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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Die harmonische Analyse der Gezeitenbeobachtungen, 
891 
Wen wir auf Figur 3 zurückgehen und den mittleren Mondort mit M’ 
und die mittlere Länge des Mondes vom Intersektionspunkte aus für den 
Augenblick mit oı bezeichnen, so sieht man sofort, dafs: 
JIM' = 61 = IR + QM’ 
und die mittlere Länge vom Frühlingspunkte aus 
s= VA + QM' 
Sy = VA -— QJ = 
oder 
a=s35-—E 
Ebenso ergeben sich aus dem Dreieck VQJ zur Bestimmung von J, v 
und & die Gleichungen: ; ; 
1 cos J = cos i cos w — sin isin w cos N 
(15) cot v sin N = cos N cos w + 6cot i sin w@ 
l cot (N — &) sin N = cos N cos i 4 cot w sin i 
Nach der Theorie der elliptischen Bewegung ist nun, da s-—p == der 
mittleren Anomalie: ; 
1— = -+2esin (ep) +8 sin2(s—p) Fo... 
I=s—&4-2esin(s—p) +7 sin2(s—p)-K.... 
ist. 
t=c {1 + Le 0000 (s — p) — etc 2(0 pH} 
Hierzu sind noch die wichtigsten Störungsglieder, nämlich die „Erektion“ 
und „Variation“ hinzuzufügen, dieselben sind näherungsweise:') 
Evektion in Länge = + ® me sin (8 —2hı + p) 
Evektion im Radius vector = — S m € cos (s — 2 h + p) 
Variation in Länge = + . m2 sin 2(s=-h) ‘ 
Variation im Radius vector == — m2 cos 2 (s—h) 
ind 
Die vollständigen Ausdrücke für die wahre Länge in der Bahn und den 
Radius vector, unter Beschränkung auf die vom Quadrat der Excentricität ab- 
hängigen und die Hauptstörungsglieder, sind demnach: 
(16)1=s—E+2esin (s—p) + Tsin2 (s— p) + mesin (s—2h-+p) + A mtein2(s—h) 
r=c V(i +0) — 0006 (s— pp) — et 0062 (s—p)— Z me cos (8—2h+p) —m* cos 2 e—) 
Werden diese Werthe in die Gleichungen (12), (13), (14) eingesetzt, So ist unsere 
Aufgabe, die Höhe des Wasserstandes als Summe einer Reiho einfach harmo- 
nischer Glieder darzustellen, gelöst, ; B 
Hierbei kommt es darauf an, die Gröfsen En x sinXı, * cos 2x2, > cos 21, 
sin (xı F21) und T cos (2 ya F 21) zu entwickeln. Diese können auf die ge- 
meinschaftlichen Formen . cos a bozw. R cos (a — 21) gebracht werden, indem 
1) Die wahren Werthe der Evektion und Variation sind nicht unerheblich von diesen ver- 
schieden. Nach Professor Adams ist anstatt der aus dem Werthe von m (welcher = 0.074805 ist) 
folgenden. Ko&ffcienten; € 
für die Evektion in Länge der Koefficient 0,022233 
3% 3 „ in Rad, vect. # 0,010022 
„ » Variation in Länge ,, ä 0,011489 
» „in Rad. vect. „, »” 0,008249 
zu benutzen. Dies ist bei allen numerischen Vergleichungen zwischen ‘Theorie und Erfahrung zu 
beachten, 
Ann. d. Hvdr. ete., 1894, Haft VII.
	        
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