von Prof. Dr. Börgen in Wühelmshaven.) 
(Fortsetzung.) 
$ 7. 
Uebersicht über die zu berücksichtigenden Tiden, Grössen zur 
Berechnung der Argumente, 
Die nachfolgende Uebersichtstabelle enthält alle Tiden, welche wir bisher 
als berücksichtigenswerth kennen gelernt haben. Neben der Bezeichnung der 
Tide ist in derselben der astronomische Theil der Koefficienten A und der 
astronomische Theil des Arguments Vo-+ u aufgeführt, d. h. diejenigen Gröfen, 
welche von der Stellung der anziehenden Körper am Himmel und den Elementen 
ihrer Bahn abhängen, wogegen die von lokalen Verhältnissen abhängigen 
2 
Gröfsen, ebenso wie der gemeinschaftliche Faktor Se weggelassen worden 
sind. Aufserdem ist zu den Koefficienten noch zu bemerken, dafs dieselben 
gewisse numerische Faktoren enthalten, die in unseren Formeln (25) u.8. w. 
nicht vorkommen. Diese sind hinzugefügt worden, um diese Tabelle mit der in 
Darwin’s Abhandlung enthaltenen konform zu machen. Ferner enthält die 
Tabelle die Aenderung des Arguments in der Zeiteinheit, und zwar den 
algehraischen Ausdruck und die numerische Gröfse derselben in einer Stunde 
mittlerer Zeit, welche letztere Einheit allen praktischen Anwendungen der 
harmonischen Analyse. zu Grunde gelegt wird. Die letzte Rubrik endlich ent- 
hält den Ausdruck für den Reduktionsfaktor © mit welchem die numerisch 
ermittelte Größe der betreffenden Tide multiplicirt‘ werden muß, um das für 
den ‚mittleren Werth des von .J, v und & abhängigen Theils des Koeffcienten 
geltende H zu erhalten. 
Die Tabelle ist in drei Gruppen getheilt, von denen die erste die Tiden 
von eintägiger und halbtägiger Periode sowie die Nebentiden umfafst, während 
die zweite die zusammengesetzten und die dritte die Tiden von längerer Periode 
enthält. 
Um den Ausdruck für irgend eine Tide hinzuschreiben, haben wir folgende 
Rogeln. 
1. Tiden von eintägiger Periode: _ 
3Ma? k ; 2 
Rı cos (ct — 3ı) = TB 2 a (iz) A cos (tt + Vo + u — x1‘) 
2. Tiden von halbtägiger Periode: 
3Ma? k 4ya? . 
Roco (tt) = Aa a (za ak“) AS (ht Voku—i) 
3. Tiden von dritteltägiger Periode: 
3Mat., k 6ya? ; y 
Rg cos (tt — £s) Ed 7 le a) A cos ut + Vo+ u us)
	        
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