Eingänge von meteorologischen Journalen ete,, März 1384.
26,3° N-Br am' 19. November, 60° W-Lg in 26,9° N-Br am 25. November und
70° W-Lg in 30,8° N-Br am 3. Dezember überschritten.
Nachdem „Jupiter“ in New- York eine für Hamburg bestimmte Ladung
erhalten hatte, trat derselbe am 17. Januar 1884 die Reise nach diesem letzteren
Platze an. Westlicher Wind, der den Anfang der Reise begünstigte, blieb vor-
herrschend, bis das Schiff sich am 30. Januar in der Nähe von 37,5° N-Br
und 46° W-Lg befand. Oestlich von diesem Punkte wurden anhaltende Ost-
winde angetroffen, die, da sie auch noch meistens stürmisch wehten, den Fort-
gang der Reise ungemein verzögerten. Bis zum 7. Februar konnte man nicht
weiter als nach 39,5° N-Br in 44° W-Lg vorrücken. Nachdem sich hier wieder
westlicher Wind eingestellt hatte, konnte auch wieder ein rascherer Fortgang
erzielt werden, hindernd wirkte jedoch nun die unerwünscht grofse, das Schiff
wiederholt zum Beidrehen zwingende Stärke des Windes, Am 28. Februar,
42 Tage nach der Abreise von New- York, gelangte „Jupiter“ zur Mündung des
Kanals. Auf dem Wege dahin war: 70° W-Lg in 39,4° N-Br am 18. Januar,
50° W-Lg in 38° N-Br am 24. Januar, 50° W-Lg in 38° N-Br am 28, Januar
und 30° W-Lg in 41,7° N-Br am 16. Februar gekreuzt worden.
5. Reise der Apenrader Bark „Friedrich“, Kapt. J. Ulderup.
Die auf einer Reise von Cardiff nach Hongkong bestimmte Bark „Friedrich“
verlielßs am 28. Februar den Parallel von 50° Nord. Dieselbe segelte von dort
bei fast stets aus östlicher Richtung wehendem Wind südwärts und gelangte in
dieser Weise bis zum 11. März nach 26° N-Br in 24° W-Lg. In geringer
Entfernung von diesem Punkte drehte der kurze Zeit vorher schwach gewordene
Wind durch S nach SW, und indem er nun rasch wieder an Stärke zunahm,
vollendete er während der nächsten 2 Tage eine Drehung durch W nach N.
Indem er sich schliefslich am 14. März in etwa 20,5° N-Br und 24° W-Lg
durch N veränderte, wurde derselbe zum Passat. Bei diesem nahm die Reise
wieder für längere Zeit einen recht befriedigenden Verlauf. Der Passat be-
gleitete die Bark, bis sie am 21. März nach 3° N-Br in 23,1° W-Lg gekommen
war. Nachdem derselbe in der Nähe dieses Punktes ein Ende genommen hatte,
wurde ein eigentlicher Stillengürtel gar nicht angetroffen. KEs folgte auf ihn
vielmehr ein bei regnerischem Wetter wehender, unbeständiger böiger Ostwind,
aus dem sich nach einem Tage der SE-Passat entwickelte. Von diesem wurde
„Friedrich“ bis zum 23. März zu der in 24,2° W-Lg überschrittenen Linie
geführt. Um zu derselben von 50° N-Br her zu gelangen, waren 23 Tage
erforderlich gewesen. Während dieser Zeit hatte man: 40° N-Br in 17,8° W-Lg
am 5. März, 30° N-Br in 22,8° W-Lg am 10. März, 20° N-Br in.24,4° W-Lg
am 14, März und 10° N-Br in 24,5° W-Lg am 19, März gekreuzt. Am 24. März,
einen Tag später als „Friedrich“, ging in 24,3° W-Lg die auf derselben Reise
begriffene Hamburger Bark „Carl Ritter“ von nördlicher in südliche Breite über,
Dieses Schiff hatte den Parallel von 50° Nord am 3. März verlassen.
In südlicher Breite beobachtete „Friedrich“ unweit 4° S-Br für mehrere
Wachen einen leichten, unbeständigen, südlichen Wind, auf den später jedoch
ein beständiger Passat folgte. Derselbe begleitete die Bark, bis sie am 3. April
nach 25,5° S-Br in 28,5° W-Lg gelangt war und endete durch dort erfolgendes
Umlaufen des Windes nach NE. Einen Tag später nahm der Wind westliche
Richtung an, und nachdem er in einem Tage die westlichen Striche durchlaufen
hatte, hielt er sich, von daher heftig wehend, für mehrere Tage im südöstlichen
Quadranten. Nachdem der Wind später noch einen Rundlauf nach links aus-
geführt hatte, führte der auf diesen folgende kräftige Nordwind die Bark am
Lö. April in 37,6° S-Br zu dem Meridian von Greenwich, Der 15. April war
der 23. bis dahin in südlicher Breite verbrachte Tag. Während dieser Zeit
hatte man: 10° S-Br in 28,2° W-Lg am 28. März, 20° S-Br in 29,8° W-Lg
am 1. April und 30° S-Br in 25,7° W-Lg am 6. April gekreuzt. Der Mitsogler
„Carl Ritter“, welcher durch eben südlich vom Aequator angetroffene leichte
Mallung derart aufgehalten worden war, dafs 2° S-Br in 25,2° W-Lg erst am
28. März hatte überschritten werden können, ging am 17. April und in 37,5° S-Br
von westlicher in östliche Länge über.
Beim Zurücklegen der erforderlichen Länge traf „Friedrich“, ebenso wie
später „Carl Ritter“, südliche und östliche Winde an, bei denen sich kein
410