accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

380 
Konkurrenzprüfung von Marine-Chronometern in Wilhelmshaven 1883— 84 
Bericht über die im Winter 1883 —84- an das Kaiserliche Observatorium 
zu Wilhelmshaven zur Prüfung eingesandten Chronometer. 
Die Prüfung der Chronometer wurde nach denselben Grundsätzen an- 
gestellt, welche bisher immer angewendet worden sind und in Bezug auf welche 
auf frühere Berichte verwiesen sel. Der überaus milde Winter machte es 
schwierig, die Temperatur zu erniedrigen, und gelang es nur, als niedrigste 
Mitteltemperatur 10,6° C. zu erhalten, die niedrigste Temperatur überhaupt 
war 7,8°C. Die höchste Mitteltemperatur betrug 28,4° C., so dafs die ganze 
Amplitude 17,8° C. betragen hat, ein Werth, der vollauf hinreicht, um die 
Koegfficienten mit genügender Sicherheit abzuleiten. 
Der Aufforderung zur Einsendung von Chronometern zur Prüfung behufs 
event. Ankaufs entsprachen die Herren Bröcking in Hamburg mit 4, Ehrlich 
in Bremerhaven mit 2 und Kutter in Stuttgart mit 2 Chronometern, so dafs 
also diesmal nur 8 Instrumente zur Prüfung kamen. Was aber au Zahl fehlt, 
wird reichlich durch die Güte der Iustrumente ersetzt, denn dieselben sind 
sämmtlich erster Klasse und etehen theilweise sehr hoch in derselben. 
Die nachstehende Tabelle giebt eine Uebersicht über die Gröfsen A 
and B, sowie A + 2B. 
Tabelle I. 
A 
B 'A+ 
9B { Klasse 
Ehrlich 394 
Bröcking 890 
Ehrlich 1424 
Bröcking 982 
Bröcking 835 
Kutter 29 
Kutter 30 
Bröcking 1063 
8,6 
6,0 
10,8 
11,2 
16.0 
18,6 
18,C 
95.4 
3,8 
6,0 
3,8 
5.0 
BR 
€ 
6, 
4,4 
16,2 
18,0 
18,4 
2L6 
"64 
06 
„0,8 
34.9 
Zügelkompensation 
Airy’s Hülfskompensation 
Zügelkompensation ; 
Airy’s Hülfskompensation 
» 
Hülfskompensation f. Wärme 
Airy’s Hülfskompensation 
Werden die Chronometer nach dem Vorschlage auf pag. 252 
d. Hydr. etc.“, 1881, geordnet, so ergiebt sich folgende Reihenfolge: 
Tabelle IL 
A 
RG 
AA9BAC 
Klasse 
Ehrlich 394 
Bröcking 890 
Bröcking 835 
Ehrlich 1424 
Bröcking 982 
Xutter 30 
Kutter 29 
Bröcking 107° 
3,9 
8,8 
14,3 
7,3 
7,0 
12,1 
5,6 
aqQ | 
3,8 
6.0 
za 
03 | 118 
0.1 | 15,9 
1 | 248 
0A 15,3 
6. 17,8 
02 | 251 
07 | 183 
6a‘ 185 
— 000501 
+ 0,00195 
+0,00165 
— 0,00760 
— 0,00730 
— 0,00355 
— 0,01325 
| — 0.01770 
5q 
bt. 
Bü 
] 
IM 
on 
der „Ann. 
Aus dieser Tabelle geht wiederum hervor, dafs die Gröfse des A in 
Tabelle I zum grofsen Theil von Acceleration herrührt, welche auch allein das 
Auftreten der Klasse II und III bewirkt. Ferner zeigt diese Tabelle deutlicher 
noch wie Tabelle I, dafs die diesmal zur Prüfung gelangten Chronometer in 
Bezug auf Kompensation als durchweg ungewöhnlich gut bezeichnet werden 
müssen. Aus diesem Grunde lohnt es auch nicht, die Klassikkation noch nach 
der dritten, auf pag. 254 der „Ann, d, Hydr. etc.“, 1881, vorgeschlagenen Methode 
vorzunehmen, da dies bei der Kleinheit von A nur sehr geringfügige Aenderungen 
der B hervorbringen würde. 
Das Verhalten der Chronometer während der Dauer der Prüfungszeit 
weist die nachstehende Gang-Tabelle im Einzelnen nach.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.