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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., April 1884, 
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6. Beobachtungen, angestellt an Bord des deutschen Schoners „Palme“, 
Kapt. J. Heerma, ; 
Dieses Journal wurde an Bord des in der Wesermündung, bei der Ver- 
senkung des zum Unterbau für den neuen Leuchtthurm bestimmten Caissons, 
beschäftigten Schoners „Palme“ geführt. 
7. Reise des Bremer Vollschiffes „Palme‘, Kapt. W. Bahls. 
Am 6. Dezember 1883, nicht weniger als 20 Tage nach der Abreise von 
der Elbe, befand sich das nach New- York bestimmte Vollschiff „Palme“ in der 
Nähe von Lizard. An demselben Tage verliefs auch das auf derselben Reise 
begriffene Bremer Vollschiff „ Viktoria“ den Kanal, und einen Tag vorher war dieses 
ebenfalls von dem nach dem gleichen Ziele bestimmten Vollschiffe „Cleopatra“ 
gethan worden. Die „Palme“ wählte ebenso wie „Cleopatra“ die mittlere 
Route, während „Viktoria“ und noch ein anderer Mitsegler, die Bremer Bark 
„Niagara“, sich für die Passatroute entschlossen hatten. Die südlicher steuernden 
Schiffe trafen im offenen Ocean bald eine viel günstigere Gelegenheit an, als 
die sich nördlicher. haltenden Schiffe, sie fanden. Der vorher aus NW wehende 
Wind veränderte sich bei der am 12. Dezember Mittags in 40,5° N-Br und 
15,5° W-Lg stehenden „ Viktoria“, wie bei „Niagara“ in 41° N-Br und 16,3 W-Lg, 
durch N nach NE, um sich für längere Zeit im nordöstlichen Viertel zu halten. 
Dagegen folgte damals bei „Cieopatra“ in 41° N-Br und 21,7 W-Lg, wie bei 
„Palme“ in 42,7° N-Br und 19,1° W-Lg, auf vorher dort herrschende Stille 
südwestlicher Wind. Trotzdem konnten ., Palme“ und „Cleopatra“ bei den 
später angetroffenen Verhältnissen in ziemlich rascher Weise nach Westen hin 
vorrücken, und am 24. Dezember befand sich dieses letztere Schiff in 41,2° N-Br 
und 42,4° W-Lg. Zu derselben Zeit war der Schiffsort. von „Viktoria“ 
23,3° N-Br in 40,5° W-Lg, der von „Niagara“ 20° N-Br in 44,5° W-Lg, wie 
der von „Cleopatra“ 41,6° N-Br in 50,3° W-Lg. Als es bei „Palme“ an diesem 
Tage aus W heftig zu stürmen begann, entschlofs Kapt. Bahls sich, nach Süden 
abzuhalten, um dort günstigere Winde aufzusuchen, ‘Da der Wind nach einiger 
Zeit indessen wieder südliche Richtung annahm, konnte jene Absicht nicht nach 
Wunsch ausgeführt werden. Man erreichte als südlichsten Punkt am 2. Januar 
1884 32,2° N-Br in 53° W-Lg. Von hier aus verfolgte das Schiff bei west- 
lichen und südlichen Winden einen nördlich von W gelegenen Kurs und 
vollendete in dieser Weise den letzten, noch wiederholt von Stürmen beunruhigten 
Theil der Reise. Am 19. Januar, 44 Tage nach der Abreise vom Kanal, ankerte 
„Palme“ im Hafen von New-York. Während der Fahrt über den Ocean hatte 
man: 30° W-Lg in 43,7° N-Br am 17, Dezember, 50° W-Lg in 36° N-Br am 
30. Dezember, 60° W-Lg in 36,2° N-Br am 8, Januar und 70° W-Lg in 
38,3° N-Br am 17. Januar überschritten. Von den Mitseglern war nach New- 
York: „Cleopatra“ am 7, Januar, „Viktoria“ am 14. Januar und „Niagara“ am 
12. Januar gelangt. 
Am 3, März ging die mit Petroleum beladene „Palme“ wieder in See, 
um nach Hamburg zurückzukehren, Auf See führten die dort angetroffenen 
Westwinde das Schiff in befriedigend rascher Fahrt ostwärts, ohne dafs sich 
Nennenswerthes während derselben ereignete. Die erste bedeutende Störung 
wurde durch auf den Gründen herrschende leichte Ostwinde verursacht, Drei 
Tage später als dieselben sich eingestellt hatten, überschritt „Palme“ die Länge 
von Lizard. Während der 22 Tage, in welchen diese Fahrt über den .Ocean 
vollendet worden war, hatte das Schiff: 70° W-Lg in 39,3° N-Br am 4. März, 
60° W-Lg in 38,8° N-Br am 8. März, 50° W-Lg in 39,3° N-Br am 11. März 
und 30° W-Leg in 42,7° N-Br am 17. Dezember gekreuzt. 
8. Reise der Rostocker Bark „Godeffroy“, Kapt. €. H. Sinnig. 
Am 3. August 1882 überschritt die auf einer Reise von Liverpool nach 
Buenos-Aires begrifene Bark „Godefroy“ den Parallel von 50° Nord. Der 
leichte Nordwind, bei dem dasselbe geschah, veränderte sich am nächsten Tage 
nach NE, um sich für mehrere Tage frisch wehend in diesem Quadranten zu 
halten. Unweit von 42° N-Br in 15° W-Lg lief der Wind am 7. August zurück 
nach N und, indem er gleichzeitig ganz schwach wurde, weiter nach W. Der
	        
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