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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Gemeinsamer Ausgangs-Meridian und Universalzeit. 
"55 
Vertheilung der Winde in Procenten 
Bergstation, ca 223m über dem Meere 
1882-—83 
‚September, . 
Oktober. . . 
November, . 
Dezember, . 
Januar ... 
Februar... 
März .... 
April .... 
Mai..... 
Juni. .... 
Juli..... 
August ... 
September . 
Jan.—März . 
April—Sept. 
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97 
31 
99 
% 
Im Auftrage der Deutschen Polarkommission. 
Der wissenschaftliche Sekretär 
Dr. von Danckelman. 
Annahme eines gemeinsamen Ausgangs-Meridians und 
Einführung einer Universalzeit, 
Zu den Gegenständen, welche auf der VII., vom 15.—24. Oktober 1883 
in Rom abgehaltenen Allgemeinen Konferenz der Europäischen Gradmessung 
zur Berathung kamen, gehörte die Wahl eines gemeinsamen ersten Meridians 
behufs Vereinheitlichung der geographischen Längen, sowie die Einführung einer 
allgemeinen Zeit neben den Lokalzeiten. Es waren hierzu auch Specialbevoll- 
mächtigte der Regierung Englands, welches sich bis jetzt noch nicht bei der 
Europäischen Gradmessung betheiligt hat, sowie solche von den Vereinigten 
Staaten Nord-Amerika’s entsandt worden, Die Ergebnisse der Berathung sind 
in den von dem Centralbureau der Europäischen Gradmessung herausgegebenen 
„Verhandlungen der siebenten Allgemeinen Konferenz der Kuropäischen Grad- 
messung“ (Berlin, 1884. Georg Reimer) veröffentlicht worden. Aus denselben 
wird Nachstehendes mitgetheilt: 
Einführung eines gemeinsamen Ausgangs-Meridians. 
Vorschläge und Versuche zur Schaffung eines gemeinsamen ersten Meridians 
für alle Länder sind bereits in früher Zeit gemacht worden. Die Haupt- 
schwierigkeit, zu einer allgemeinen Uebereinstimmung in der Wahl des Ausgangs- 
Meridians zu gelangen, liegt augenscheinlich zunächst in dem Umstande, dafs 
von dem Augenblick an, wo wir die Erde als ein Revolutions-Sphäroid ansehen 
müssen, überhaupt kein natürlicher Ausgangs-Meridian existirt, d. h. ein Meridian, 
der von vornherein angezeigt oder gar durch die Natur als Längen-Ausgangs- 
punkt geboten wäre, während die geographischen Breiten naturgemäfs und 
nothwendig vom Aequator aus gezählt werden. Da also sämmtliche Meridiane 
Ann. d, Hydr. etc., 1884, Hoft YIIL
	        
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