accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 12 (1884)

Eingänge von meteorologischen Journalen ete., Februar 1884. 
schritten worden, Die Bark „Niagara“ kreuzte 20° S-Br in 93,2° W-Lg am 
27. August. ; 
Von Callao versegelte „Annie“ nach einem etwa eine Tagereise weiter 
nordwärts gelegenen Platze Namens Huacho, und von diesem aus trat die Bark 
am 22. November eine Zwischenreise nach Arica an. Während der Ausführung 
derselben segelte man zunächst‘ mit B. B.-Halsen, bis der Schiffsort am 29. No- 
vember 21,3° S-Br in 87,8° W-Lg geworden war. Es wurde dann gewendet und 
nordostwärts gesteuert, bis man am 3. Dezember nach 17° S-Br in 82° W-Lg 
gekommen war. Nach dieser Zeit verfolgte man wieder einen südwestlichen 
Kurs und, indem. später noch häufig wieder gewendet wurde, vollendete man 
den letzten Theil der Reise. Am 20. Dezember, 28 Tage nach dem Antritt der 
Reise, ankerte „Annie“ auf der Rhede von Arica, In Arica verweilte die Bark 
bis zum 24. Januar 1883, dem Tage, an welchem sie sich aufs neue in Seo 
begab, um eine nach Corinto gerichtete Reise anzutreten, Man verfolgte bei 
leichtem Passate einen nördlichen Kurs, auf welchem 10° S-Br in 81,8° W-Lg 
am 1. Februar und der Aequator in 86° W-Lg am 7, Februar überschritten wurde. 
In nördlicher Breite, wo der Wind sich allmählich von SSE durch S nach SW 
veränderte, nahm der Wind unweit 6° N-Br bis zum leisen, unbeständigen west- 
lichen Zuge ab, und bei solchem mufste dann der ganze noch vorliegende Theil 
der Reise zurückgelegt‘ werden. 10° N-Br wurde in 86,3 W-Lg am 18. Februar 
gekreuzt und endlich am 20, Februar, dem 2% bis dahin auf See verbrachten 
Tage, der Hafen. von Corinto erreicht. 
In -Corinto erhielt „Annie“ eine für Europa bestimmte Ladung, und nach- 
dem dieselbe eingenommen und das Schiff wieder in seefähigen Zustand gesetzt 
worden war, trat es am 28. April die Cadix als Ziel habende Rückreise an. 
Der Anfang derselben verlief infolge leichter, meist aus nordöstlicher Richtung 
kommender Mallung nur in langsamer Weise, und noch unbefriedigender wurde 
der Fortgang bei der südlich von 7,5° N-Br vorherrschenden südlichen oder 
südöstlichen Mallung, Nachdem man 5,5° N-Br überschritten hatte, stellte sich 
ein etwas frischerer SSW-Wind ein, und bei schwachem, sich zwischen SSW 
and SSE haltenden, nicht selten auch von Stille unterbrochenem Winde mufste 
„Annie“ auch den übrigen Theil des Weges zur Linie zurücklegen. Am 22. Mai, 
dem 24, bis dahin auf See zugebrachten Tage, ging „Annie“. in 96,5° W-Lg von 
der nördlichen zur südlichen Halbkugel über. - Vorher war: 10° NBr in 90,6° W-Lg 
am 2, Mai und 5° N-Br in 90,7° W-Lg am 11. Mai geschnitten worden. Am 
18. Mai hatte die Bark sich in Sicht von der Culpepper Insel befunden. Die 
Strömung, welche nördlich von der Galapagos-Gruppe beständig eine östliche 
Richtung gehabt, hatte südlich von derselben westliche Richtung angenommen. 
Der von 1,5° N-Br an beständig wehende SE-Passat begleitete die Bark in süd- 
licher Breite, bis sie am 3. Juni nach 22,3° S-Br in 109° W-Lg gelangt war. 
In der Nähe dieses Punktes veränderte sich der Wind nach NE und bald darauf 
durch N nach W. Später vollendete der Wind mehrere unregelmäßig ver- 
laufende Drehungen nach links, während welcher derselbe am längsten aus dem 
östlichen Halbkreise wehte. Während der Wind leicht aus SE wehte, wurde 
am 13. Juni, in der Nähe von 37° S-Br und 104° W-Lg, ein höchster Barometer- 
stand von 778,3 mm beobachtet. Westliche Winde von längerer Dauer stellten 
sich südlich von 43° S-Br ein; doch endeten auch diese wieder, nachdem die 
Bark von ihnen bis zum 22. Juni nach 54° S-Br in 82,5° W-Lg geführt worden 
war. Indem der Wind in der Nähe dieses Punktes durch N drehte, entstand 
aus ihm ein Ostwind, der ununterbrochen während der nächsten 11 Tage wehte 
und durch den der Fortgang der Reise in solcher Weise gehindert wurde, dafs 
„Annie“ bis zum 3. Juli nicht weiter als nach 56,6° S-Br in 78° W-Lg vor- 
rücken konnte, Nachdem der Wind an diesem Tage südliche Richtung an- 
genommen hatte, segelte man mit dessen Hülfe bis zum 5. Juli zur Länge des 
Kap Horn. Um zu derselben von der Linie her zu gelangen, war eine 44tägige, 
durch keinen nennenswerthen Sturm beunruhigte Fahrt erforderlich gewesen. 
Während dieser Zeit hatte man: 10° S-Br in 104,3° W-Lg am 28, Mai, 20° S-Br 
in 109,1° W-Lg am 2. Juni, 30° S-Br in 105° W-Lg am 8. Juni, 40° S-Br in 
102,5° W-Lg am 15. Juni und 50° S-Br in 89,5° W-Lg am 20. Juni über- 
schritten. 
353 
Ann. d. Hydr. ete., 1884, Heft YI.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.